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12.06.2019

13:37

Zinsentscheid

Türkische Zentralbank belässt Leitzins bei 24 Prozent

Die türkische Zentralbank will ihre straffe geldpolitische Haltung beibehalten: Der Leitzins bleibt bei 24 Prozent. Die Lira legt daraufhin zu.

Türkei: Zentralbank belässt Leitzins auf 24 Prozent dpa

Türkei

Inmitten einer schweren Währungskrise berät die türkische Zentralbank über ihre zukünftige Geldpolitik.

Istanbul Vor der Wiederholung der Kommunalwahl in Istanbul hat die türkische Zentralbank die Leitzinsen bei 24 Prozent belassen. Zugleich kündigte die Zentralbank an, bei ihrer straffen Geldpolitik zu bleiben, um den Rückgang der Teuerungsraten zu unterstützen. „Die Entwicklungen der Inlandsnachfrage und die straffe Geldpolitik unterstützen die Disinflation“, erklärten die Währungshüter.

Die Entscheidung war erwartet worden: In einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters hatten 14 Ökonomen damit gerechnet, dass die Rate konstant bleibt.

Der Leitzins war im vergangenen September auf das aktuelle Niveau von 24 Prozent angehoben worden. Damit versuchte die Notenbank, den Kurs der türkischen Lira in der Währungskrise zu stützen, welche die Wirtschaft in eine Rezession gestürzt hatte. Allerdings ist die türkische Wirtschaft auch noch im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Prozent geschrumpft. Die jährliche Inflationsrate ist dagegen von einem 15-Jahres-Höchststand von 25,24 Prozent im Oktober auf 18,71 Prozent im Mai zurückgegangen.

Die türkische Lira hat seit Ende 2017 mehr als ein Drittel ihres Wertes zum Dollar verloren. Dabei spielen zum einen die angespannten Beziehungen zu den USA eine Rolle, zum anderen die Einflussnahme der Politik auf die Notenbank. Am Mittwoch kostete ein Dollar nach der Zinsentscheidung mit 5,7931 Lira etwa so viel wie am Dienstag – vor der Entscheidung waren es noch 5,8265 Lira gewesen.

Mehr: Investoren spekulieren auf eine rasche Zinssenkung in den USA. Lesen Sie hier, warum Anleger zu viel Vertrauen in die Fed haben könnten.

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