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25.02.2019

17:50

Kommentar

Der Börsengang wird für Techfirmen zum wichtigen Realitätstest

Von: Astrid Dörner

Eine neue Generation von Start-ups drängt aus dem Silicon Valley an die Börse. Die muss aber erst beweisen, dass sie ihr Geld wert ist.

Der Zimmervermittler wächst stetig und ist bereits seit zwei Jahren profitabel – anders als viele seiner Konkurrenten. dpa

Airbnb

Der Zimmervermittler wächst stetig und ist bereits seit zwei Jahren profitabel – anders als viele seiner Konkurrenten.

Einhörner nennt man sie, die Stars aus dem Silicon Valley, die mit ihren innovativen Geschäftsmodellen eine Bewertung von über einer Milliarde Dollar erzielen. In den vergangenen Jahren hat es in Amerikas Technologiezentrum einen regelrechten Einhorn-Boom gegeben.

Nun streben sie an die Börse. Dass Aktien von Lyft, Uber, Pinterest, Airbnb, Slack und Co. für eine gewisse Euphorie sorgen, ist verständlich. Die Aktien der großen Tech-Giganten wie Apple, Netflix, Google und Facebook waren lange Zeit die Überflieger an den amerikanischen Aktienmärkten. Wer den frühen Einstieg dort verpasst hatte, bekommt nun die Chance, bei der neuen Generation der Tech-Unternehmen früh mit dabei zu sein.

Dass die Einhörner auch in der rauen Welt der Wall Street bestehen werden, ist nicht garantiert. Sie müssen beweisen, dass sie nicht nur in einer geschützten Welt erfolgreich sein können, in der Geld im Überfluss von Risikokapitalgebern strömt. Nun geht es darum, ihre Vision möglichst gewinnbringend kritischen Aktionären zu verkaufen.

Das kann gelingen, schließlich spielen viele dieser Start-ups längst eine wichtige Rolle in unserem Alltag, bedienen also einen wichtigen Markt. Doch sie müssen zeigen, dass ihr Geschäftsmodell funktioniert. Und das wird nicht immer einfach sein.

Uber etwa hat seine Verluste reduziert, meldet im vierten Quartal aber immer noch ein Minus von 1,8 Milliarden Dollar.

Neuemissionen: Tech-Firmen aus dem Valley drängen an die Börse

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2019 soll das Jahr der großen Tech-IPOs werden. Start-ups wie Lyft, Uber und Pinterest streben aufs Parkett. Experten warnen vor überzogenen Bewertungen.

Wie die Einhörner an der Börse abschneiden, wird auch ein wichtiger Test für deren Züchter, die Venture-Capital-Firmen, die das rasante Wachstum von Uber, Lyft und Co. erst möglich gemacht haben. Mit ihrem Fokus auf Größe statt Profitabilität haben sie es geschafft, schwindelerregende Bewertungen für ihre Unternehmen zu erzielen.

Uber etwa könnte an der Börse 90 Milliarden Dollar wert sein – oder auch nicht. Es wird ein wichtiger Realitätstest, wenn sich Einhörner mit herkömmlichen Unternehmen vergleichen lassen müssen. Das Ergebnis wird auch die nächste Generation aus dem Silicon Valley prägen.

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