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23.04.2019

16:57

Der Softbank-Chef ist an hohe Risiken gewöhnt. Bloomberg

Masayoshi Son

Der Softbank-Chef ist an hohe Risiken gewöhnt.

Kryptowährungen

Der Softbank-Gründer verlor 130 Millionen Dollar mit Bitcoins

Von: Frank Wiebe

Der japanische Milliardär Masayoshi Son stieg nahe dem Bitcoin-Höchstkurs ein und nach einem Kursverfall wieder aus. Er kann den Verlust aber gut verkraften.

FrankfurtAuch begnadete Investoren machen Fehler. Masayoshi Son, milliardenschwerer Gründer und Chef der Investmentfirma Softbank, hat 130 Millionen Dollar mit Bitcoins verloren.

Er hat offenbar nahe der Höchstkurse der Kryptowährung gegen Ende 2017 die virtuellen Münzen gekauft. 2018 stieß er sie nach dem dramatischen Kursverfall wieder ab, schreibt das „Wall Street Journal“ unter Berufung auf nicht näher bezeichnete Personen.

Doch die Fehleinschätzung stürzt Son noch lange nicht in eine finanzielle Krise. Der Datendienst Bloomberg schätzt sein Vermögen auf 19 Milliarden Dollar. Die Marktkapitalisierung von Softbank liegt zudem bei umgerechnet 114 Milliarden Dollar.

Softbank besitzt unter anderem eine Kontroll-Mehrheit bei der US-Firma Sprint. Sie steckt in einem schwierigen Fusionsprozess mit T-Mobile in den USA, der möglicherweise am Einspruch der US-Behörden scheitern wird.

Der Softbank-Vision Fund, den Son zusammen mit dem Staatsfonds von Saudi-Arabien aufgelegt hat, erreicht außerdem ein Volumen von 100 Milliarden Dollar. Er investiert in Unternehmen wie Uber und We-Work.

Son verliert nicht zum ersten mal viel Geld

Der 61-jährige Japaner Son, der im kalifornischen Berkeley studiert hat, verdiente seine ersten 1,7 Millionen Dollar als Student mit der Erfindung eines elektronischen Übersetzers, den er an Sharp verkaufte.

Er verlor eine Menge Geld, als zur Jahrtausendwende die Blase der Internet-Aktien platzte. Später stieg er früh bei Firmen wie Yahoo und Alibaba ein und wurde damit sehr reich.

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Laut dem Bericht kaufte Son die Bitcoins auf Anraten von Peter Briger, einem Co-Chairman der US-Investmentgesellschaft Fortress. Softbank hatte sie im Februar 2017 übernommen. Fortress startete bereits 2013 mit Bitcoin-Käufen. Zum Zeitpunkt der Übernahme durch Softbank waren sie gut 150 Millionen Dollar wert. Der Kurs von einem Bitcoin lag damals knapp über 1000 Dollar.

Aktuell notiert die Kryptowährung deutlich höher. Der Bitcoin-Preis lag am Dienstagnachmittag bei rund 5600 Dollar. Die Marktkapitalisierung gab Coinmarketcap.com mit fast 99 Milliarden an. Damit liegt die größte Kryptowährung weit vor Ethereum – der Nummer zwei, die knapp 19 Milliarden Dollar wert war.

Nigel Green, Chef der Investmentgesellschaft deVere Group, kommentierte, die Marke von 6000 Dollar für Bitcoins sei aus technischer Sicht in Reichweite.

Ein „Ausbruch“ des Preises über diese Grenze hinaus könnte seiner Meinung nach den gesamten Sektor der Kryptowährungen beflügeln. Bitcoins waren im Dezember 2017 kurzzeitig mehr als 20.000 Dollar wert, stürzten zwischenzeitlich aber ab bis auf rund 3200 Dollar.

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