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15.04.2022

14:00

Leserdebatte

Hat Anne Spiegel mit ihrem Rücktritt richtig reagiert?

Und welche Auswirkungen wird ihr Abgang auf die Koalition und die Grünen haben? Über diese Fragen debattiert die Handelsblatt-Leserschaft. Lesen Sie hier eine Auswahl der Kommentare.

Grünen-Politikerin Anne Spiegel dpa

Anne Spiegel

Die Grünen-Politikerin ist am Montag als Bundesfamilienministerin zurückgetreten.

„Das oberste Gebot ist Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit“, schreibt eine Leserin zum Rücktritt der Grünen-Politikerin Anne Spiegel als Bundesfamilienministerin und fügt hinzu: „Ja, Fehler können passieren, aber dann ehrlich aufklären.“ So wie diese Leserin sind viele aus der Handelsblatt-Leserschaft der Meinung, dass die ehemalige Familienministerin mit ihrer Amtsniederlegung richtig reagiert hat.

Sie war wegen eines vierwöchigen Urlaubs kurz nach der Flutkatastrophe im Ahrtal 2021 in die Kritik geraten. Zu dieser Zeit war sie als rheinland-pfälzische Umweltministerin auch für den Katastrophenschutz verantwortlich.

Deswegen sehen einige Leserinnen und Leser den Rücktritt als „überfällig“ an. „So menschlich nachvollziehbar der Urlaub gewesen sein mag, als Ministerin hat sie aber eine andere, höhere Verantwortung“, schreibt etwa ein Leser. „Und wenn sie als Landesministerin schon am Limit war, warum wird sie dann Bundesministerin?“, fragt etwa eine Leserin.

Es gibt aber auch Leser, die den Umgang mit Anne Spiegel kritisieren: „Ich halte es für katastrophal, wie wir mit unserem Führungspersonal umgehen“, schreibt ein Leser. „Wir dürfen uns dann nicht wundern, wenn das politische Establishment bald nur noch aus den Kevin Kühnerts dieser Welt besteht“, ergänzt ein anderer Leser.

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    In der Debatte um den Rücktritt bemängeln einige Leser auch, bei der Besetzung von Spitzenpositionen auf Quoten und Proporz zu achten. „Die Besetzung des Ministeramts mit Frau Spiegel ist der beste Beweis für die Unsinnigkeit der Quote!“, meint eine Leserin. Statt Geschlecht und Parteiflügel sollten nach Meinung eines anderen Lesers Persönlichkeit und Kompetenz die „wesentlichen Faktoren“ bei der Entscheidung sein.

    Aus den unterschiedlichen Zuschriften der Handelsblatt-Leserschaft haben wir hier für Sie eine Auswahl zusammengestellt.

    Familie und Karriere zu vereinen ist problematisch

    „Anne Spiegel hatte vermutlich wegen des Drucks aus ihrer Partei keine andere Wahl, als zurückzutreten. Sie hätte sich sonst sicher nicht am Tag vor dem Rücktritt derartig detailliert über ihre persönliche Situation geäußert. Man konnte deutlich sehen, wie schwer ihr das gefallen ist und wie nahe es ihr ging.

    Es ist wohl leider so, dass es heute immer noch ein Problem für jüngere Frauen ist, Familie und Karriere gleichzeitig hinzukriegen. Trotz ihres möglichen Fehlverhaltens nach der Flut, gilt ihr dennoch mein großer Respekt.“
    Susann Elsner

    Zweite Chance? Im wahren Leben ja, in der Politik nein

    „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Unser Umgang als Gesellschaft mit den gewählten Volksvertretern zeigt eine unmenschliche Härte. Zweite Chance? Im wahren Leben ja, in der Politik nein.

