Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2019

16:34

Öl

Ölpreise brechen um mehr als zwei Prozent ein

Die Opec-plus-Allianz hat sich in Wien auf eine Verlängerung der Produktionskürzungen geeinigt. Trotzdem brechen am Nachmittag die Ölpreise ein.

Ölpreis wird durch Gewinnmitnahmen gedrückt dpa

Erdölförderung

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA.

Frankfurt Die Ölpreise haben am Dienstagnachmittag stark nachgegeben. Binnen einer halben Stunde sank der Preis für ein Barrell der Nordseesorte Brent um mehr als einen Dollar und notierte zuletzt zwei Prozent im Minus bei 63,67 US-Dollar. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) gab um 2,4 Prozent auf 57,69 Dollar nach.

Zwar einigte sich die OPEC-plus-Allianz bei ihrem Treffen in Wien darauf, die Produktionskürzungen für weitere neun Monate aufrechtzuerhalten, um die Lagerbestände zu reduzieren. Allerdings erschütterte eine Reihe enttäuschender Konjunkturzahlen aus den USA, China und Europa das Vertrauen in die Ölnachfrage. Zudem gab es neue Zweifel an einer Einigung im Handelsstreit, nachdem die USA neue Zölle auf Waren der Europäischen Union angedroht hatte.

Am Dienstag hatten sich das Ölkartell Opec und weitere Staaten (Opec-plus) darauf geeinigt, das gemeinsame Erdöl-Förderlimit zu erweitern. Die 14 Opec-Staaten hatten sich bereits am Montag auf eine Verlängerung um neun Monate bis 31. März 2020 geeinigt.

Dass die 24 Staaten umfassende Opec-Plus inklusive Russland der Strategie der Opec folgen, galt zuvor als Formsache. Die beiden einflussreichsten Staaten der Runde, Russland und Saudi-Arabien, hatten sich am Wochenende beim G20-Gipfel im japanischen Osaka auf ein gemeinsames Vorgehen und weitere Förderbegrenzungen geeinigt.

Russlands Präsident Wladimir Putin und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman hatten am Samstag einen Zeitraum von sechs bis neun Monaten für die Verlängerung in Aussicht gestellt. Daraufhin waren die Ölpreise deutlich gestiegen.

Hier geht es zur Seite mit dem Brent-Preis, hier zum WTI-Kurs.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×