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13.06.2019

13:14

EZB

Euro ist als Reservewährung wieder im Kommen

Reservewährungen werden umgeschichtet – und der Euro profitiert. Die Gemeinschaftswährung hat ihre Position an zweiter Stelle festigen können.

Der Euro bleibt auf Platz Zwei der internationalen Reservewährungen. Platz Eins ist der Dollar. Reuters

Reservewährungen

Der Euro bleibt auf Platz Zwei der internationalen Reservewährungen. Platz Eins ist der Dollar.

BerlinDer Euro hat seinen Status als zweitwichtigste internationale Reservewährung gefestigt. Wie die Europäische Zentralbank am Donnerstag mitteilte, lag der Anteil des Euro bereinigt um Wechselkurseffekte Ende 2018 bei 20,7 Prozent. Ende 2017 waren es nur 19,5 Prozent.

„Seit seiner Einführung vor 20 Jahren blieb der Euro als zweitgrößte Reservewährung nach dem Dollar unangefochten, doch ließ seine Nutzung nach der Weltfinanzkrise nach“, so die EZB. Nachdem die Entwicklung 2016 ihren Boden erreicht habe, sei es zuletzt wieder nach oben gegangen. Der Euro habe davon profitiert, dass Reserven „weg vom Dollar“ umgeschichtet worden seien, erläuterte EZB-Direktor Benoit Coeure.

Reservewährungen spielen im internationalen Handel und Finanzverkehr und vor allem auch bei den Währungsreserven der Zentralbanken eine große Rolle. EZB-Direktor Benoit Coeure erhofft sich von einer Vertiefung der europäischen Währungsunion einen „Schub für die globale Rolle des Euro“.

Der Dollar behauptete im vorigen Jahr mit einem weltweiten Anteil von 61,7 Prozent zwar seinen Status als Leitwährung. Doch markiert dieser Wert zugleich einen historischen Tiefpunkt für die US-Devise im laufenden Jahrhundert. Noch vor der Jahrtausendwende lag der Anteil bei über 70 Prozent.

Viele Staaten haben im Laufe des nun zu Ende gehenden Jahrzehnts ihren Devisenschatz diversifiziert und dabei insbesondere auch verstärkt auf Währungen wie den japanischen Yen und den chinesischen Renminbi zurückgegriffen. EZB-Direktor Coeure erhofft sich von einer Vertiefung der europäischen Währungsunion einen „Schub für die globale Rolle des Euro“.

Mehr: Nur mit einem starken integrierten Kapitalmarkt wird die EU die Dominanz des US-Dollars brechen können. Bislang haben die Bemühungen nur mäßigen Erfolg.

Von

rtr

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