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14.02.2018

12:15

Altersvorsorge

40 Prozent der Deutschen legen weniger als 50 Euro im Monat fürs Alter zurück

Von: Frank Matthias Drost

Deutsche sorgen zu wenig vor und fürchten, sich im Alter stark einschränken zu müssen. Das gilt insbesondere für Ostdeutsche.

Altersvorsorge

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BerlinDeutschland steht ökonomisch hervorragend da – die Beschäftigung wächst, die Arbeitslosenquote ist gering, das Wirtschaftswachstum ist intakt. Die Deutschen leben auf einer Insel der Seligen, möchte man meinen. Doch der Blick in die Zukunft fällt alles andere als rosig aus.

So glaubt jeder zweite Deutsche, dass er sich im Ruhestand einschränken müsse. Jeder vierte Deutsche hat sogar Angst vor Altersarmut. Das geht aus dem Ergo-Risiko-Report hervor, den Professor Gerd Gigerenzer vom Max-Planck-Institut für Bildungsforschung im Auftrag der Ergo-Versicherungsgruppe erstellt hat.

Von der Hand zu weisen sind die Befürchtungen nicht. Denn die repräsentative Studie belegt eine unzureichende Altersvorsorge der Deutschen. Danach legen 42 Prozent nichts oder weniger als 50 Euro im Monat für die Altersvorsorge zurück.

Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind beachtlich. Während bei den Männern jeder Dritte angibt, sich nicht leisten zu können, privat fürs Alter vorzusorgen, sind es bei den Frauen sogar 43 Prozent.

Die Angst vor finanziellen Einschränkungen im Alter ist in den neuen Bundesländern ungleich höher ausgeprägt als in den alten. In Brandenburg sind es rund 69 Prozent, während es in Bayern und Hessen nur 47 Prozent sind, die Angst vor einer finanziellen Schlechterstellung im Rentenalter haben. Gleichzeitig räumt allerdings nur jeder fünfte Befragte ein, seine künftige Rentenhöhe recht genau zu kennen.

Sieben von zehn Befragten gehen davon aus, dass das Rentenniveau weiter sinken wird. Und haben offensichtlich kein Vertrauen in die Politik. Denn erklärtes Ziel von Union und SPD ist es, so denn eine Koalition zustande kommt, das heutige Rentenniveau von 48 Prozent stabil zu halten.

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Das Rentenniveau gibt das prozentuale Verhältnis zwischen Rentenzahlung und dem durchschnittlichen Einkommen eines Arbeitnehmers an. Angesichts dieses Pessimismus plädiert jeder vierte Deutsche für eine Pflicht zur privaten Altersvorsorge.

Die Umfrage bestätigt erneut das Bild der Deutschen als Aktienmuffel. Zwar glauben zwei Drittel der Befragten, dass sie mit Aktien und Fonds die größte Rendite erzielen. Doch in der Regel landet das Geld eher auf dem Sparbuch, obwohl es kaum Zinsen gibt.

Ein Drittel der Deutschen hat in Immobilien investiert und sorgt auf diese Weise für das Alter vor. Und sieht sich damit wohl auch vor unsicheren Zeiten gewappnet. Denn jeder zweite glaubt, dass sich eine Finanzkrise, wie sie 2008 ausbrach, in den kommenden zehn Jahren wiederholen wird.

Kommentare (5)

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Herr Peter Spiegel

14.02.2018, 12:33 Uhr

Nur 25% bei einer Wahrscheinlichkeit von 100% da ist es doch der Regierung wieder gelungen 75% zu vera...

Herr Günther Heck

14.02.2018, 12:49 Uhr

Und das wird nicht weniger äh doch, für die Generation Y bestimmt.

Kontraproduktive Politik bestand in der Nullzinspolitik und im der Versteuerung aller Altersversorgungen mit entsprechend vielen Reformen in den letzten 15 Jahren.

Verlässlichkeit u. Vertrauen sieht anders aus. Hier hat die Politik schon lange verspielt.

Wer nach mind. 45 Berufsjahren auf ein dünnes Rinnsal an Rente sich noch freut, weiß ich allerdings nicht.

Vermutlich keiner mehr im Land.

Frau Marietta Groh

14.02.2018, 13:22 Uhr

Wohin soll man es denn zurücklegen? Zinsen gibt es nicht mehr, kostet Bearbeitungsgebühren und wird vielleicht noch mit Strafzins belegt! Wer Geld vom Staat bekommen muss, muss vorher alles Zurückgelegte aufbrauchen (inclusive Altersvorsorge). Wer spart ist der Bestrafte. Die einzigen die daran verdienen sind die Banken, die gute Lobby-Arbeit bei der Politik geleistet haben.

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