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Essay

Seite 4 von 4

Über die Förderung der vorschulischen, schulischen und außerschulischen Bildung von Migranten ist bereits viel diskutiert worden, sie muss nun konsequent umgesetzt werden. Alle Kinder sollten möglichst früh Deutsch lernen. Sinnvoll ist auch, mehr Lehrkräfte mit Migrationshintergrund einzustellen und die Schulsozialarbeit zu stärken, um die Fachlehrkräfte zu entlasten, das Lernumfeld zu verbessern und die schicht- und migrationsspezifischen Probleme im Schulalltag zu beheben.

Neben staatlichen Bemühungen sollte auch die Elterngeneration in der Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder bestärkt werden. Die intensivere Einbeziehung des familiären Umfeldes in schulisches und außerschulisches Lernen könnte hier ein geeignetes Mittel sein, um Bildungs- und Berufskarrieren von Zuwandererkindern verstärkt zu fördern. Eltern sollten umfangreich über die Deutschkenntnisse ihrer Kindern und deren Förderung informiert werden und dazu motiviert werden, ihren Kindern den optimalen Erwerb der deutschen Sprache zu ermöglichen. Ein Beispiel dabei sind die bundesweiten Elternintegrationskurse, bei denen neben dem Hauptlernziel Sprachkenntnisse vor allem Wert auf die Behandlung der Themen Erziehung, Bildung und Ausbildung der Kinder gelegt wird.

Ein weiterer Ansatzpunkt liegt in der Unterstützung der elterlichen Erziehungskompetenz sowie einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen Migranteneltern und den Bildungsinstitutionen. Für die Zusammenarbeit mit Eltern haben sich Programme bewährt, bei denen Kooperationen zwischen Bildungseinrichtungen und Akteuren mit Multiplikatorenfunktion gefördert werden. Im vorschulischen Bereich gibt es zudem unterschiedliche Programme zur Förderung des Bildungserfolgs von Migrantenkindern, die Hausbesuche und Gruppentreffen vorsehen oder Sprachförderprogramme, in denen Mütter mit Migrationshintergrund darin angeleitet werden, ihr Kind sprachlich zu fördern. Schulbegleitende Programme dienen der Information von Migranteneltern über die Struktur des deutschen Bildungssystems.

Die Studie im Internet: www.bamf.de/forschung

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    Sonja Haug arbeitet als Forscherin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge.

    Kommentare (9)

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    yahel

    02.11.2009, 18:25 Uhr

    Hier geht kein Kommentar

    yahel

    02.11.2009, 18:27 Uhr

    Doch, Teil 1
    Wieder eine Studie die regierungsamtlich widerlegen soll, was bürger, nicht nur in berlin, im täglichen Umgang mit Muslimen nicht erst erforschen müssen, sondern erleben. Und da geht es nicht um das Herkunftsland oder das „Kopftuch“, sondern um das Auftreten bestimmter Muslimgruppen gegenüber der autochthonen bevölkerung. Hier ist nicht der weibliche Teil dieser Sozialisation auffällig, sondern der männliche.
    Die Größe und Zugehörigkeit zu islamischen Glaubensrichtungen dieser bevölkerungsgruppe wurde nicht ermittelt, sondern auf Grund einer durch infratest durchgeführten Telefonbefragung geschätzt. bei einer Straßen- oder Haustürbefragung hätte das Ergebnis wohl anders ausgesehen.

    bei dem Hinweis auf das „Kopftuch“ sollten die Autoren statt dessen, den begriff Schamtuch verinnerlichen, denn das Schamtuch wird getragen, um die Scham der Frau zu bedecken und nicht, wie es unsere Mütter und Großmütter in den 1950 - 60er Jahren taten, um ihre Frisur/Dauerwelle bei besonderen Witterungslagen zu erhalten. Das Kopftuch wurde in geschlossenen Räumen grundsätzlich abgelegt. Eine Muslima legt es nur im Haus ab und auch nur dann, wenn keine fremde, besonders männliche Person, anwesend ist. Zwischen Kopftuch und Schamtuch besteht daher ein gravierender Unterschied.
    Viele Muslime berufen sich diesbezüglich auf den Koran, nur steht dort nichts davon, daß sich Frauen in der Öffentlichkeit zu bedecken haben. Die Gründe dafür liegen in deren archaischen Gesellschaftsstrukturen und sollen die Frauen, so zum Neutrum gemacht, vor „Vergewaltigung“ schützen. Statt dieser „Schutzmaßnahme“ wäre es doch wesentlich einfacher, die männliche Jugend dieser Sozialisation dahingehend zu erziehen, den weiblichen bewohnern dieser Erde die Wertschätzung entgegenzubringen, die sie für sich ganz dreist von allen anderen Menschen einfordern ohne sich selbst in die Pflicht zu nehmen.

    yahel

    02.11.2009, 18:32 Uhr

    ich geb's auf

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