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16.09.2019

16:29

Kommentar

Allein mit glitzernden Karossen hat die IAA keine Zukunft

Von: Stefan Menzel

Deutschlands größte Automesse befindet sich auf einem Schrumpfkurs. Das klassische Messeformat hat sich überlebt – neue Ideen müssen her.

Nicht nur der bayrische Autobauer spart beim Messeauftritt in Frankfurt. dpa

BMW auf der IAA

Nicht nur der bayrische Autobauer spart beim Messeauftritt in Frankfurt.

BMW streicht die Ausstellungsfläche von 10.000 auf 3000 Quadratmeter zusammen, 30 Automarken sind gar nicht erst nach Frankfurt gekommen, und der veranstaltende Verband der Automobilindustrie (VDA) bestreitet seinen Jahresetat nur noch zur Hälfte aus den Erlösen der IAA.

Deutschlands wichtigste und größte Automesse befindet sich unbestritten auf Schrumpfkurs. Die großen Autokonzerne verzichten zunehmend auf die immens teuren Messeauftritte und gehen andere Wege bei der Präsentation ihrer Produkte.

So, wie das beispielsweise Porsche gemacht hat: Das neue Elektromodell Taycan erlebte schon Anfang September an drei verschiedenen Standorten rund um den Globus seine Weltpremiere und nicht erst eine Woche später auf der IAA in Frankfurt.

Das klassische Messeformat hat sich zumindest in der Automobilbranche überlebt. Es geht nicht mehr nur darum, neue Modelle mit viel Glimmer und Glitzer zu präsentieren. Umwelt- und Klimaschutz ist zu einem ganz zentralen Thema für die Auto fahrende Kundschaft geworden, also muss sich die Automobilindustrie darum auch auf einer Branchenmesse kümmern.

Kommunikation rund um das Thema Mobilität: Damit werden sich moderne, auf die Zukunft ausgerichtete Automessen von sofort an beschäftigen müssen.

Immerhin sind diese Botschaften auch schon bei den Unternehmen und beim VDA angekommen. Sie haben allesamt verstanden, dass es so wie in der Vergangenheit nicht weitergehen kann. Allen Beteiligten ist klar geworden, dass die IAA nach klassischem Muster in diesem Jahr wahrscheinlich ihre letzte Neuauflage erlebt hat.

Es kann sehr gut sein, dass sich der VDA künftig vom Frankfurter Messegelände verabschiedet und mit einer Veranstaltung neuen Formats in eine andere Stadt wechselt. Wenn dann Berlin oder Köln an die Reihe kommen sollten, dann hätten diese Städte es einfach besser gemacht.

Kommentare (1)

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Herr Matthias Moser

16.09.2019, 17:34 Uhr

Warum nicht eine Technologieschau der neuen Ideen? Neue Kraftstoffe, neue Motorentechnologien, neue Mobilitätsideen? Den noch stärkeren AMG braucht selbst der Freak nicht mehr.

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