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Anzeige: Health-i ist eine Initiative der Handelsblatt Media Group und der Techniker Krankenkasse.

Health-i ist eine gemeinsame Initiative der Handelsblatt Media Group und der Techniker Krankenkasse

12.08.2022

15:18

Health-i Award 2022

Wer hat es ins Finale geschafft?

Innovation und Vielfalt sind ohneeinander nicht zu denken. Das hat die Jurysitzung zum diesjährigen Health-i Award 2022 gezeigt. Welche Lösungen es in die Endauswahl geschafft haben.

Uta Wagner

Die Jurysitzung 2022 in Düsseldorf

Die Jury der Health-i Awards hat sie ausgewählt: Die Finalisten des Bewerber:innen-Jahrgangs 2022. Rund fünf Stunden beleuchteten die acht Juror:innen die Lösungen der besten fünf Jungen Projekte, Start-ups und Unternehmen. Jedes Bewerber:innen-Team war zudem für einen persönlichen Pitch vor Ort in Düsseldorf. In bester Tradition präsentierten sich die Teams mit ihren Lösungen einer interessierten Jury, die offen, konstruktiv und interessiert nachfragte, um zu prüfen, wer ins Finale der Health-i Awards einzieht, die am 8. September in Berlin verliehen werden. Folgende Bewerber:innen-Teams sind im Finale dabei:

Die Stimmen der Jury

Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender Techniker Krankenkasse, über die Qualität der Health-i Bewerbungen

„Wir haben sehr hochwertige und innovative Bewerbungen erhalten. Besonders die Ideen in den Kategorien „Start-ups“ und „Junge Talente“ haben das hohe Engagement gezeigt, mit dem die Bewerberinnen und Bewerber ihre Projekte vorstellen. Die Pitches versprechen viel frischen Wind für das Gesundheitswesen in den kommenden Jahren.“

Charlotte Haunhorst, Head of Digital beim Handelsblatt, über Innovationsförderung im Gesundheitswesen

„Die Coronapandemie hat gezeigt, wie viel Potenzial in digitalen Gesundheitsprodukten steckt, aber auch, dass wir gezielt und überlegt fördern müssen, um gute Lösungen in die breite Gesundheitsversorgung zu bringen. Der Health-i Award setzt genau da an und ich freue mich, dass wir dieses Jahr Projekte auszeichnen, die die Kraft haben, das Leben vieler Menschen nachhaltig zu verbessern.“

Prof. Dr. Christoph Bauer, CEO ePrivacy GmbH, über Datenschutz bei Digital-Health-Lösungen

„Gesundheitsdaten sind hochsensibel und können in falschen Händen großen Schaden anrichten. Gleichzeitig bieten diese Daten ein enormes Potenzial zur Erforschung neuer Medikamente und Therapien. Gerade in der Gründungsphase von Gesundheitsunternehmen ist es enorm wichtig, (rechts)sichere und verantwortungsvolle Strategien für den Umgang mit sensitiven Gesundheitsdaten zu entwickeln. So können Datenschutz und Datensicherheit zu einem enormen Wettbewerbsvorteil führen anstatt ein Hindernis zu sein.“

Prof. Dr. Erwin Böttinger, Co-Director des Hasso Plattner Instituts für Digital Health, über Erfolgskriterien im Healthcare-Bereich

„Für wirtschaftlichen Erfolg von digitalen Lösungen im Gesundheitssektor ist neben einem klar erkennbaren Innovationsschub, einem überzeugenden Businessmodell und der Machbarkeit in der Praxis, entscheidend, ob Nutzer:innen eine nachhaltigen Mehrwert für sich wahrnehmen. Hier haben mich vor allem die disejährigen Finalist:innen überzeugen können. Es hat viel Spaß gemacht und war ein Privileg für mich, in der Jury für die Auswahl der Finalist:innen der Health-i Awards 2022 mitwirken zu dürfen.“

Michael Byczkowski, Head of Healthcare bei SAP, über digitale Gesundheitsplattformen

