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29.07.2022

11:49

Kommentar

Konter von Siemens auf Turbinen-Saga von Gazprom war überfällig

Von: Kathrin Witsch

PremiumSeit Wochen liefert Russland zu wenig Gas und begründet das mit einer fehlenden Turbine von Siemens Energy. Nun lässt der Konzern die Saga platzen – endlich.

Gas in einem Gasspeicher dpa

Speicher für Gas

Mit technischen Ausreden kann Gazprom jetzt nicht länger argumentieren, meint unsere Redakteurin.

Düsseldorf Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen, die deutsche Energiesicherheit hänge an einer einzigen Turbine. Dafür haben die Machthaber im Kreml mit ihrer Propaganda gesorgt. 

Wochenlang hat die russische Regierung behauptet, sie könne nur einen Bruchteil der möglichen Gasliefermengen über die Ostseepipeline Nord Stream 1 schicken, weil eine Turbine von Siemens Energy fehle. Also setzte die Bundesregierung alles daran, besagte Turbine trotz Sanktionen wieder nach Russland zu schaffen, die sich zwecks Reparatur in Kanada befand. 

Gegen jedwede Widerstände lenkte Kanada ein, die Turbine wurde ins Flugzeug verfrachtet und befindet sich nun seit anderthalb Wochen auf deutschem Boden. Sie könnte längst wieder in Russland sein. Doch Gazprom zufolge stelle Siemens Energy trotz wiederholter Aufforderung wichtige Dokumente nicht bereit. Seit 14 Tagen geht das so.

Nord Stream 1: Siemens Energy widersprach Gazprom zunächst nicht

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