MenüZurück
Wird geladen.

28.11.2018

16:40

Kommentar

Altmaiers Gründungsinitiative ist lobenswert – nun müssen Taten folgen

Von: Dana Heide

Die Gründungsoffensive der Wirtschaftsverbände und Peter Altmaier ist ein richtiger Schritt. Es kommt nun darauf an, ob die Initiatoren auch liefern.

Der Wirtschaftsminister hat sich für seine Gründerinitiative die vier größten Wirtschaftsverbände an deine seine Seite geholt. Reuters

Peter Altmaier

Der Wirtschaftsminister hat sich für seine Gründerinitiative die vier größten Wirtschaftsverbände an deine seine Seite geholt.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier scherzt gerne, dass er zwar nicht das wichtigste, aber das gewichtigste Kabinettsmitglied sei. Um auch sein politisches Gewicht zu verstärken, hat er sich nun die vier wichtigsten Wirtschaftsverbände des Landes an seine Seite geholt.

Mit ihrer „Gemeinsamen Erklärung zur Gründungsoffensive“ setzt das breite Bündnis ein wichtiges Signal: Wir wollen mehr Unternehmensgründer in Deutschland – und sind bereit, uns dafür mehr einzusetzen. Das Signal ist ohne Wenn und Aber positiv. Innovationen finden häufig in kleinen Unternehmen statt. Und Innovationen sind es, die Deutschland dringend braucht.

An dem Versprechen, dass die Verbände und der Bundeswirtschaftsminister geben, werden sie sich messen lassen müssen. Dank konkreter Zahlen zum Gründungsgeschehen in Deutschland ist das einfach möglich.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die gemeinsame Erklärung deshalb zuallererst ein Versprechen, was nicht leicht zu erfüllen ist. Manches von dem, was dort aufgelistet wird, kommt einem sehr bekannt vor. Vor Altmaier hatten sich schon Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries und davor Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel um mehr Gründer bemüht. Auch sie wollten bessere Bedingungen für Wagniskapital und mehr Gründergeist.

Das Papier bietet abermals einige gute Ansätze, Beispiel: Lust auf Selbstständigkeit machen. Warum nicht mal die Gründung eines kleinen Unternehmens auf den Lehrplan setzen? Die Kinder dürften dort mehr über Teamwork und wirtschaftliche Zusammenhänge lernen, als in mancher Stunde Frontalunterricht. Auch die Entlastung von Bürokratie steht schon seit Langem ganz oben auf der Wunschliste der Gründer.

Es kommt jetzt darauf an, ob die Initiatoren auch liefern. Altmaier und seine Mitstreiter müssen für ihre Vorhaben Bundesfinanzminister Olaf Scholz, aber auch die Chefs der Bundesländer überzeugen. Abgerechnet wird zum Schluss.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×