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28.06.2018

20:52

Kommentar

Für Fusionen in den USA gibt es unter Präsident Trump kein „zu groß“

Von: Katharina Kort

Das Beispiel Disney zeigt: Wer Übernahmepläne in den USA hegt, sollte jetzt zuschlagen. Selten war das Umfeld so gut – vor allem dank Präsident Trump.

Dass der Mediengigant den Konzern 21st Century Fox schlucken darf, ist ein Signal an alle US-Unternehmen. AP

Walt Disney Company

Dass der Mediengigant den Konzern 21st Century Fox schlucken darf, ist ein Signal an alle US-Unternehmen.

Das amerikanische Justizministerium hat eine weitere Großfusion genehmigt. Disney darf den Großteil des Film- und Fernsehgeschäfts von 21st Century Fox übernehmen. Es ist ein erneuter Beweis dafür, dass unter Donald Trump für Unternehmen gute Zeiten angebrochen sind – solange sie in den USA produzieren.

Zu groß gibt es nicht mehr: Ob der Telekomgigant AT&T und der Medienkonzern Time Warner, ob Bayer und Monsanto, ob Disney und Fox oder der geplante Deal zwischen T-Mobile und Sprint: Megafusionen mit deutlich zweistelligen Milliardenvolumen stoßen bei den Kartellwächtern nur auf wenig Widerstand.

Wer eine Übernahme in den USA erwägt, sollte jetzt zugreifen. So leicht wie unter Trump war es lange nicht mehr. Solange die Produktion in den USA bleibt, drücken Regierung und Behörden mehr als ein Auge zu. Zudem hat Trump den Unternehmen mit der Steuerreform auch noch das nötige Cash besorgt.

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Die Regierung hat nicht nur die Unternehmensteuern deutlich gesenkt. Sie hat auch Anreize geschaffen, die im Ausland geparkten Gewinne in Höhe von bis zu zwei Billionen Dollar wieder zurückzuführen. Im ersten Quartal sind laut einer Studie von JP Morgan schon 217 Milliarden Dollar in die USA zurückgeflossen. Sie stehen nun auch für Zukäufe zur Verfügung.

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    An der Spitze der Wettbewerbsabteilung im US-Justizministerium steht heute Makan Delrahim. In seinen Augen ist Größe an sich nicht verwerflich. Selbst Monopole sind für ihn akzeptabel, solange sie ihre Marktmacht nicht missbrauchen. Delrahim will seinen Erfolg nicht an der Zahl der Fälle messen, die er vor Gericht bringt. Nur bei AT&T und der CNN-Mutter Time Warner hat er es – wohl aus politischen Gründen – versucht, ist aber von einem Richter abgewiesen worden.

    Um eine spätere Einmischung anderer Behörden zu verhindern, vermeidet Delrahim vage Auflagen und fordert lieber gleich den Verkauf ganzer Unternehmensteile – wie bei Bayer und bei Fox. Trumps einzige Auflage ist bekannt: in den USA produzieren.

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