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11.02.2019

09:49

Währung

Ein mysteriöser Flashcrash des Schweizer Frankens gibt Devisenhändlern Rätsel auf

Von: Michael Brächer

Die Schweizer Währung wertete in der Nacht zum Montag schlagartig ab, erholte sich aber gleich wieder. Jetzt wird über die Ursache spekuliert.

Mysteriöser Flashcrash. dpa

Franken-Banknoten

Mysteriöser Flashcrash.

ZürichDer Schweizer Franken gilt wegen seiner Stabilität als sicherer Hafen, doch manchmal sorgt er dennoch für Überraschungen: In der Nacht zu diesem Montag gab die Schweizer Währung binnen weniger Augenblicke um fast ein Prozent nach.

Was für Außenstehende nach einer Marginalie klingt, entspricht auf dem Devisenmarkt einem deutlichen Kurssprung – für den es keine offensichtliche Ursache gibt. 

Zum Handelsbeginn in Asien, um 23 Uhr mitteleuropäischer Zeit, sackte der Franken-Kurs von 1,0004 US-Dollar auf 1,0096 Dollar ab. Das war der niedrigste Stand seit November. Kurz darauf erholte sich der Kurs wieder im Eiltempo. 

Als mögliche Erklärung führen Devisenhändler den heutigen Nationalfeiertag in Japan an: An Feiertagen werden weniger Devisen gehandelt, entsprechend können kleine Transaktionen für große Kursausschläge sorgen.

„Ein Mangel an Liquidität ist ein häufiger Faktor bei solchen Ereignissen“, zitiert die Nachrichtenagentur Bloomberg den Devisenanalysten Rodrigo Catril von der National Australia Bank. „Die Händler haben jetzt sicher groß gedruckte japanische Ferienkalender auf ihren Schreibtischen!“

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In der Nacht sind im Handel in Tokio die Kurse wichtiger Währungen binnen weniger Minuten abgestürzt. Besonders stark traf es den australischen Dollar.

Der Devisenanalyst vermutet, dass der Eingabefehler eines Händlers den Kursrutsch ausgelöst haben könnte. Der Händler könnte damit automatische Handelssysteme auf den Plan gerufen haben, die den Kursrutsch noch verstärkten.

Sogenannte Algo-Trader nutzen kleinste Kursveränderungen zu ihren Gunsten aus – und geraten immer wieder unter Verdacht, damit für Turbulenzen zu sorgen. So erinnert der Kursausschlag des Frankens an ein ähnliches Ereignis zu Jahresbeginn, als der Yen schlagartig um acht Prozent zum australischen Dollar aufgewertet hatte.

Verglichen mit dem „Franken-Schock“ aus dem Januar 2015 handelt es sich bei der jüngsten Kursbewegung aber um eine Lappalie. Damals hatte die Schweizerische Notenbank überraschend angekündigt, die Kursobergrenze zum Euro aufzuheben. Daraufhin hatte der Franken schlagartig um rund 15 Prozent aufgewertet – und manchen Devisenhändlern millionenschwere Verluste beschert.

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