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25.10.2018

20:23

Pflegevorsorge

Worauf es bei einer Bankvollmacht ankommt

Von: Frank Wiebe

Pflegende brauchen mitunter nicht unter eine Vorsorgevollmacht, sondern auch Bankbefugnisse. Hier kommt es mitunter genau auf die Details an.

Eine Bankvollmacht ist gerade bei der Betreuung von alten oder dementen Menschen wichtig. dpa

Bankvollmacht

Eine Bankvollmacht ist gerade bei der Betreuung von alten oder dementen Menschen wichtig.

Frankfurt Wer für jemand anderen Bankgeschäfte erledigen will, stellt schnell fest, dass dies oft schwierig ist ohne eine entsprechende Bankvollmacht – unter Umständen zusätzlich zu einer Vorsorgevollmacht. Ingrid Fischer vom Wolfsburger Betreuungsverein sagt aus Erfahrung: „In der Regel verlangen die Banken eine eigene Bankvollmacht.“ Weniger Probleme gibt es dagegen, wenn bereits eine amtliche Betreuung eingerichtet wurde.

Manchmal bestehen Banken auch auf einer notariell beglaubigten Vollmacht. Vorgeschrieben ist eine notarielle Beurkundung der Vollmacht, wenn sie auch dazu dienen soll, Kredite aufzunehmen. Soll eine Immobilie verkauft werden, ist dazu eine öffentliche Beglaubigung notwendig. Aber häufig empfiehlt sich auch dabei eine Beurkundung.

Um eine Bankvollmacht einzurichten, müssen Vollmachtgeber und Bevollmächtigter sich beide ausweisen. Das Einfachste ist, zusammen zur Bankfiliale zu gehen. Möglich ist aber auch eine Identifizierung mit dem sogenannten Postident-Verfahren – die Formulare dazu gibt es bei der Post.

Aber auch die Bankvollmacht hat ihre Tücken. Die Postbank zum Beispiel hat auf Anfrage bestätigt, dass eine Adressänderung damit nicht möglich ist. Zwar weiß die Branche seit Langem, dass viele alte Menschen auf Hilfe bei der Erledigung von Bankgeschäften angewiesen sind. Die Vollmachten sind trotzdem mehr auf den Fall von Ehegatten zugeschnitten.

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    Wer zum Beispiel einen dementen Menschen betreut, kann schnell den Überblick über dessen Konto verlieren, wenn die Post immer weiter dem Betreuten zugestellt wird, der damit aber nichts mehr anfangen kann. Für diesen Fall kann es hilfreich sein, wenn rechtzeitig ein Onlinezugang eingerichtet wird und zum Beispiel Eltern einem ihrer Kinder die entsprechenden Daten zur Verfügung stellen. Wer als Betreuer fremdes Vermögen verwaltet, auch innerhalb der Familie, muss alle Belege sorgfältig aufheben und regelmäßig einen Bericht bei Gericht einreichen.

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