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20.11.2022

15:19

Kommentar

Trump auf Twitter – Elon Musk wird zum Unsicherheitsfaktor in der US-Politik

Von: Stephan Scheuer

Es war von Anfang an ein Fehler, Donald Trump auf Twitter zu sperren. Die Art, wie Elon Musk ihn nun auf die Plattform zurückholt, verheißt aber nichts Gutes.

Nach der Sperrung bei Twitter hatte der frühere US-Präsident sich auf der Plattform Truth Social eingerichtet. Nun ermöglicht der neue Twitter-Eigentümer Elon Musk ihm eine Rückkehr. Bloomberg

Donald Trump auf der Plattform Truth Social

Nach der Sperrung bei Twitter hatte der frühere US-Präsident sich auf der Plattform Truth Social eingerichtet. Nun ermöglicht der neue Twitter-Eigentümer Elon Musk ihm eine Rückkehr.

San Francisco Donald Trump ist zurück auf Twitter. Elon Musk hat den Account des ehemaligen US-Präsidenten reaktiviert. Damit hat der Spitzenpolitiker sein wichtigstes Instrument zurück. Wenige Tage nachdem Trump angekündigt hat, 2024 erneut Präsident der USA werden zu wollen, kann er Twitter nutzen, um ein Millionenpublikum zu erreichen.

Auch wenn sich Trump zunächst ziert, wird er kaum die Möglichkeiten von Twitter ausschlagen. Er erreichte dort rund 89 Millionen Follower, während es heute auf seiner eigenen Plattform Truth Social nicht mal ein Zwanzigstel davon sein dürfte.

Mit dem Sturm seiner Anhänger auf das US-Kapitol hatte Twitter ihn verbannt. Musk hat das alte Management rausgeschmissen. Jetzt ist der Weg für Trump frei.

Es war falsch, dass die Plattform Trump auf Lebenszeit gesperrt hatte. Musk hatte das Vorgehen zu Recht kritisiert. Er hat versprochen, alles besser zu machen. So hat er noch vor drei Wochen angekündigt, ein unabhängiges Gremium werde eingerichtet, um über kontroverse Entscheidungen bei Twitter zu beraten. Genau dieses Versprechen hat Musk mit der Entscheidung über Trump nun gebrochen.

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    Musk ist als Chef des Elektroautobauers Tesla und als CEO des Raketenunternehmens SpaceX zum reichsten Menschen der Welt aufgestiegen. Mit dem 44 Milliarden Dollar teuren Kauf von Twitter hatte er ursprünglich versprochen, die Plattform zu einer Basis für freie Meinungsäußerung machen zu wollen.

    Jetzt zeigt sich: Twitter ist für ihn vor allem eine Möglichkeit, ökonomische Macht in politische Macht zu übersetzen. Musk hat vor der wichtigen Zwischenwahl vor zwei Wochen dazu aufgerufen, die Republikaner zu wählen. Jetzt gibt er Trump ein digitales Megafon. Das macht ihn zu einem gewaltigen Machtfaktor für die US-Präsidentschaftswahl 2024.

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