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20.07.2022

11:22

Kommentar

Putin schafft seine eigene Weltordnung – und der Westen schaut hilflos zu

Von: Ozan Demircan

Das Treffen des russischen Präsidenten mit seinen iranischen und türkischen Kollegen zeigt: Putin lässt sich international nicht isolieren.

Russlands Präsident Wladimir Putin, Irans Präsident Ebrahim Raisi und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan. dpa

Gipfeltreffen in Teheran

Russlands Präsident Wladimir Putin (l.), sein iranischer Amtskollege Ebrahim Raisi (M.) und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan.

Russland, Iran, Türkei: Diese drei Länder wirken auf den ersten Blick, als seien sie geopolitisch oder wirtschaftlich kaum relevant. Was das Bruttoinlandsprodukt betrifft, spielen die drei Länder weltweit in der zweiten Liga. Russland wird für seinen Angriffskrieg bestraft, der Iran ist wegen seiner Urananreicherung isoliert und die Türkei mit einer Rekordinflation geplagt.

Im Schatten dieser vermeintlichen Isolation jedoch arbeiten alle drei Länder daran, ihren Einfluss auf der Welt auszuweiten, wie das Gipfeltreffen der drei Staatschefs im Iran gezeigt hat. Das gilt insbesondere für Russland. Die westlichen Sanktionen spornen den Kremlchef an, engere strategische Beziehungen zu anderen Ländern aufzubauen. In Teheran wurde diese Allianz des Antiwestens weiterentwickelt. Und der Westen sollte dies nicht unterschätzen.

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