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02.07.2019

13:01

Ölkartell

Opec-plus-Koalition einigt sich auf Verlängerung des Förderlimits

Die Opec und ihre Partnerländer verlängern das Produktionslimit bis ins nächste Jahr. Benzin- und Heizölpreise könnten dadurch steigen.

Das Ölkartell einigte sich darauf, das Produktionslimit um neun Monate zu verlängern. Reuters

Treffen der Opec und ihrer Partnerländer

Das Ölkartell einigte sich darauf, das Produktionslimit um neun Monate zu verlängern.

Wien Die Ölminister der Opec-Partnerländer haben einer Verlängerung des Förderlimits zugestimmt. Bei einem Treffen in Wien einigten sich die Mitglieder der Organisation Erdöl exportierenden Länder (Opec) und ihre Verbündeten in der sogenannten Opec-plus-Koalition darauf, das Produktionslimit um neun Monate bis zum 31. März 2020 zu verlängern.

Für die Verbraucher könnte sich eine Verlängerung der Erdöl-Förderlimits in steigenden Preisen beim Benzin- und Heizöl-Kauf bemerkbar machen. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass der globale Ölmarkt im zweiten Halbjahr 2019 unterversorgt sein wird. Daher könnte der Ölpreis künftig weiter steigen.

Die 14 Opec-Staaten hatten sich schon am Montag auf eine Verlängerung der Produktionslimits um neun Monate bis zum 31. März 2020 geeinigt. Nun überzeugten sie auch die zehn kooperierenden Staaten, mit denen sie gemeinsam die „Opec plus“ bilden, von dieser Strategie. Eine Einigung hatte als höchstwahrscheinlich gegolten. Beim G20-Gipfel im japanischen Osaka hatten sich die beiden wichtigsten Mitglieder der Runde, Russland und Saudi-Arabien, schon auf ein entsprechendes Vorgehen geeinigt.

Bei ihrem Treffen im Dezember hatten sich die Opec-plus-Staaten nach langen Verhandlungen darauf verständigt, 1,2 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag weniger als im Oktober 2018 aus dem Boden zu pumpen. Die Kürzung wurde in den vergangenen Monaten nach Angaben der IEA in Paris übererfüllt.

Die Ölpreise gingen derweil auf und ab, stiegen zuletzt aber wieder. Am Dienstagmittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent 64,85 Dollar. Das waren 28 Cent mehr als am Vortag.

Mehr: Österreichs Ex-Außenministerin Kneissl erwartet, dass Öl- und Gaspreise weiter deutlich schwanken. Lesen Sie hier, warum die Analystin sich ein Ende der Opec nicht vorstellen kann.

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