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Gallup Engagement Index

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Und, wie ist die Lage so?

Auch die wirtschaftliche Grundstimmung der befragten Arbeitnehmerschaft („Wie würden Sie heute die Wirtschaftslage in diesem Land einschätzen?“) lässt sich mit dem Adjektiv positiv umschreiben – auch wenn da durchaus noch Luft nach oben ist. Denn: nur sieben Prozent der Befragten würden die Lage als „hervorragend“ beschreiben. Sechs Prozent sind dagegen der Meinung, die Wirtschaftslage sei schlecht. Dazwischen finden 51 Prozent der deutschen Arbeitnehmer die Lage „gut“ und 37 Prozent bewerten sie mit „mittelmäßig“.

Wie Sie zu einem guten Ziel kommen

Marschrichtung erfragen

Erfragen Sie schon vor dem Gespräch, wie die Ziele des Unternehmens, die des Chefs und der Abteilung für den entsprechenden Zeitraum aussehen. Welche Wachstums- oder Sparziele sind angepeilt, welche Marschrichtung ausgegeben?

Persönliche Ziele

Überlegen Sie: Was sind Ihre eigenen Wunschziele für die kommende Zeit? Was wollen Sie in dieser Runde in Sachen Karriere, Gehalt und Weiterbildung erreichen? Wo liegt Ihre persönliche Minimallösung?

Win-Win-Situation

Wie passen Unternehmens- und Ihre eigenen Ziele zusammen? Was können Sie Ihrem Chef anbieten, mit dem Sie beide gut fahren? Von einer Win-win-Lösung hätten alle etwas.

Prioritäten klären

Bringt der Chef unrealistische Ziele ins Gespräch, picken Sie eines beispielhaft heraus und spielen Sie die Umsetzung mit ihm verbal durch. Er muss dann entscheiden, ob fehlende Kapazitäten für andere Projekte, längere Wartezeiten oder höhere Kosten etc. für ihn akzeptabel sind. Klären Sie Prioritäten ab.

Wischiwaschi vermeiden

Ziele sollten möglichst präzise, mess- und überpüfbar sein. Wischiwaschivereinbarungen sind zwar anfangs schön bequem für alle Beteiligten, aber extrem streitanfällig. Zudem wissen Sie dann nie, wann Sie Ihr Pensum erfüllt haben und wann nicht.

Quantitative und qualitative Ziele

Üblicherweise werden quantitative Ziele – wie fünf Prozent mehr Umsatz, zehn neue Kunden – und qualitative Ziele – neue Verfahren erlernen, Verantwortung übernehmen, Mitarbeiter einarbeiten – vereinbart. An quantitativen Zielen gibt es für Mitarbeiter meist wenig zu deuteln. Sie werden aus den Firmen- und Chefzielen heruntergebrochen. Verhandelbar ist aber der Weg zum Ziel. Bei qualitativen Zielen haben Chefs mehr Spielraum und akzeptieren Vorschläge, so lange sie ihnen und dem Unternehmen weiterhelfen.

Was ist wirklich machbar?

Ob man dem Chef schon bei drei oder erst bei einem Dutzend Zielen Einhalt gebietet, hängt von ihrem Umfang oder Schwierigkeitsgrad ab. Maßgeblich ist, wie viel in diesem einen Jahr wirklich machbar ist und was sich für einen noch gut anfühlt. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie sich in tausend Kleinstzielen verlieren oder Sie die Last allzu großer Einzelziele von Beginn an niederdrückt.

Stufenziele

Schlau sind Stufenziele: Bei 100 Prozent Trefferquote gibt es den vollen Bonus, bei 50 Prozent nur die Hälfte.

Aus eigener Kraft

Ziele fallen immer ein bisschen ambitioniert aus. Trotzdem sollte man sie aus eigener Kraft erreichen können und nicht auf Wunder angewiesen sein.

Vorgesetzte

Merke: Grundsätzlich haben Vorgesetzte ein Interesse daran, dass man seine Ziele erreicht, sonst laufen sie Gefahr ihre eigenen Hausaufgaben zu verpatzen.

Dass mit der Wirtschaftslage und der tatsächlichen Zufriedenheit am Arbeitsplatz ist dann vielleicht ein bisschen so wie mit einem nicht ganz perfektem, mittelmäßigem Hotel am Urlaubsort (hier stellvertretend für die Wirtschaftslage). So lange die Aussicht prima, die Lage top und das Personal (mein Chef) freundlich ist, scheint das unserer allgemeinen Lebenszufriedenheit als Arbeitnehmer keine großen Kratzer zufügen zu können. So gab jeder zweite befragte Arbeitnehmer an, dass er absolutes Vertrauen in die finanzielle Zukunft seines Unternehmenns hat. Ein Wert, der vor zehn Jahren nur bei 29 Prozent lag. Stichwort: Mikro- und Makrokosmos!

Nach wie vor, so heißt es, zittert auch kaum einer um seinen Job. Wenn sie über ihren Arbeitsplatz nachdenken, dann würden 43 Prozent der Befragten sagen, dass er sogar noch sicherer sei als vor einem Jahr. Ungefähr genauso sicher wie vor einem Jahr fühlen sie 49 Prozent und dass der eigene Arbeitsplatz unsicherer geworden ist, denken nur acht Prozent.

Trotzdem gibt es – das zeigt die Gallup Studie – viele Dinge im Mikrokosmos Arbeitsleben, die das gerade beschriebene Idyll einer positiven Arbeitswelt ins Wanken bringen. Ein Ergebnis, dass nicht nur die gute Stimmung trübt, sondern der deutschen Wirtschaft auch herbe finanzielle Nadelstiche setzt.

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