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25.09.2017

09:53 Uhr

Neue Einstufung

So teuer wird die Auto-Versicherung 2018

VonAndreas Toller
Quelle:WirtschaftsWoche Online

Die Kfz-Versicherer passen ihre Tarife an die neuen Typ- und Regionalklassen an. Ungefähr jeder dritte Autobesitzer muss dabei mit einer Neueinstufung rechnen. Für wen es 2018 günstiger oder teurer wird.

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft hat in diesem Jahr die neuen Typ- und Regionalklassen, welche ab dem 01. Januar 2018 gelten wird, festgelegt. Deswegen werden viele Kfz-Versicherte mit einer neuen Einstufung rechnen müssen. picture-alliance

Blechschaden

Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft hat in diesem Jahr die neuen Typ- und Regionalklassen, welche ab dem 01. Januar 2018 gelten wird, festgelegt. Deswegen werden viele Kfz-Versicherte mit einer neuen Einstufung rechnen müssen.

Die Deutschen bewegen gut 40 Millionen Autos über die Straßen und jedes einzelne davon braucht eine Kfz-Versicherung. Der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) zählt dabei rund 27.000 verschiedene Fahrzeugtypen in 413 Zulassungsbezirken. Warum der GDV das zählt?

Weil für die Höhe der Versicherungsbeiträge neben Faktoren wie dem Alter des Fahrers und dem Schadenfreiheitsrabatt entscheidend ist, welches Auto der Versicherte fährt und wo es zugelassen ist. Schließlich ist das Unfallrisiko bei einem 300-PS-Sportwagen größer als mit einem alten VW-Bully, zudem wird der Sportwagen in einer Großstadt tendenziell schneller geklaut, als im Dorf auf dem Land.

Zehn nützliche Tipps zur Autoversicherung

Sportwagen gegen Familienwagen

Bei einem BMW ist die Diebstahlrate deutlich höher als bei einem Familienvan, ein VW-Golf ist häufiger in Unfälle verwickelt als ein Fiat Panda. Fahrzeugtyp und Klasse sind entscheidend, wenn es um die Beitragshöhe geht. Mehr Informationen über die Typklassen gibt es beim Gesamtverband der Versicherungswirtschaft.

Quelle: knip.de

Großstadt gegen Provinz

In Großstädten wie Berlin ist sowohl das Diebstahlrisiko als auch die Unfallgefahr größer, was die Versicherung teurer macht als in der Kleinstadt. Wer sein Auto hingegen in einer ländlichen Gegend anmeldet, verringert das Risiko und kann somit auch Geld sparen.

Familienstand und Versicherungsbeitrag

Bei verheirateten Paaren mit Kindern geht man eher von einem vorsichtigen Fahrstil und somit einem geringeren Unfallrisiko aus – dementsprechend sind auch die Beiträge für Familienmitglieder geringer.

Auch Fahranfänger können sparen

Fahranfänger haben anfangs noch keinen Schadenfreiheitsrabatt, können aber sparen: einfach von der Zweitwagenregelung Gebrauch machen und das Fahrzeug zum Beispiel bei den Eltern mitversichern. Schon wird der Anfänger nicht mehr als solcher eingestuft.

Marderschaden und die Folgen

Kaputte Schläuche durch Marderbisse sind häufig durch die Versicherung abgedeckt. Folgeschäden jedoch nicht. Für den Fall, dass der Schaden aber eine Weile unentdeckt bleibt, sollten diese mitversichert werden.

Unfälle mit Wild- und Nutztieren

„Haarwild“, das sind Wildschweine, Rehe und Hasen. Unfälle mit Haarwild sind meist abgedeckt. Vögel und Nutztiere, wie zum Beispiel Kühe oder Schafe, gehören jedoch nicht dazu, sollten aber bestenfalls eingeschlossen werden.

Werkstattbindung bei der Kfz-Versicherung?

Mit einer Werkstattbindung fällt der Versicherungsbetrag niedriger aus. Insgesamt können die Reparaturkosten aber steigen, weil Vertragswerkstätten der Versicherer teurer sein können.

Wer jährlich zahlt, fährt günstiger

Versicherungsnehmer sollten ihre Beiträge jährlich statt monatlich zahlen – das ist billiger.

Sturm, Hagel und Vandalismus

Schäden durch Sturm, Hagel, herabfallende Äste oder Vandalismus sind meist in der Teilkaskoversicherung inbegriffen. Wohnt man allerdings in risikoreichen Gebieten, die zum Beispiel häufig von Überschwemmungen betroffen sind, sollten diese Risiken in den Versicherungstarif mit aufgenommen werden.

Schadensfreiheitsrabatte

Pro schadenfreiem Jahr sinkt der Beitrag für die Versicherung. Bei Unfällen steigen hingegen die Beitragssummen. Bei kleinen Sachschäden sollte man auf jeden Fall gegenrechnen und den Schaden selbst bezahlen. Dann wird die Versicherung im nächsten Jahr nicht teurer. Die Versicherungen berechnen auf Wunsch, bis zu welchem Betrag sich das lohnt.

Der GDV legt deshalb jedes Jahr die sogenannten Typ- und Regionalklassen neu fest und stellt diese Liste den Kfz-Versicherern zur Verfügung. Die Klassen weisen dabei jedem Fahrzeugtyp und dem Wohnort des Autohalters Risikostufen zu. Zwar sind die Einstufungen dort unverbindlich, aber alle Versicherungen orientieren sich daran, um das Schadenrisiko für jedes versicherte Auto in der Beitragskalkulation zu berücksichtigen.

Die nun in den vergangenen zwei Wochen veröffentlichten, neuen Typ- und Regionalklassen, ändern somit den Versicherungsbeitrag bei etwa jedem dritten Autofahrer – oft nur geringfügig, manchmal aber doch erheblich, vor allem wenn ein Fahrzeugtyp oder eine Region gleich um mehr als eine Stufe nach oben oder unten geändert werden.

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Eine Billigstrategie verhalf der Huk-Coburg, die Marktführerschaft im Bereich der Autoversicherung zu festigen. Die Allianz will das nicht auf sich sitzen lassen und strukturiert um – wird aber nicht unbedingt günstiger.

Da die Kfz-Versicherungen in aller Regel bis zum Jahresende laufen und die neuen Typ- und Regionalklassen ab dem 1. Januar 2018 gelten, ändert sich für etwa jeden dritten Autofahrer durch die Neusortierung mit dem Jahreswechsel auch der Versicherungsbeitrag.

Versicherte können bei Kündigung ihres Vertrags bis spätestens zum 30. November für das kommende Jahr auf einen anderen Versicherungstarif ausweichen, sollte ihnen der alte Tarif zu teuer werden. Davon abgesehen haben Autofahrer ein Sonderkündigungsrecht mit einmonatiger Frist, sofern die Versicherung die Beiträge erhöhen will und dies schriftlich schon mitgeteilt hat. Dem Wechsel in eine günstigere Versicherung steht also nichts im Wege.

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