„Der Plattformgedanke ist grundsätzlich zeitgemäß und förderlich. Zu viele Plattformen führen aber zu Ineffizienz. Übergreifende Plattformen oder zumindest verbindliche und praxisnahe Standards für den Datenaustausch sind in Zukunft also unerlässlich, damit Patient:innen und Leistungserbringer:innen gleichermaßen profitieren können.“

Verena Fink, Geschäftsführende Gesellschafterin Woodpecker Finch, über die Vielfältigkeit der Lösungen im Health-i Finale

„Mich hat dieses Jahr die Vielfalt der Lösungen im Health-i Finale begeistert. Im vergleichsweise stark regulierten Sektor Healthcare ist es inspirierend zu sehen, welchen klare Mehrwerte diese Start-ups in den Markt bringen.“

Vanessa Schmoranzer, Partnerin bei diconium strategy, über die Skalierbarkeit digitaler Gesundheitslösungen

„Auch wenn das Segment durch Regularien und hohe Komplexität nicht ganz so einfach zu bedienen ist: Skalierung und Effizienzgewinne sind wichtig, um das Gesundheitssystem bezahlbarer zu machen und es so vielen Menschen zugutekommt. Aber nicht alles lässt sich exponentiell skalieren. Daher ist es wichtig, das System als Ökosystem zu verstehen und aufzubauen, damit selbst in der Nische maximale Wertschöpfung stattfinden kann.“

Junge Projekte im Finale: Bodytune, Breathment, Puray

Ob im Krankenhaus oder in der Pflege: Harnwegskatheter sind bei der stationären Versorgung von Menschen weit verbreitet. Statistisch gesehen kann es aber bei jedem zehnten Katheter zu einer bakteriellen Infektion kommen, die weitere Behandlungsschritte erfordert und zudem eine Belastung für Patient:innen ist. Was wäre also, wenn sich diese Art der Infektionen verhindern ließen? Diese Frage stellte sich auch das Team von Puray – und entwickelte einen Harnwegskatheter, der sich mittels UV-C-Licht selbst desinfiziert und das umliegende Gewebe dabei nicht schädigen soll. Mit dieser Lösung schaffte es Puray ins Finale der Health-i Awards 2022 in der Kategorie „Junge Projekte“.

Uta Wagner

Die Teams der Kategorie Junge Projekte

Ebenfalls in die Endauswahl schafften es Bodytune und Breathment. Bodytune analysiert mit einer Art Mikrofon die Durchflussgeräusche der Halsschlagader und kann so Hinweise darauf geben, ob sich Gefäße verengen und die Wahrscheinlichkeit ernsthafter Schäden erhöht. Die Anwendung soll für Patient:innen ganz einfach daheim möglich sein.

Breathment bietet digitale Unterstützung bei der Atemphysiotherapie, indem es Menschen mit Atemwegserkrankungen hilft, aufgetragene Atemübungen per Smartphone-Kamera zu überwachen. Die Lösung ist so konzipiert, dass Physiotherapie-Praxen, Rehazentren und Krankenhäuser sie über verschiedene Preismodelle einsetzen und ihren Patient:innen personalisierte Übungsprogramme anbieten können. Breathment erhöht die Intensität, Dauer, Erreichbarkeit und Wirksamkeit der Atemphysiotherapie.​

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    Nicht ins Finale schafften es CareCam und meal&heal.

    Start-ups im Finale: Cytolytics, DiHeSys, Endo Health

    Healthcare-Experte im Interview: „Am Ende geht es um die Antworten auf exakt drei Fragen“

    Healthcare-Experte im Interview

    „Am Ende geht es um die Antworten auf exakt drei Fragen“

    Als Heath-i Juror engagiert sich Michael Byczkowski, Global Vice President und Head of Healthcare Industry bei SAP, für digitale Gesundheitslösungen von morgen. Worauf achten Sie dabei, Herr Byczkowski?