    Wir dürfen uns dann nicht wundern, wenn das politische Establishment bald nur noch aus den Kevin Kühnerts dieser Welt besteht. Wer von uns tut sich diesen Job freiwillig noch an?!“
    Ludger Schürmann

    Die Besetzung war völlig realitätsfremd

    „Mutter von vier Kindern ist ein verantwortungsvoller Vollzeitjob. Bundesminister/in ist ein verantwortungsvoller Vollzeitjob. Geschäftsführende/r Umweltminister/in ist ein verantwortungsvoller Vollzeitjob. Wie kann man annehmen (parteiseitig) und sich anmaßen (persönlich), dass alles gleichzeitig zu schaffen sei??? Es geht nur alles oberflächlich und nichts davon richtig.

    An diesem Punkt zeigt sich: Die Besetzung war völlig realitätsfremd. Der Rücktritt ist das einzig Richtige, nicht als Bestrafung für den Urlaub, sondern weil es in keiner Form glaubhaft ist, dass so eine Situation und damit die Vernachlässigung nicht wiederholt auftritt.
    Die Aufgaben und Verantwortungen wären gleich geblieben. Wie soll dann die Überforderung verschwinden?“
    Gabriela Spier

    Schon in Rheinland-Pfalz in zu großen Schuhen unterwegs

    „Frau Spiegel war in Rheinland-Pfalz schon in zu großen Schuhen mit zuletzt zwei Ministerien unterwegs, aber eben in der Provinz. Wenn man als Frau Familie mit Kindern und Beruf kombinieren will, dann braucht es zu Hause ein organisiertes Back-up. Das kann ein Partner sein. Steht der nicht zur Verfügung, muss man eben eine Gouvernante oder Ähnliches bezahlen wollen.

    Offensichtlich hat sie ihre Abwesenheit in Mainz kaschieren können, sonst wäre sie trotz Quote wohl kaum Ministerin in Berlin geworden. Halbwahrheiten und Lügen addierten sich in der Aufarbeitung der letzten Wochen.

    Die Grünen hätten früher für ihren ‚Rücktritt‘ sorgen müssen. Der Auftritt am Sonntag zeigte keine Einsicht.“
    Ingeborg von Moltke

    Fall zeigt die Qualität und das Selbstverständnis vieler Politiker

    „Interessant ist zunächst einmal, warum der ganze Fall erst nach vier Monaten hochkocht und wer bis dahin den Deckel draufgehalten hat – wer agierte im Hintergrund? Aber der Fall zeigt nicht nur die Qualität und das Selbstverständnis vieler Politiker, die gern persönliche Vorteile mitnehmen, die Pflichten aber meinen vernachlässigen zu können. Wenn’s dann gründlich schiefgegangen ist, folgen gespielt herzzerreißende Beteuerungen, Auftritt der vermeintlichen Saubermänner und abschließende Respektbekundungen vor der erzwungenen Rücktrittsentscheidung. Diesmal versalzen durch ideologische Vorgaben der Grünen. Und dann wundert man sich über Politikverdrossenheit und Wahldesinteresse beim Bürger?“
    Carsten Kayatz 

    Ein Schlag ins Gesicht der berufstätigen Frauen

    „Rücktritt logisch und richtig, da Vertrauen verspielt. Hut ab für die Grünen.

    Aber warum wird immer noch die Familie bei Frauen in den Vordergrund gestellt, so auch in den Medien. Wieso wird von familiärer Belastung gesprochen? Ein Schlag ins Gesicht der berufstätigen Frauen!

    In meiner Heimat (Finnland) wäre es ein No-Go, Politikerinnen auf mögliche familiäre Belastung zu reduzieren. Dort sind schon zwei Ministerinnen während der jetzigen Regierungszeit in Mutterschutz, eine Selbstverständlichkeit, OHNE mediale Begleitung!“
    Katrina Sandberg-Hauck

    Anne Spiegels Rücktritt verdient Respekt, war aber überfällig

    „Anne Spiegels Rücktritt verdient Respekt, er war zugleich aber überfällig. Jeder Mensch darf Fehler machen, letztendlich war sie aber an der Größe ihrer Aufgabe gescheitert. Anne Spiegel war kein politisches Schwergewicht, und ihr Rücktritt ist nur eine Randnotiz ohne große Konsequenzen für die Grünen, die Koalition und Deutschland in dieser turbulenten Zeit.

