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05.04.2019

09:29

Falls das Nopec-Gesetz in kommt

Saudi-Arabien droht mit Ablösung des Dollars bei Ölgeschäften

Die Opec-Mitgliedsstaaten könnten künftig wegen Preisabsprachen verklagt werden. Saudi-Arabien hat nun eine Idee, das Nopec-Gesetz zu stoppen.

Bei Ölgeschäften mit Saudi-Arabien könnte es bald ein anderes Zahlungsmittel geben. Reuters

Opec-Logo

Bei Ölgeschäften mit Saudi-Arabien könnte es bald ein anderes Zahlungsmittel geben.

London Saudi-Arabien droht Insidern zufolge damit, bei Ölgeschäften künftig den Dollar als Zahlungsmittel abzulösen. Die Verkäufe könnten in anderen Währungen abgewickelt werden, sagten drei mit der saudi-arabischen Energiepolitik vertraute Personen am Freitag.

Mit dem Schritt wolle die Regierung in Riad den No Oil Producing and Exporting Cartels Act, kurz Nopec, stoppen. Die Erwägungen seien bereits mit anderen Opec-Ländern diskutiert und den USA übermittelt worden.

Käme Nopec, hätte das für die 14 Mitgliedsstaaten des Ölkartells Opec einschneidende Folgen. Ein Gesetz würde das US-Kartellrecht ändern und Opec-Länder könnten verklagt werden. Denn es wäre dann illegal, Absprachen zur Öl- oder Gasproduktion oder deren Preise zu treffen. Hielten sich die Länder nicht daran, könnte das teuer werden.

Ob es soweit kommt, hängt nicht zuletzt von US-Präsident Donald Trump ab. Seine Vorgänger wollten kein Nopec-Gesetz. Doch Trump hatte sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich über die hohen Ölpreise geärgert und die Schuld daran der Opec zugewiesen. Experten halten die Chancen, dass Nopec beschlossen wird, allerdings für gering.

Das saudi-arabische Energieministerium wollte sich dazu nicht äußern. Das US-Außenministerium teilte mit, laufende Gesetzgebungsverfahren nicht kommentieren zu wollen.

Von

rtr

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