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16.04.2019

19:07

Kommentar

Die Lufthansa ist noch nicht robust genug

Von: Jens Koenen

Die Airline hat im ersten Quartal einen hohen Betriebsverlust eingeflogen. Das ist für Aktionäre noch kein Grund zur Panik, aber zur Besorgnis.

Die Fluggesellschaft machte im ersten Quartal 330 Millionen Euro Verlust. Reuters

Lufthansa-Jet in Frankfurt

Die Fluggesellschaft machte im ersten Quartal 330 Millionen Euro Verlust.

Die Zahl klingt erschreckend. Rund 330 Millionen Euro Betriebsverlust hat Lufthansa im ersten Quartal eingeflogen. Das müssen die Anteilseigner nun erst einmal verdauen. Panik sollte deshalb keiner haben. Der reiseschwache Jahresauftakt ist immer schwierig, rote Zahlen sind hier keine Seltenheit.

Zudem deuten Aussagen des Finanzchefs an, dass die bisherigen Vorausbuchungen für den weiteren Jahresverlauf gut aussehen. Es dürfte besser werden.

Doch verstecken sich hinter dem misslungenen Jahresauftakt zwei Botschaften. Die erste: Selbst die Pleite der zweitgrößten deutschen Airline Air Berlin hat anders als immer behauptet nicht zu einer Konsolidierung des Angebots geführt. Der Wettbewerb ist vielmehr härter denn je, weil noch mehr Kapazität als vor der Pleite in den Markt gegeben wurde.

Zu abhängig von externen Faktoren

Das führt zur zweiten Botschaft, die für Management, Mitarbeiter und Aktionäre der „Hansa“ fast noch wichtiger ist: Trotz des langen und durchaus schmerzhaften Umbaus zeigt sich, dass Europas größte Fluggesellschaft beim wirtschaftlichen Erfolg noch zu abhängig von externen Faktoren ist.

Die beiden zurückliegenden, überaus starken Jahre der Lufthansa waren weitgehend von der Air-Berlin-Pleite und den Folgen geprägt. Wie sehr, zeigt sich jetzt im ersten Quartal. Kaum sind die Effekte aus der Übernahme von Air-Berlin-Teilen verarbeitet, wird es schwieriger.

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Die Nachricht vom Lufthansa-Quartalsverlust hat Anleger kalt erwischt – sogar die größten Pessimisten. Kritik an der Kommunikation wird laut.

Das Team um Lufthansa-Chef Carsten Spohr hat gewaltige Anstrengungen unternommen, um den Konzern zu modernisieren. Den Mitarbeitern wurde viel, sehr viel abverlangt. Doch nach dem ersten Quartal wächst zumindest die Sorge, dass all das nicht reicht Fairerweise sollte der Rest des Jahres abgewartet werden. Erst dann kann wirklich beurteilt werden, wie „fit“ der Kranich für Krisen ist.

Doch die nun veröffentlichten ersten Zahlen sind zumindest ein erster Hinweis darauf, dass der Umbau der „Hansa“ noch längst nicht abgeschlossen ist.

Kommentare (1)

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Herr Andre Peter

16.04.2019, 20:00 Uhr

hört sich etwas nach Lufthansa - bashing an:
Lufthansa bestätigt die Aussichten! Lufthansa machte in den letzten Quartalen sehr gute Gewinne - das erste Quartal ist meist sehr schwierig. Lufthansa zahlt eine SUPER Dividende....

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