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ChefIn zu gewinnen ist eine Initiative der Handelsblatt Media Group. Die Inhalte dieser Seite wurden von Solutions by HMG und den teilnehmenden Unternehmen produziert.
Die Auswahl der teilnehmenden Unternehmen obliegt Solutions by HMG.
Chef zu gewinnen

27.05.2022

07:55

Jens Michael Peters, CEO von eprimo

„Man muss die Verantwortung mögen und wollen“

Von: Katja Stricker

Jens Michael Peters, CEO von Deutschlands kundenstärkstem Ökostromversorger eprimo, besuchte einen Vormittag lang einen Wirtschaftskurs des Technischen Gymnasiums Bruchsal.

Jens Michael Peters (vorne M.) besuchte einen Vormittag lang einen Wirtschaftskurs des Technischen Gymnasiums Bruchsal. Jürgen Altmann

„Chef zu gewinnen“

Jens Michael Peters (vorne M.) besuchte einen Vormittag lang einen Wirtschaftskurs des Technischen Gymnasiums Bruchsal.

Die Handelsblatt-Aktion „Chef zu gewinnen“ bringt jedes Jahr Topmanager in deutsche Schulen, wo sie sich den Fragen der angehenden Abiturienten rund um Berufs- und Karrierechancen stellen, aber auch ihre ganz persönlichen Erfolgstipps verraten.

Der Chef-Besuch in der Schule ist aber längst nicht alles: Bei einem Gegenbesuch auf der Chefetage erfahren die Oberstufenschüler, wie der Alltag „ihres“ Managers aussieht, wie in seinem Unternehmen gearbeitet wird – und ob es vielleicht sogar ein künftiger Arbeitsplatz für sie selbst sein könnte.

Die „Chef zu gewinnen“-Aktion ist ein fester Bestandteil der Initiative „Handelsblatt macht Schule“, mit der die Tageszeitung Wirtschafts- und Managementthemen stärker im Unterricht deutscher Schulen verankern möchte. Mehrere Dutzend Topmanager haben auf diese Weise schon ihre Erfahrungen mit Tausenden von Schülern geteilt.

Lust mitzumachen und einen Chef zu gewinnen? Hier geht es zu den Teilnahmebedingungen.


Herr Peters, wo stehen wir aktuell bei der Energiewende in Deutschland?

Wir sind auf einem guten Weg. Aber um unsere Klimaziele rechtzeitig zu erreichen, brauchen wir in Deutschland noch viel mehr Nutzer und Erzeuger von grüner Energie. Wir müssen beim Erneuerbaren-Ausbau noch etwa acht bis zehn Mal das schaffen, was wir  in den letzten 20 Jahren geschafft haben, um die Energiewende zu erreichen. Dafür ist jeder Einzelne gefragt, seinen Beitrag zu leisten und selbst so viel wie möglich grüne Energie zu nutzen und sich idealerweise auch beim Ausbau der Erneuerbaren aktiv einzubringen.

Gab es ein Schlüsselerlebnis, warum Sie sich für eine Karriere in der Energiebranche entschieden haben?

Ich war schon als Abiturient sehr an Technologie und Innovationen interessiert. Und auch das Thema Energie: damals kamen die ersten regenerativen Energien auf – das fand ich spannend und inspirierend. Denn Energie ist wichtig und zukunftsweisend für die Entwicklung unserer Gesellschaft und global gesehen, der gesamten Zivilisation. An den Antworten auf solche Fragen mitzuarbeiten, hat mich schon immer gereizt. Und manchmal helfen einem im Leben dann auch glückliche Umstände auf die Sprünge.

Zum Unternehmen - eprimo

Branche

Energie

Mitarbeiter

160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Firmensitz in Neu-Isenburg (bei Frankfurt/M.)

Berufseinstieg

Für Schüler: Praktika, duale Studiengänge. 

Für Studenten: Praktika, Werkstudentenjobs, Abschlussarbeiten. Absolventen: Direkteinstieg, Traineeprogramm.

Kontakt

Das müssen Sie erklären.

Ich hatte während meines Studiums der Elektrotechnik das Glück, sehr inspirierende Momente zu haben. Zum einen als Werkstudent bei IBM und später, als ich meine Diplomarbeit bei Volkswagen zum Thema E-Mobilität geschrieben habe. Diese beiden Stationen haben meinen Weg in die Richtung Energie gelenkt und geebnet. Seitdem bin ich der Branche treu geblieben, weil sie ständig in Bewegung ist und mir immer viele neue spannende Aufgaben ermöglicht hat.

Was sind aktuell die größten Herausforderungen für die Energiebranche?

Vor dem aktuellen Hintergrund natürlich die Frage, wie Deutschland, wie Europa unabhängig von den Energielieferungen aus Russland werden kann. Aber auch die schnell steigenden Preise für Energie haben uns noch einen zweiten sehr guten Grund gegeben, die Energiewende möglichst schnell voranzutreiben. Meine persönliche Überzeugung ist: Die Nutzung grüner Energie, sprich Ökostrom, muss das neue Normal werden - und fossiler Strom die Ausnahme. Um das zu erreichen, müssen wir noch viele weitere Haushalte für Ökostrom begeistern. Umso schneller werden wir dann, Stichworte Elektromobilität und Wärmepumpen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien vorantreiben können und damit die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern in den nächsten Jahren und Jahrzehnten spürbar reduzieren.

Vita - Jens Michael Peters

Alter

55

Job

CEO von eprimo

Karriere

Studium Elektrotechnik, Berufseinstieg bei Siemens Building Technologies in Berlin, danach zwei Jahre Tätigkeit in einem Ingenieurbüro in Spanien. Diverse Positionen bei RWE und der Tochter Innogy. 2014 Wechsel in die Geschäftsführung von eprimo nach Frankfurt, seit 2020 im E.ON-Konzern.

Wie kann das gehen?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) garantierte die letzten 20 Jahre attraktive und staatlich garantierte Konditionen für Privatpersonen und Unternehmen, die in erneuerbare Energien investierten. Dieses System ist jedoch an seine Grenzen gestoßen und muss jetzt dringend ergänzt oder ganz ersetzt werden. Im Angesicht der immensen Ausbau-Ziele für Erneuerbare Energien muss die Politik neue Anreize setzen, damit es sich für Haushalte und Unternehmen rasch finanziell lohnt, regenerative Energien zu nutzen und auch selbst zu produzieren. Wir sollten auf der anderen Seite aber auch die Nutzung fossiler Brennstoffe mit den Kosten belegen, die sie tatsächlich verursachen. Das kann beispielsweise über eine Ausweitung der CO2-Bepreisung funktionieren, deren Hochlauf für die nächsten Jahre in Deutschland schon beschlossen ist. Das sind die wichtigen Hebel für die Energiewende. Energie neu denken, bedeutet aber auch, daß ich mich als Bürger und Kunde auch aktiv einbringen kann- wir wollen hier aktiv unterstützen. Wichtig ist - wir müssen jetzt aktiv werden, denn uns läuft die Zeit davon.

Was ist die wichtigste Eigenschaft eines guten CEO?

Man muss die Verantwortung, die man trägt, mögen und wollen. Ich bin mir dieser Verpflichtung sehr bewusst, dazu gehört natürlich auch wirtschaftlicher Erfolg. Denn er sichert die Arbeitsplätze für die Menschen, die dort arbeiten – und zwar auch morgen und übermorgen. Ich wollte immer etwas mit Energie machen, in jeder Hinsicht – und da etwas bewegen. Das ist mein innerer Antrieb und meine ganz persönliche Motivation.

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