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01.03.2023

11:00

Ranking 2023 Sachversicherungen

Die besten Versicherungen für Wohngebäude und Bauherrenhaftpflicht

Von: Dirk Wohleb

Der Schutz der eigenen Immobilie ist zentral. Worauf Hausbesitzer achten müssen und welche Tarife überzeugen.

Eine Versicherung schützt vor dem finanziellen Schaden am Eigenheim Imago

Hallig im Wattenmeer

Eine Versicherung schützt vor dem finanziellen Schaden am Eigenheim

Köln Die eigene Immobilie ist für die meisten Menschen der wichtigste Bestandteil ihres Vermögens. Es liegt deswegen nahe, möglichst alle damit verbundenen Risiken durch eine Versicherung abzusichern. Das fängt beim Bau an. Auf einer Baustelle gibt es eine Vielzahl von Gefahren.

Wenn es zu einem Unfall kommt, haftet der Bauherr für Sach- und Personenschäden. Denn jeder Bauherr ist verantwortlich dafür, dass von einer Baustelle keine Gefahr für Dritte ausgeht. Kommt dabei ein Mensch dauerhaft zu Schaden, geht es schnell um Millionen. Eine Bauherrenhaftpflichtversicherung schützt vor den finanziellen Folgen.

Die Ratingagentur Franke und Bornberg hat erstmals für das Handelsblatt Bauherrenhaftpflichtversicherungen analysiert. Sie hat die Angebote von 15 Versicherungsunternehmen bewertet. Im Musterfall handelt es sich um den Bau eines Hauses mit 156 Quadratmetern und einer Bausumme von 450.000 Euro. Die Mindestversicherungssumme liegt bei zehn Millionen Euro.

Die Experten haben einen strengen Maßstab für die Qualität entwickelt. Weil Franke und Bornberg bislang noch kein eigenes Rating für die Qualität der Policen hat, geht als Note der Qualitätsindex ein. Er gibt an, bis zu welchem Grad eine Police den Kriterienkatalog erfüllt.

>> Lesen Sie hier Ranking 2023 - die besten Versicherungen für Haftpflicht, Hausrat und Rechtsschutzversicherung

So hat die Ergo Versicherung mit ihrem Tarif „Bauherren-Haftpflicht Ein-/Zweifamilienhaus“ einen Qualitätsindex von 81 Prozent. Die Qualität geht zu 70 Prozent, der Preis zu 30 Prozent in die Berechnung ein. Der Tarif wird mit der Note „sehr gut“ bewertet.

Die Police der Ergo hat eine Versicherungssumme von 50 Millionen Euro für Personen- und Sachschäden. Eigenleistungen und Nachbarschaftshilfen im Wert von 750.000 Euro sind eingeschlossen. Der Schutz gilt für die gesamte Bauzeit, jedoch maximal für fünf Jahre. „In der Haftpflichtversicherung versichern wir Schäden, die Dritte aufgrund des Verschuldens unseres Kunden erleiden“, sagt Andreas Schütz, Abteilungsleiter Produktmanagement und Produktentwicklung bei der Ergo Versicherung.

Eine Wohngebäudeversicherung tritt ein, wenn ein Haus oder eine Wohnung beschädigt oder gar vollständig zerstört wird. In der Grunddeckung ist der Schutz gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser oder Naturgefahren wie Sturm und Hagel eingeschlossen. „Die stark gestiegenen Preise für Bauteile und Rohstoffe haben große Auswirkungen auf die Sparte Wohngebäudeversicherungen“, sagt Uwe Schumacher, Vorstandschef des Kieler Versicherers Domcura. Der Baupreisindex, an den die meisten Wohngebäudeversicherungen gekoppelt sind, stieg im vergangenen Jahr um 15 Prozent. Entsprechend legten die Prämien zu.

Franke und Bornberg hat die Tarife von 18 Versicherern unter die Lupe genommen. Dabei werden acht Tarife mit der Höchstnote „sehr gut“ ausgezeichnet. Die Experten gingen im Musterfall von einem 134 Quadratmeter großen Haus aus. Elementarschäden, grobe Fahrlässigkeit und Überspannungsschäden sind eingeschlossen.

Die Police „Einfamilienhauskonzept – Komfort-Schutz“ von Domcura, die mit der Höchstnote „sehr gut“ bewertet wurde, bietet einen umfassenden Schutz für Immobilienbesitzer. So werden Schäden durch Vandalismus bis 10.000 Euro ersetzt. Der Versicherer übernimmt Aufräum- und Abbruchkosten bis zu einer Million Euro.

Im Kundengespräch informieren Makler über Elementarschäden. „Kunden müssen sich explizit gegen solch eine Versicherung entscheiden“, erklärt Domcura-Vorstandschef Schumacher. Wie wichtig dieser Schutz sein kann, hat die Hochwasserkatastrophe von Juli 2021 gezeigt.

Der Klimawandel spielt eine zunehmend größere Rolle. „Stürme, Starkregen und Überschwemmungen nehmen deutlich zu und stellen Versicherer vor neue Herausforderungen“, sagt Ulrich Hoff, Bereichsleiter Sachversicherungen beim Versicherer rhion.digital. „Bedauerlicherweise haben nur rund 50 Prozent der Gebäudeeigentümer ihre Verträge mit Elementarschutz abgeschlossen.“

Als Immobilienbesitzer sollten Sie prüfen, ob Sie gegen Elementarschäden abgesichert sind. Sie sollten sich nicht darauf verlassen, dass der Staat nach einer Naturkatastrophe für die Kosten aufkommt. Nur in einem Prozent aller Fälle lehnen Versicherer einen Schutz gegen Elementarschäden wegen aufgrund hoher Risiken ab.

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