    Aber genau das ist unser Problem. Uns fehlen diese politischen Schwergewichte, deren Fall ein kleines Erdbeben in Deutschland auslöst. Wir müssen wieder auf die Suche nach ihnen gehen, Quotenregelungen und parteipolitische Spielchen helfen hier leider nicht weiter.“
    Markus Steigner

    Wir sind ein kaltes Land

    „Ich halte für katastrophal, wie wir mit unserem Führungspersonal umgehen. Was ist falsch an einer Familienministerin, die sich in einer Ausnahmesituation um ihre Familie kümmert? Ich glaube ihr, dass sie alles getan hat, um teilweise aus dem ‚Holidayoffice‘ mitzuarbeiten und teilweise sich ersetzen zu lassen. Stellen wir uns doch vor, es wäre nicht ihre Familie, sondern sie selbst krank geworden. Schmeißen wir alle raus, die nicht mehr funktionieren für eine Zeit? Wir sind ein kaltes Land.“
    Georg Strasser

    Schade!

    „‚Schade‘, möchte man ihr am liebsten zurufen, oder aus ihrer Sicht ‚es sah doch alles so gut aus ...‘. Rückblickend kann man sagen, dass zwei Dinge so richtig aus dem Ruder gelaufen sind. Zum Ersten ihre Einschätzung zur anbahnenden Katastrophe im Ahrtal und zum Zweiten die (un-)professionelle Kommunikation. Abgerundet wurde das alles mit der Taschentuch-Erklärung bei ihrem Rücktritt ... Schade!“
    Melanie Morello

    Grafik

    Fehler können passieren, aber dann ehrlich aufklären

    „Den Rücktritt von Anne Spiegel finde ich richtig. Das oberste Gebot ist Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit. Ja, Fehler können passieren, aber dann ehrlich aufklären.

    Als Unternehmerin und Mutter von vier Söhnen kann ich die Belastung sehr gut nachvollziehen. Aber Job und Privates kann in diesem Maße nicht vermischt werden. Auch ich musste schon einen Urlaub abbrechen, weil es geschäftlich nötig war. Das kann eine Familie mittragen.

    In dieser außergewöhnlichen Situation nicht vor Ort zu sein ist nicht akzeptabel. Es zeigt einfach, dass sie die Balance von Führungskraft und Familie nicht schafft. Dann ist es besser, sich Zeit für die Familie zu nehmen und erst zu gegebener Zeit wieder eine Führungsaufgabe zu übernehmen.“
    Barbara Benz

    Was kommt danach?

    „Frau Spiegels Rücktritt war richtig. Ich frage mich nur, was kommt danach? Man traut Frauen, die Verteidigung unseres Landes zu. Aber seit 37 Jahren keinem Mann mehr das Familienministerium. So viel zur Gleichberechtigung.“
    Alexander Heinze 

    >> Lesen Sie dazu: Mögliche Kandidatinnen für das Amt der Bundesfamilienministerin sind rar – und passen nicht in den Parteiproporz der Grünen. Am Ende könnte es eine Überraschungsbesetzung geben.

    In der politischen Wirklichkeit angekommen

    „Unabhängig von privaten Problemen, die teilweise ihre Handlung bestimmt haben – eine Ministerin, die Tatsachen verschleiert, ist für einen Ministerposten nicht geeignet. Die Grünen sind in der politischen Wirklichkeit angekommen. Das Amt hat nicht so einen hohen Stellenwert, dass es der Koalition schaden könnte.“
    Dorothee Merckelbach

    Ich bedaure ihren Rücktritt sehr

    „Frau Spiegel hat Fehler gemacht. Aber das ist menschlich und gehört zum Menschsein dazu. Sie hat auf sehr eindrückliche, intensive und emotionale Weise erklärt, wie es dazu gekommen ist. Das war sehr stark. Solch starke Menschen brauchen wir in der Politik. Ich bedaure ihren Rücktritt sehr.“
    Manfred Bedenbender

