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11.09.2019

04:01

Kommentar

Der Kampf gegen den Klimawandel braucht einen globalen Plan

Von: Kathrin Witsch

Die Energiewende ist ein sehr deutsches Thema. Doch die einzige Chance, das Klima zu schützen, liegt in einer weltweiten Zusammenarbeit.

Deutschland steht in der Verantwortung, zu zeigen, dass selbst eine energieabhängige Industrienation den Wandel zur regenerativen Welt schaffen kann, meint Kathrin Witsch. dpa

Kohlekraftwerk und Windrad

Deutschland steht in der Verantwortung, zu zeigen, dass selbst eine energieabhängige Industrienation den Wandel zur regenerativen Welt schaffen kann, meint Kathrin Witsch.

Während Umweltaktivisten in Deutschland gegen Autokonzerne demonstrieren, die Politik über die Einführung einer nationalen CO2-Steuer diskutiert und Forderungen laut werden, den für 2038 vereinbarten Kohleausstieg vorzuziehen, scheint die Welt außerhalb Europas über solche Themen nicht wirklich viel nachzudenken. Von einem globalen Kampf gegen den Klimawandel kann wirklich nicht die Rede sein.

Zumindest entsteht dieser Eindruck, wenn man den Großen und Mächtigen der (hauptsächlich) alten Energiebranche dieser Tage auf der Weltenergiekonferenz in Abu Dhabi zuhört. Natürlich passiert selbst in Ölnationen wie Saudi-Arabien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten mittlerweile ein bisschen was in Richtung erneuerbarer Energie, aber der grundsätzliche Tenor bleibt immer gleich: Öl soll auch langfristig die Hauptenergiequelle der Welt sein.

Auch die USA kündigen vollmundig an, so viel Öl zu fördern, wie sie nur können, auch in diesem Jahr sollen wieder 13 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden. Währenddessen brennt in Brasilien der Regenwald.

Der Protektionismus greift nicht nur in Form von drohenden Handelskriegen um sich, auch auf den Klimawandel wirkt er sich mittlerweile negativ aus. Denn „Jeder ist sich selbst der Nächste“ funktioniert nun einmal nicht, wenn es um eine globale Bedrohung geht. Während Deutschland nicht früh genug aus der Kohle aussteigen soll, entstehen in China, Indien und anderswo neue Kraftwerke, die noch Jahrzehnte CO2 in die Atmosphäre pusten werden.

Das heißt nicht, dass Deutschland seine Kohlekraftwerke länger am Netz lassen sollte, ganz im Gegenteil. Deutschland steht in der Verantwortung zu zeigen, dass selbst eine hochenergieabhängige Industrienation den Wandel zur regenerativen Welt schaffen kann. Aber das allein reicht eben nicht.

Die Weltgemeinschaft braucht einen gemeinsamen Plan im Kampf gegen den Klimawandel, so wie damals in Paris. Aber anstatt sich an diesen historischen Moment des Pariser Klimaabkommens zu erinnern, driftet die internationale Gemeinschaft in Sachen Umweltpolitik immer weiter auseinander. Dabei müsste sie noch näher zusammenrücken.

Die einzige Chance, den Klimawandel einzudämmen, liegt in einer weltweiten internationalen Zusammenarbeit. Jedes Jahr ein Paris sozusagen. Der CO2-Preis sollte nicht nur hierzulande diskutiert werden, sondern müsste ein weltweites Thema sein.

Die Energiewende ist eine globale Aufgabe – und zwar unter gemeinsamer politischer Führung. Wenn der Weltgemeinschaft das nicht gelingt, ist der Kampf gegen den Klimawandel verloren.

Mehr: Bei der Weltenergiekonferenz müsste die Wende von Öl und Gas zu erneuerbaren Energien im Fokus stehen. Aber die Realität ist eine ganz andere.

Kommentare (1)

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Herr Mark Hartmann

10.09.2019, 18:08 Uhr

Deutschland als Industrienation und grossartiger Produktionsstandort IST weltweit Vorreiter. Wir haben die Mitverantwortung für unsere Erde global zu tragen. Darum schaut auch die ganze Welt auf uns. Aus Deutschland kommen auch revolutionärste Alternativen der Energienutzung. Das wird noch wesentlicher und sollte uns mit Mut und Tatkraft befähigen, jetzt für die Energiewende voranzugehen. Ich las dazu von der Neuheit:Die Berliner NEUTRINO ENERGY Group testet ein Gerät zur Gewinnung von sauberem Strom aus kosmischer Strahlung. Holger Thorsten Schubart, CEO des deutsch-amerikanische Forschungsunternehmen NEUTRINO ENERGY Group hat die Entwicklung eines innovativen High-Tech-Materials auf Basis einer Vielzahl von dotiertem Kohlenstoff und Silizium zum Abschluss gebracht, mit dem ein Teil der kinetischen Energie von Partikeln des unsichtbaren Strahlungsspektrums in Elektrizität umgewandelt wird. Derzeit werden die ersten industriellen Muster des sogenannten NEUTRINO POWER CUBE, eines Geräts, das saubere Energie liefert, in Deutschland unter Laborbedingungen getestet. Neutrinos, hochenergetische Teilchen, die als Teil der kosmischen Strahlung des unsichtbaren Spektrums kontinuierlich auf die Erde treffen, sind nach jüngsten Untersuchungen eine unerschöpfliche Energiequelle. "Der Energieerhaltungssatz funktioniert. ", sagt der Physiker Professor Strauss, ein ehemaliger Forscher am Massachusetts Institute of Technology, USA, und Mitglied des wissenschaftlichen Rates der NEUTRINO ENERGY Group. Die Möglichkeit, Energie durch Wechselwirkung von Neutrinos mit Materie zu gewinnen, wurde am 18. Februar 2018 vom US-Energieministerium bestätigt. 24h/365Tage im Jahr für eine mobile, dezentrale Haushaltsenergie mit Neutrino-Energy wird unser Überleben auf der Erde sichern. Der Systemwandel allerdings ist nicht im Sinne der alten Mächte Öl, Kohle, Gas...Es braucht jetzt Aufklärung !

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