    Die Analyse von Blut- oder Urinproben ist die Grundlage für einen Großteil medizinischer Entscheidungen. Je nach gefordertem Umfang können diese Untersuchungen nicht vor Ort in der Arztpraxis vorgenommen werden, sondern müssen in einem Zentrallabor durchgeführt werden. Cytolytics will diese Wartezeiten mit einem kleinen Gerät und dem Einsatz Künstlicher Intelligenz deutlich reduzieren. Die Analysezeiten für die Forschenden in institutionellen und industriellen Forschungslaboren, die durchflusszytometrische Forschung betreiben, ist Cytolytics zufolge von zwei bis drei Stunden auf drei bis sechs Minuten reduziert worden.

    Eine bessere Versorgung strebt auch DiHeSys mit seinem 3D-Tablettendrucker an. Ob Tablette oder hauchdünner Wirkstoffträger mit Ähnlichkeiten zu Esspapier: DiHeSys kann individuelle Wirkstoffkombinationen erstellen und fertigen. Der Einsatz findet unter dem rechtlichen Rahmen von Apotheken und auf Basis individueller ärztlicher Verordnung statt.

    Uta Wagner

    Die Teams der Kategorie Start-ups

    Ebenfalls im Finale befindet sich Endo Health mit seiner Endo App, die Endometriose-Patient:innen eine höhere Lebensqualität verschaffen soll und als digitales Medizinprodukt zugelassen ist. Die App aus den Händen eines Teams mit medizinischem Hintergrund umfasst unter anderem ein Endometriose-Tagebuch, Übungen sowie Kurse aus Physiotherapie, Gynäkologie, Psychologie, Yoga, Ernährungsmedizin und bietet soziale Unterstützung.

    Lellis und munevo erhielten nicht genügend Stimmen für den Finaleinzug.

    Unternehmen im Finale: anvajo, OnlineDoctor, Tiplu

    Jede:r zehnte Europäer:in zeigt im Laufe des Lebens mindestens ein klinisches Anzeichen einer chronischen Nierenerkrankung (CKD). 90 Prozent von ihnen bemerken dies zunächst nicht, da sie nur wenige bis keine Symptome haben. Die Diagnose erfolgt meist, wenn es zu spät ist und Dialyse oder eine Transplantation unabwendbar werden. anvajo hat sich zum Ziel gesetzt, die Prozesse zur Diagnose zu beschleunigen. Die Mission ist es, nutzerzentrierte, einfach anzuwendende Labortests für jedermann und überall anzubieten. Über die mobilen Geräte von anvajo erhalten Anwender:innen Zugang zu einer einzigartigen Kombination aus holographischer Mikroskopie und Spektrometrie, welche eine Probenanalyse vor Ort und in Zentrallabor-Qualität ermöglicht und dabei helfen soll, Nierenleiden früher zu erkennen.

    Uta Wagner

    Die Teams der Kategorie Unternehmen

    Wer kurzfristig einen Termin bei einem Hautarzt benötigt, hat oft nur geringe Chancen auf schnelle Hilfe. OnlineDoctor zählt zu den führenden Online-Plattformen für Teledermatologie und liefert über seine Ärzt:innen schnelle und kompetente Diagnosen – meist innerhalb von weniger als einem Arbeitstag. 85 Prozent aller Fälle lassen sich auf diese Weise vollständig digital behandeln. So entfallen Anfahrtszeiten und Wartezeiten. Mehr als 50 Krankenkassen erstatten bereits die Kosten für den Service von OnlineDoctor.

    Tiplu hat ein Machine-Learning-Netzwerk entwickelt, das die Fallakten aus derzeit 107 deutschen Kliniken datenschutzkonform analysieren kann. Das Ziel ist eine verbesserte Behandlung von Patient:innen, indem die Behandelnden auf Basis der Systeminformationen von Tiplu Insights dazu erhalten, welche Behandlungsschritte bei vergleichbaren Krankheitsbildern unternommen und abgerechnet wurden.

    Die Unternehmen neuroCare Group und Embloom erreichten das Finale nicht.

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