Handelsblatt App
Jetzt 4 Wochen für 1 € Alle Inhalte in einer App
Anzeigen Öffnen
MenüZurück
Wird geladen.

Handelsblatt testet

Seite 2 von 2

Messlatte liegt niedrig

Die Konditionen der Letztjahresbesten sehen auf den ersten Blick nicht gerade überragend aus. Die Messlatte liegt mittlerweile allerdings reichlich niedrig. Immer mehr Kreditinstitute verlangen indirekt sogar Strafzinsen für Einlagen ab einer gewissen Höhe.

Derzeit stellen laut einer Analyse des Zinsportals biallo.de 61 Banken und Sparkassen Privatkunden ein sogenanntes Verwahrentgelt in Rechnung. Bei Comdirect zum Beispiel wird seit Jahresbeginn für Einlagen über 250.000 Euro eine Gebühr in Höhe von 0,5 Prozent fällig.

Die Geldhäuser begründen diesen Schritt damit, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagenzinssatz im vergangenen Herbst auf minus 0,5 Prozent gesenkt hat. Marktbeobachter sind sich sicher: Immer mehr Kreditinstitute werden die Negativzinsen an ihre Kunden weiterreichen.

Auch Festgeldkonten, wo die Anleger während der Anlagedauer nicht auf ihr Erspartes zugreifen können, bieten kaum bessere Konditionen. Es gibt dort zwar etwas höhere Zinsen als für Tagesgeld, auch dort sieht es allerdings insgesamt mau aus.

Im vergangenen Jahr boten laut Herbsts Untersuchung unter den Banken mit gesetzlicher Einlagensicherung die französische Crédit Agricole und die deutsche Privatbank 1891 besonders oft die besten Konditionen. Momentan bekommen Kunden dort für 10.000 Euro Festgeld mit zwölf Monaten Laufzeit 0,51 Prozent Zinsen.

Grafik

Unter den Banken mit erweiterter deutscher Einlagensicherung standen 2019 die deutschen Ableger der türkischen Institute Ziraat Bank und Akbank am häufigsten an der Spitze. Dort gibt es momentan 0,5 beziehungsweise 0,61 Prozent. Unter den Banken, an deren Angebote deutsche Sparer via Vermittler kommen, standen die Alpha Bank Romania und die portugiesische Haitong Bank, Tochter des chinesischen Konzerns Haitong Securities, im vergangenen Jahr am häufigsten in den Top drei.

Aktuell zahlen die beiden Institute für 10.000 Euro Festgeld über zwölf Monate 1,05 beziehungsweise 1,1 Prozent Zinsen. Zum Vergleich: Sparkassen und Volksbanken zahlten zuletzt bundesweit im Schnitt nur 0,02 Prozent. Ein Bankenwechsel kann sich also auch im Zinstief lohnen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×