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01.07.2022

11:13

Der Chefökonom – Kommentar

Die (un)heimlichen Kosten der Zinswende: Lagarde bleibt nichts übrig, als das Zinsniveau zu erhöhen

Von: Bert Rürup

Die Sparer hoffen auf höhere Erträge. Doch steigende Zinsen bringen auch Verlierer hervor. Die Risiken von Kollateralschäden im Kampf gegen die Inflation werden oft verdrängt.

Christine Lagarde bleibt angesichts des großen Risikos, dass aus der aktuellen Teuerung eine veritable Inflation wird, gar nichts anderes übrig, als über die Leitzinsen das gesamtwirtschaftliche Zinsniveau zu erhöhen. dpa

Christine Lagarde

Christine Lagarde bleibt angesichts des großen Risikos, dass aus der aktuellen Teuerung eine veritable Inflation wird, gar nichts anderes übrig, als über die Leitzinsen das gesamtwirtschaftliche Zinsniveau zu erhöhen.

Kürzlich bekräftigte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli die Zinswende einleiten wird – zunächst soll der Leitzins um 0,25 Punkte steigen.

Der durchgängige Tenor der Leitartikel und Kommentare insbesondere in deutschen Medien auf diese erste Zinserhöhung im Euro-Raum seit elf Jahren ist absehbar: „endlich“, „zu spät“, „zu zaghaft“. In kaum einem anderen Euro-Land dürfte es mehr Befürworter dieses Zinsschritts geben als in Deutschland.

Zweifellos wäre es aus heutiger Sicht klüger gewesen, wäre die EZB bereits früher aus dem von Lagardes Vorgänger Mario Draghi eingeschlagenen Antideflationskurs ausgestiegen. Denn bei nüchterner Betrachtung war die von Draghi bekämpfte Deflation zu keiner Zeit ein echtes Problem, sondern mehr ein Gespenst, das in erster Linie vom Direktorium und der Mehrheit des EZB-Rates gesehen wurde.

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