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06.09.2019

06:00

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Bundesfinanzminister Olaf Scholz warnt die Banken nachdrücklich vor Strafzinsen für Kleinsparer. Banken hätten „kaum Möglichkeiten, solche Negativzinsen für viele ihrer Kunden überhaupt zu verlangen“, sagte der Vizekanzler auf dem Handelsblatt-Banken-Gipfel. „Ich glaube, es besteht noch genügend Klugheit in den Vorständen und den Geschäftsführungen der Banken, zu wissen, was das auslösen würde“, mahnte Scholz, der sich im Nebenjob gerade für den SPD-Vorsitz bewirbt. Die Drohung an die Banken soll sich da bezahlt machen. Olaf Scholz als Robin Hood der Neuzeit.

Bafin-Chef Felix Hufeld kann das Klagelied der Banken über die Niedrigzinsen nicht mehr hören. Er fordert die deutschen Finanzinstitute auf, endlich ihre Hausaufgaben zu machen und die Geschäftsmodelle den neuen Herausforderungen anzupassen. Er sei besorgt darüber, wenn seitens führender Bankvertreter „aus der Attitüde einer Opfer-Mentalität“ gesprochen werde. Solche Klartext-Rhetorik ist ungewöhnlich für den obersten Finanzaufseher. Der Mann will nicht geliebt, aber gehört werden.

AP

Die China-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel wird kein einfaches Unterfangen sein.

Die China-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist eine heikle Mission. Während sich die chinesische Regierung von der mächtigsten Frau der Welt ein starkes Signal für die bilaterale Zusammenarbeit und Zurückhaltung im Hongkong-Konflikt erhofft, wünscht sich die mitreisende Wirtschaftsdelegation klare Worte zum Social Credit System, das auch das Verhalten ausländischer Firmen erfasst. Holger Bingmann, Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen warnt vor einem „vollständigen Überwachungsstaat“. China ist beides: Partner und Rivale. Kanzlerin Merkel muss ein diplomatischer Spagat gelingen.

Die Neuerfindung von Thyssen-Krupp geht in die nächste Runde. Der angeschlagene Stahlkonzern will seine wertvolle Aufzugsparte verkaufen – und stößt bereits auf Interessenten. Henrik Ehrnrooth, Chef des finnischen Aufzugherstellers Kone, zeigt sich im Interview mit dem Handelsblatt kaufwillig: „Elevator passt perfekt zu uns.“ Thyssen-Krupp ist zwar gerade aus dem Dax ausgeschieden, könnte demnächst aber etliche Milliarden mehr in der Kasse haben. Not macht erfinderisch.

Trotz drohender Milliardenstrafen durch die EU produzieren die deutschen Autokonzerne SUVs (Sport Utility Vehicle) wie am Fließband. Der Grund ist einfach: Die Menschen lieben die schweren, teuren und verbrauchsstarken Fahrzeuge, der SUV ist zum neuen Statussymbol für die Mittelschicht geworden. Im nächsten Jahr soll die Neuzulassung von SUVs und Geländewagen die Marke von eine Millionen knacken. Ein Rekord, der angesichts der intensiven Klimadebatte nachdenklich stimmt. Die aktuelle Handelsblatt-Titelgeschichte beschreibt den SUV-Wahnsinn in Deutschland.

Die Initiative „Sand im Getriebe“ hat vor diesem Hintergrund zum Widerstand aufgerufen und will die Internationale Autoausstellung IAA in Frankfurt blockieren. „Wir wollen das Konglomerat aus Politik und Autoindustrie aufbrechen. Die CO2-Emissionen durch den Autoverkehr steigen und steigen in Deutschland. Wir wollen die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft ziehen“, sagt Tina Velo, Sprecherin der Initiative. Die IAA wird zur modernen Kampfzone.

dpa

Laut Staatsanwaltschaft soll das im Zusammenhang mit dem Dieselskandal geführte Ermittlungsverfahren „voraussichtlich Ende September“ abgeschlossen sein. Dann steht fest, ob sich auch VW-Chef Herbert Diess mit einer Anklage konfrontiert sieht.

Bei Volkswagen sorgen nicht nur Klimaschützer für Unruhe, sondern auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Wie Oberstaatsanwalt Klaus Ziehe dem Handelsblatt bestätigte, soll das im Zusammenhang mit dem Dieselskandal geführte Ermittlungsverfahren wegen Marktmanipulation gegen drei Beschuldigte „voraussichtlich Ende September“ abgeschlossen sein. Dann steht fest, ob sich auch VW-Chef Herbert Diess mit einer Anklage im Zusammenhang mit dem Dieselskandal konfrontiert sieht. Ex-Kanzler Helmut Schmidt kommt einem in den Sinn: „Der Rechtsstaat hat nicht zu siegen, er hat auch nicht zu verlieren, sondern er hat zu existieren.“

Das Brexit-Chaos geht in die nächste Runde. Bereits am kommenden Montag will Boris Johnson erneut über Neuwahlen abstimmen lassen. Sein Plan: Neuwahlen am 15. Oktober, um dann zwei Tage später beim EU-Gipfel für einen kompromisslosen Brexit-Kurs zu kämpfen. Das Problem: Wunsch und Wirklichkeit finden in der britischen Politik nur noch selten zusammen.

Und dann ist da noch Jo Johnson. Der jüngere Bruder des britischen Premiers hat sein Amt als Staatssekretär und sein Mandat als Parlamentsabgeordneter für die Tories niedergelegt.

„Ich war in den vergangenen Monaten zerrissen zwischen Loyalität zur Familie und dem nationalen Interesse – es ist eine unauflösbare Spannung“, schrieb Johnson auf Twitter. Umso beeindruckender ist Jo Johnsons Entscheidung: Erst das Vaterland, dann die Familie.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende,

Herzliche Grüße

Sven Afhüppe
Chefredakteur

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Kommentare (1)

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Herr Tony Baumann

11.09.2019, 11:44 Uhr

Was kostet denn das Abo für das Morning Briefing Plus ? Nirgends findet man eine Preisauskunft.

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