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12.11.2020

14:24

Kommentar

Gerade jetzt ist ein guter Zeitpunkt für einen ETF-Sparplan

Von: Susanne Schier

Trotz der Hoffnung auf einen Impfstoff ist die Coronakrise an der Börse nicht vorbei. Eine langfristige, breit gestreute Aktienanlage dürfte sich dennoch auszahlen.

Anleger müssen auch künftig mit kräftigen Schwankungen rechnen. imago images/Jan Huebner

Bulle und Bär

Anleger müssen auch künftig mit kräftigen Schwankungen rechnen.

An den Börsen dürfte es auch in den nächsten Monaten turbulent zugehen. Zwar haben der Machtwechsel in den USA und die Hoffnung auf einen Corona-Impfstoff zuletzt kräftige Kursanstiege gebracht. Ohne Zweifel werden auch die längerfristigen Aussichten für Aktien umso besser, je realistischer es wird, die Viruspandemie in den Griff zu bekommen.

Gleichwohl sollten sich Anleger auch weiterhin auf Rücksetzer einstellen. Weiter steigende Infektionszahlen oder mögliche Rückschläge bei der Impfstoffzulassung könnten auch wieder für Unruhe sorgen. Welche Optionen bleiben nun Privatanlegern in diesen unsicheren Zeiten?

Direktbanken und Onlinebroker verweisen derzeit häufig auf börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Scheinbar ohne Unterlass werben sie für Wertpapier-Sparpläne ohne Kaufgebühren und mit immer geringeren Mindest-Sparraten – und führen im Gegenzug Verwahrentgelte für Guthaben auf Konten ein. Jüngstes Beispiel: die deutsche Tochter der niederländischen Großbank ING.

Kunden werden das Gefühl nicht los, dass einige der Institute in erster Linie auf der Suche nach neuen Erlösquellen sind. Auch wenn das wohl stimmt, ist der Trend zum Abschluss von ETF-Sparplänen genau richtig.

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    Denn die Vergangenheit zeigt: Eine langfristige Anlage am Aktienmarkt zahlt sich fast immer aus. Kleinanleger könnten dabei im aktuellen Marktumfeld in Versuchung geraten, auf Pharmafirmen und insbesondere die Impfstoffhersteller zu setzen. Doch das ist riskant.

    Besser ist eine breite Streuung. Wer über viele Jahre in einen Index wie etwa den MSCI World investiert, kann vorübergehende Marktschwankungen und Rücksetzer bei einzelnen Aktien im Index meist problemlos überstehen.

    Die Banken heben gerne hervor, dass Anleger mit einem Sparplan in Zeiten von Kursrückgängen sogar profitieren: Sie erhalten für die gleiche Sparrate mehr Anteile – der sogenannte Durchschnittskosteneffekt. Anleger müssen damit allerdings nicht zwangsläufig besser fahren als mit einer Einmalanlage in einem günstigen Moment.

    Bei Börsenneulingen hat der Sparplan aber einen psychologischen Effekt. Wer regelmäßig kleinere Beträge anspart, muss sich keine Gedanken über den richtigen Einstiegszeitpunkt machen und fühlt sich bei Rücksetzern oft nicht so stark getroffen. Das hilft dabei, Schwankungen auszuhalten und Anteile nicht übereilt zu verkaufen.

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