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26.07.2022

10:59

Gastkommentar

Deutschland vor einem Umbruch vom Ausmaß der Französischen Revolution

PremiumDie postindustrielle Ordnung gelingt nur ohne soziale Schieflage, wenn Investoren, Manager und Verwalter neue Allianzen schließen, fordern Thomas Sattelberger und Winfried Felser.

FDP-Politiker Thomas Sattelberger und Unternehmer Winfried Felser imago/argum, Montage

Die Autoren

Thomas Sattelberger (li.) ist Bundestagsabgeordneter (FDP) und früherer Vorstand bei Deutscher Telekom und Continental.

Winfried Felser ist Internetunternehmer, Zukunftsforscher und Autor. Er hat das Fraunhofer-Anwendungszentrum für logistikorientierte Betriebswirtschaft in Paderborn mitgegründet.

Die Französische Revolution hat Europas Geschichte geprägt wie kaum ein anderes Ereignis. Heute stehen wir an einem ähnlichen Punkt wie damals: vor dem Übergang zu einer postindustriellen Ordnung.

Auch unsere Gesellschaft weist verblüffende Parallelen zur damaligen feudalen Ständegesellschaft auf. Emmanuel Joseph Sieyès, einer der Haupttheoretiker der Französischen Revolution, hat 1789 gefragt: „Was ist der dritte Stand?“

Zu Sieyès’ Hoffnungsträgern zählten damals vom Großbürgertum über Handwerkerschaft und Bauernstand bis zu den städtischen Unterschichten alle, die nicht zu den ersten beiden Ständen gehörten, also rund 98 Prozent der Bevölkerung. 500.000 Klerikern und Aristokraten standen 25 Millionen Drittständler gegenüber. So viele und so politisch irrelevant!

„Was ist der dritte Stand? Alles. Was ist er bis jetzt in der staatlichen Ordnung gewesen? Nichts. Was verlangt er? Etwas darin zu werden“, so Sieyès.

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