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02.07.2019

16:57

Kommentar

Der 100-Euro-Schein ist ein Problem und gehört abgeschafft

Von: Frank Wiebe

In Deutschland wird viel mit Bargeld bezahlt. Doch große Geldscheine will niemand haben – auch kein Geschäft. Es bleibt nur eine Konsequenz.

Handelsblatt Live

„Ich bin nicht gegen Bargeld, aber...“

Handelsblatt Live: „Ich bin nicht gegen Bargeld, aber...“

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Deutschland ist Bargeldland – das wissen auch Ausländer, die zu uns kommen. An manchen Flughäfen und Bahnhöfen ist es immer noch schwierig, ein Taxi zu bekommen, das man mit Kreditkarte oder gar noch exotischeren Mitteln bezahlen kann. Wenn ein Besucher deswegen am Automaten ein paar Scheine zieht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein 100er dabei ist.

Und wer mit dem 100er im Geschäft bezahlen will, kann sehr schnell ein gutes Beispiel deutscher Unfreundlichkeit erleben. Oder aber zuschauen, wie hektische Aktivität ausbricht, um, notfalls unter Zuhilfenahme des privaten Portemonnaies, das Wechselgeld zusammenzukratzen.

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Kommentare (16)

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Herr Helmut Metz

02.07.2019, 17:46 Uhr

Wenn das Bargeld demnächst wieder mit Schubkarren transportiert werden muss wie anno 1922 / 23 (wobei die Karre wesentlich mehr wert war wie ihr Inhalt), dann wird man sich über große Nominale freuen.
Und auch ich möchte mir keinen Bruch heben, wenn ich mir eine neue Otto- (und garantiert nicht E-) motorisierte Karre zulege, und der Verkäufer, wie ich selber auch, ein "Nur-Bares-ist-Wahres"-Fetischist ist...

Frau Ann-Kathrin von Thaden

02.07.2019, 17:59 Uhr

Ich kann diesem Kommentar auch nicht viel abgewinnen. Hebt man größere Summen ab, können 100er dabei sein, dann sind aber auch 5er, 10er und 20er dabei, die man für kleinere Einkäufe beim Bäcker nutzen kann. Bei größeren Geschäften, Tankstellen etc. stellen 100er kein Problem dar.
Die Abschaffung des Bargelds hat aus meiner Sicht mehrere Problemstellen. Die Abhängigkeit zur (doch nicht immer ganz so zuverlässigen) Technik ist schon das erste Problem. Und mittlerweile kann ich auch mit Mitte 20 nachvollziehen, was ältere Menschen meinen, wenn sie sagen, dass man beim Geldausgeben ein anderes Gefühl hat, wenn man mehrere Scheine aus dem Geldbeutel zieht, anstatt nur seine Karte aufs Lesegerät zu legen. Dieses Gefühl fürs Geld und das Abschätzen des Gegenwertes (z.B. investierte Zeit am Arbeitsplatz) geht verloren, wenn bald nur noch elektronisch Geld fließt. Zusätzlich bin ich zwar nicht pingelig was meine Daten angeht, allerdings ist es (ganz ohne Verschwörungstheorie und Chemtrails) ganz nah am Überwachungsstaat, wenn ausnahmslos alle Transaktionen elektronisch abgewickelt und gespeichert werden und Behörden wie Finanzämter grundsätzlich jederzeit Zugriff erhalten.

Herr Helmut Metz

02.07.2019, 19:31 Uhr

Herr Wiebe sollte insbesondere das Buch seines HB-Kollegen Norbert Häring lesen: "Schönes neues Geld".
Bargeld verhindert letztendlich den total gläsernen Bürger. Darüber hinaus will man mit der Abschaffung gerade großer Nominale bei geplanten Negativzinsen die Cash-Hortung erschweren -> "Finanzielle Repression". Es geht hier auch nicht unbedingt um den kleinen Dumm-Michel mit ein paar Hundertern Cash, sondern um große Player.
Ich persönlich horte KEIN Cash, sondern bevorzuge richtig harte Assets. Richtig harte Assets sind beispielsweise auch richtig knappe Oldtimer oder richtig knappe Van Goghs. Die haben nur den Nachteil ,dass sie wesentlich illiquider sind als Cash - und bei einer evtl. Starkdeflation auch ziemlich schlecht "performen". ;-)

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