    Dem Amt nie gewachsen

    „Wende ich nicht Schaden von einem Amt ab, indem ich stets bewusst und verantwortungsvoll handele? Frau Spiegel war wohl der Verantwortung ihres Amtes, dank stabiler Selbstüberschätzung, nie gewachsen. Ich fürchte nur, sie befindet sich dabei in guter Gesellschaft innerhalb unserer jüngeren Politikerkaste, die ohne Lebenserfahrung nur über die Parteischiene in ihre Ämter kommt.

    Dass Frau Spiegel ihre Familie angeblich im Blick behält, ist ehrenwert, sollte es der Realität entsprechen. Aber allein, dass sie unrichtige Angaben zu ihrer Arbeit macht, bedingt für mich einen Rücktritt.“
    Renate Nott

    Sie hatte immer die Wahl

    „Hat sie richtig reagiert, hatte sie überhaupt eine Wahl?

    Ja, sie hatte eine Wahl! Als es darum ging, ihr sicher zu der Zeit schwieriges Privatleben mit der leidvollen Realität ihrer Mitbürger in der Flutkatastrophe zu vereinen. Hier war Ehrlichkeit und ein Stück weit Offenheit geboten. Und als es darum ging, den Urlaubseklat aufzuarbeiten, und sie ihre Videoteilnahme an Sitzungen angab. Auch hier war ihre Wahl eine andere als Ehrlichkeit und Offenheit. Sie hatte damals die Wahl, und sie hat falsch reagiert, sie hatte jetzt die Wahl und hat richtig reagiert.“
    Jens Dorl

    Keine Übermenschen

    „Es war richtig, dass Frau Spiegel zurückgetreten ist. Für mich, Studiendirektorin a.D., die mit Rücksicht auf ihre Kinder die Stundenzahl reduziert hatte, für die Kariere Nebensache war, die später mit 54 Jahren doch noch aufstieg, ist es verwunderlich, dass Politikerinnen denken, sie seien Übermenschen hinsichtlich ihrer Leistungsfähigkeit. Andere Mütter gehen in Teilzeit, um die Erziehungsarbeit zu leisten, verzichten auf das Materielle. Für sie ist es blanker Hohn, wenn sich Frau Spiegel dann hinstellt und auf die Tränendrüse drückt.

    Sie hätte vorher die Reißleine ziehen sollen. Und wenn sie als Landesministerin schon am Limit war, warum wird sie dann Bundesministerin? Ihre Partei schließe ich hinsichtlich der Vorwürfe nicht aus. Sollten wir nicht die besten Volksvertreter haben? Vielleicht lief es bis jetzt einfach nur zu gut in unserem Staat. Das ist nun vorbei. Und da erwarte ich, dass sich die Regierung und der Bundestag mit vollster Kraft einsetzt. Genau so, wie es die Arbeitgeber und Arbeitnehmer tun.“
    Christine Straubinger Krieg 

    Zweierlei Maß bei Mann und Frau?

    „Natürlich sind Ministerinnen auch Menschen und dürfen Fehler machen. So menschlich nachvollziehbar der Urlaub gewesen sein mag, als Ministerin hat sie aber eine andere, höhere Verantwortung. Sie hat sich mit Beginn der familiären Belastungen und auch während Corona trotz allem für die Karriere entschieden und muss damit die Konsequenzen tragen.

