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29.07.2022

04:02

Der Chefökonom – Kommentar

Lehren der Vergangenheit: Die Inflation nimmt Fahrt auf, wenn man über sie spricht

Von: Bert Rürup, Jörg Lichter

PremiumWie vor etwa hundert Jahren klettern auch heute die Preise für viele Güter des täglichen Lebens immer schneller. Die deutsche Geschichte wiederholt sich trotzdem nicht.

Bereits vor 100 Jahren hat die Reichsbank ähnliche Maßnahmen ergriffen wie die EZB. dpa

Europäische Zentralbank

Bereits vor 100 Jahren hat die Reichsbank ähnliche Maßnahmen ergriffen wie die EZB.

Die Deutschen gelten als Inflationsphobiker. Genauso wie sich in den USA die Massenarbeitslosigkeit in den 1930er-Jahren den Menschen in das kollektive Gedächtnis einbrannte, wurde die Hyperinflation der frühen 1920er-Jahre zu einem kollektiven Trauma der Deutschen.

Noch heute fürchten die Amerikaner auch bei unbedeutenden Gelegenheiten eine sich verfestigende Massenarbeitslosigkeit, während die Deutschen in jedem kräftigeren Anstieg der Preise den Vorboten einer Hyperinflation vermuten, wie es vor mehr als 30 Jahren der damalige US-Finanzminister James Baker auszudrücken pflegte.

Dieser Glaubensstreit wurde in der vergangenen Dekade oft im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zwischen dem vom US-Gedankengut geprägten ehemaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi und dem damaligen Bundesbankpräsidenten Jens Weidmann ausgetragen.

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