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11.10.2018

16:16 Uhr

Kommentar

Ein Investition von Softbank in WeWork würde keinen Sinn machen

VonKatharina Kort

Softbank ist an einem größeren Anteil an WeWork interessiert. Es ist ein Rätsel, warum ausgerechnet die Japaner in Immobilien investieren.

Das Unternehmen ist an einem Investment in WeWork interessiert. imago/AFLO

Softbank-CEO Masayoshi Son

Das Unternehmen ist an einem Investment in WeWork interessiert.

Die japanische Softbank Group verhandelt mit dem hippen Bürovermieter WeWork über weitere Milliardeninvestitionen. Das macht keinen Sinn. Softbank ist vor allem ein Technologie-Investor. Die Japaner stecken ihre Milliarden in Telekomunternehmen wie Sprint, Handelsplätze wie Alibaba oder den Fahrdienst Uber. Sie sind stets auf der Suche nach dem nächsten großen Ding.

Warum sollte so ein technologie-fixiertes Unternehmen in eine Immobilienfirma investieren? Ganz offensichtlich sehen die Japaner in dem New Yorker Coworking-Spezialisten mehr. Aber ist WeWork das auch?

Tatsächlich ist die wohl größte Leistung der WeWork-Gründer, einer langweiligen Branche einen sexy Anstrich gegeben zu haben. Das Geschäftsmodell ist nicht neu. Anbieter von kurzfristigen Büromietverträgen gibt es viele. WeWork hat es verstanden, mit dem richtigen Design und ein paar Annehmlichkeiten wie Getränken und Yoga eine neue Arbeitsatmosphäre zu schaffen. Damit zieht das Unternehmen Start-ups an. Das Technologische an WeWork sind die Mieter.

Softbank scheint überzeugt, dass die flexiblen Büros à la WeWork die Zukunft sind. Deshalb haben sich die Japaner bereits für mehr als vier Milliarden Dollar ein Fünftel der Anteile gesichert. Jetzt wollen sie offensichtlich weiter aufstocken.

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Dabei bewerten sie WeWork mit rund 40 Milliarden Dollar. Das sind Zahlen aus der Tech-Welt, nicht aus der Immobilienbranche. Zum Vergleich: Der Marktführer für die Vermietung von Büroimmobilien, IWG, kommt nur auf 2,6 Milliarden Dollar Börsenwert.
Eine heiße Wette also. WeWork schreibt hohe Verluste und musste bisher noch keine Krise meistern. Seit der Gründung vor acht Jahren bewegt sich der Vermieter in einer wachsenden Konjunktur. Bricht die ein, dürfte das WeWork hart treffen.

Die Mieter kämen schnell aus ihren flexiblen Verträgen raus, der Vermieter WeWork säße auf den Langzeitverträgen für die Immobilen. Und Softbank hätte dann vermutlich viel Geld verbrannt.

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