    Allerdings hat ein Andreas Scheuer im Vergleich – Stichwort Maut – andere Kaliber zu verantworten als die zwei Frauen und musste nicht gehen – zweierlei Maß bei Mann und Frau?“
    Carsten Stuck

    Persönlichkeit und Kompetenz statt Geschlecht und Parteiflügel

    „Der Rücktritt von Frau Spiegel war unvermeidlich und ihr unsäglicher Auftritt vor der Kamera zeigt nur eines: Die gesellschaftliche Diskussion über Quoten und Proporz ist absoluter Unsinn, wenn es um die Besetzung von Führungspositionen in der Republik und Unternehmen geht. Persönlichkeit und Kompetenz sind die wesentlichen Faktoren und nicht Geschlecht oder Parteiflügel.“
    Jörg Schuhmacher

    Unsinnigkeit der Quote

    „Die Besetzung des Ministeramtes mit Frau Spiegel ist der beste Beweis für die Unsinnigkeit der Quote! Abgesehen davon, dass sie mit der Aufgabe komplett überfordert war und ein absolut unakzeptables Verhalten an den Tag gelegt hat, fehlen ihr auch ganz offensichtlich die notwendigen charakterlichen Eigenschaften für eine solche Position. Ich hoffe sehr, dass man sich für eine Person entscheidet, gern zum Beispiel Herrn Hofreiter, die die entsprechende Befähigung mitbringt.“
    Rita Sander

    Fehler macht ein jeder Mensch

    „Der Rücktritt von Anne Spiegel war aufgrund der medialen Aufgeregtheit unausweichlich. Ob er auch sachlich begründet ist, daran habe ich Zweifel. Das, was ihr vorgeworfen wird, hat mit ihrem Amt als Familienministerin, das sie untadelig ausgeführt hat, nichts zu tun. Fehler macht ein jeder Mensch. Für mich ist das Ganze wieder einmal ein abschreckendes Beispiel dafür, wie mit Politiker*innen umgegangen wird.“
    Karlheinz Hasibether

    Hätte schon früher beschämt ihren Hut nehmen müssen

    „Eine Politikerin, die so viele Fehler während der Handhabung der Katastrophe direkt schon begangen hat, hätte schon bei Bekanntwerden der Toten und der anderen unermesslichen Schäden beschämt ihren Hut nehmen müssen. Stattdessen lässt sie ‚ihre Bevölkerung‘ allein und reist für vier Wochen ab.

    Politiker/innen werden ins Amt gewählt, um für die Bevölkerung verantwortungsvoll und respektvoll zu agieren, dafür werden sie ja auch fürstlich entlohnt.

    Wenn sie dazu – aus welchen Gründen auch immer – nicht vollwertig in der Lage sind, dann müssen sie Platz machen für diejenigen, die ihrem jeweiligen Amt umsichtig nachkommen können.

    Dann noch den Grund ihrer Abreise mit familiären Gründen zu unterfüttern, ist einfach nur peinlich und zudem schäbig gegenüber den Menschen, die durch die Flut ihre Angehörigen oder/und Hab und Gut verloren haben und bis heute traumatisiert sind.“
    Heinrike -Angela Danes

    Ein verheerendes Bild vom Zustand dieser Gesellschaft

    „Ob die Arbeit von Frau Spiegel als Familienministerin kritikwürdig ist, kann ich mangels Sachkunde nicht beurteilen. Der Vorgang wirft aber ein verheerendes Bild auf den Zustand dieser Gesellschaft.

    Unsere Gesellschaft ist angesichts des demografischen Wandels hochgradig darauf angewiesen, qualifizierten Eltern beiderlei Geschlechts die Ausübung von Führungsämtern zu ermöglichen, ohne dass sie gezwungen sind, ihre Familie zu vernachlässigen. Und die Übernahme von zwei Ministerien plus Spitzenkandidatur kann wohl kaum eine(r) stemmen, ohne Fehler zu machen.

    Das politische Umfeld von Frau Spiegel hätte hier mitdenken und sie wahrscheinlich vor sich selbst beschützen müssen. Daher hätte ich mir mehr einen Diskurs über die persönlichen Fähigkeiten und Leistungen von Frau Spiegel gewünscht als über ihr Urlaubsverhalten.“
    Markus Deupmann

    In der vergangenen Woche debattierte die Handelsblatt-Leserschaft, ob Deutschland ein sofortiges Rohstoffembargo gegen Russland durchsetzen sollte. Lesen Sie hier eine Auswahl der Kommentare.

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