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12.02.2018

07:39 Uhr

Von einer frühzeitigen Abgabe des Parteivorsitzes war keine Rede. Foto: Thomas Ernst/ZDF/dpa dpa

Angela Merkel im ZDF

Von einer frühzeitigen Abgabe des Parteivorsitzes war keine Rede.

Foto: Thomas Ernst/ZDF/dpa

Kommentar zur Kanzlerin

Merkel-Kritiker sind enttäuscht

VonThomas Sigmund

Die Bundeskanzlerin will bis 2021 regieren. Die Erwartungen ihrer Kritiker wurden nicht erfüllt. Ein Kommentar.

Schon vor ihrem TV-Auftritt waren die Erwartungen an die CDU-Vorsitzende hochgesteckt. Wenn sich die Kanzlerin zur besten Fernsehzeit befragen lässt, ist Feuer unterm Dach.

Zuletzt hatte Angela Merkel das Format zweimal in der Hochphase der Flüchtlingskrise gewählt. Diesmal dauerte es nur vier Tage, nachdem die Unterschrift unter dem Koalitionsvertrag trocken war, und die Kritik aus der CDU nicht abreißen will.

Herausgekommen ist ein typisches „Weiter-so“ Merkels. Sie kündigte an, bis 2021 regieren zu wollen. Von einer frühzeitigen Abgabe des Parteivorsitzes war keine Rede. Die Erwartungen ihrer Kritiker wurden nicht erfüllt.

Doch Merkel ging auch auf sie ein. Die Liste der Minister soll vor dem Parteitag bekanntgegeben werden und so mancher Junger wie Jens Spahn kann sich wieder Hoffnung machen. Das war’s dann aber auch.

Ob das reicht, um ihre Widersacher zu besänftigen? Merkel verteidigte wortreich die Abgabe der Kernressorts Finanzen und Inneres an die kleineren Koalitionspartner SPD und CSU. Doch es sind die letzten beiden Identifikationspunkte der CDU. Außer der schwarzen Null und dem Thema innere Sicherheit, das nun an die CSU geht, ist nichts geblieben.

Der Spruch des SPD-Generalsekretärs Lars Klingbeil, noch ein Verhandlungstag länger und Merkel hätte auch das Kanzleramt abgegeben, geht über die Schmerzgrenze vieler CDU-Leute hinaus.

Die vermutliche Große Koalition legt damit einen echten Fehlstart hin. Die SPD hat innerhalb von drei Tagen den aktuellen Außenminister beschädigt und den designierten aus dem Rennen genommen. Die Partei steht führungslos da. Die CDU dagegen ist nicht führungslos, aber immer noch fassungslos.

Kommentare (25)

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Herr Holger Narrog

12.02.2018, 08:11 Uhr

Fr. Merkel Haltung ergibt sich aus ihrer Ideologie und ihrem Machtgefühl.

Sie erfüllt regelmässig die Wünsche ihrer roten und grünen Mitstreiter, verschliesst sich jedoch weniger linken Ideen. Dies ist auf ihre persönliche, ideologische Ausrichtung zurückzuführen die sie vermutlich als DDR Politkader erhielt.

Des Weiteren hat sie in den vergangenen 27 Jahren gelernt, dass die CDU keinerlei Rückrat hat und demzufolge keinerlei Rücksicht erfordert.

Frau Hannelore Altmeyer

12.02.2018, 08:51 Uhr

"Sonntagsfrage" gem. INSA vom 11.2.2018: CDU auf 31% und SPD 17%.

Die Tendenz ist doch absehbar, auch wenn Frau Merkel lächelt und lächelt und .....
Die Lawine ist losgetreten, die Mainstreammedien schwenken zögerlich aber
doch deutlich spürbar um. Selbst BILD macht da mit.

Frau Hannelore Altmeyer

12.02.2018, 08:52 Uhr

"Sonntagsfrage" gem. INSA vom 11.2.2018: CDU auf 31% und SPD 17%.

Die Tendenz ist doch absehbar, auch wenn Frau Merkel lächelt und lächelt und .....
Die Lawine ist losgetreten, die Mainstreammedien schwenken zögerlich aber
doch deutlich spürbar um. Selbst BILD macht da mit.

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