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25.08.2022

10:21

Ranking 2022

Die besten Unfallversicherungen: Worauf Versicherte achten müssen

Von: Dirk Wohleb

Von der Leiter rutschen, mit dem Auto in einen Unfall geraten – gegen die finanziellen Folgen können Policen schützen. Welche Tarife gut abschneiden – eine Übersicht.

Unfälle können Menschen urplötzlich vor die Herausforderung stellen, ihr Leben neu zu gestalten. Versicherungen können finanzielle Schäden abfedern. Imago/Westend61

Notarzt im Einsatz

Unfälle können Menschen urplötzlich vor die Herausforderung stellen, ihr Leben neu zu gestalten. Versicherungen können finanzielle Schäden abfedern.

Düsseldorf Ein Unfall kann dramatische Folgen haben. In deutschen Haushalten kommt es zu 2,8 Millionen Unfällen pro Jahr. Eine private Unfallversicherung leistet finanzielle Hilfe im Haushalt oder in der Freizeit, wenn durch einen Unfall Schäden bleiben.

Die gesetzliche Unfallversicherung kommt dagegen für Unfälle auf, die am Arbeitsplatz, im Homeoffice oder auf dem Weg von oder zur Arbeit passieren.

Verbraucherzentralen empfehlen die private Unfallversicherung für Selbstständige, Personen ohne Beruf, Hausfrauen und Hausmänner, für Personen mit sehr hohem Unfallrisiko und für Erwerbstätige, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen können.

Auch für Menschen, die in ihrer Freizeit einem riskanten Hobby nachgehen, kann eine Unfallversicherung infrage kommen. Sie müssen aber mit Risikozuschlägen rechnen.

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    Nur ein Prozent aller Schwerbehinderungen geht auf einen Unfall zurück. Nur in diesem Fall würde eine Unfallversicherung leisten. Daher bietet die Berufsunfähigkeitsversicherung einen deutlich besseren Schutz, weil auch Krankheiten eingeschossen sind.

    Bei der Unfallversicherung ist die Grundsumme wichtig. Sie gibt an, wie viel Geld der Versicherte bei 100 Prozent Invalidität bekommt. Bei 50 Prozent Invalidität wird die Hälfte der Summe ausbezahlt. Geringere Invaliditätsgrade sind häufig. Deshalb sollte die Versicherung schon bei geringen Einschränkungen bezahlen.

    Ein wichtiges Kriterium ist die Progression. Dabei handelt es sich um einen Steigerungsfaktor, der mit dem Grad der Invalidität zunimmt. Für das Ranking geht die Ratingagentur Franke und Bornberg von einer Progression von 500 Prozent aus. Bei einer Grundsumme von 100.000 Euro würde im Falle einer Vollinvalidität eine Zahlung von 500.000 Euro fällig.

    Je nach Vertrag leisten die Versicherungen eine Einmalzahlung im Falle der Invalidität. Auch Bergungskosten, kosmetische Operationen, Unfallrenten oder Hinterbliebenenschutz können Teil einer Police sein.

    Wie viel Geld ein Versicherter nach einem Unfall erhält, hängt von der Versicherungssumme und der gesundheitlichen Beeinträchtigung ab. Maßgeblich ist die Gliedertaxe. Sie gibt an, wie viel Prozent der Versicherungssumme Versicherer für den Verlust oder die Beeinträchtigung eines Körperteils zugrunde legen. Sie verwenden unterschiedliche Gliedertaxen. Um den passenden Tarif zu finden, empfiehlt sich die Beratung durch einen Versicherungsmakler oder einen Honorarberater.

    Insgesamt erhalten 14 Tarife der untersuchten 28 Versicherer von der Ratingagentur Franke und Bornberg die Höchstnote „sehr gut“. Wegen der unterschiedlichen Gliedertaxen sind Zahlungen im Invaliditätsfall unterschiedlich.

    Die Methodik

    Der Musterfall

    Die Versicherungsexperten von Franke und Bornberg gehen von einer Frau oder einem Mann im Alter von 30 Jahren aus. Die Person ist kaufmännisch oder handwerklich tätig. Die Police umfasst eine Grundsumme in Höhe von 100.000 Euro bei einer Progression von 500 Prozent. Sie schließt Leistungen im Todesfall und für die Bergung in Höhe von 10.000 Euro und für kosmetische Operationen bis zu 10.000 Euro ein.

    Die Bewertung

    Das Produkt‧rating von Franke und Bornberg macht 50 Prozent der Bewertung aus. Die jährlichen Prämien beider Muster‧fälle fließen zu jeweils 15 Prozent ein. Die Höhe der Invaliditätsleistung für Hand und Fuß geht jeweils zu zehn Prozent in die Gesamtnote ein.

    Die Waldenburger Versicherung schneidet im Musterfall mit dem Tarif „Premium Plus“ am besten ab. Sie kam insgesamt auf 94 von 100 möglichen Punkten. Hier muss eine 30 Jahre alte Person, die einen Vertrag mit einer Versicherungssumme von 100.000 Euro abschließt, als kaufmännische Angestellte eine jährliche Prämie von 148,75 Euro bezahlen. Bei einem Handwerker liegt die jährliche Prämie mit 213,25 Euro deutlich höher. Der Grund dafür: Der Versicherer geht von einem höheren Risiko aus.

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