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13.03.2022

10:31

E-Bikes

Keine Angst vor den Spritpreisen mehr – Fünf Lastenräder für den Frühling

Von: Mario Hommen
Quelle:Spotpress

Autofahren wird teuer. Wer aufs Lastenrad umsattelt, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Diese fünf Cargobikes könnten eine Alternative sein.

5x: Neue Lastenräder - Alternativen zum Spritpreishorror R&M

Kräftig gebaut

Das Midtail-Cargobike Multicharger GT vario 750 von Riese & Müller schafft bis zu 175 Kilogramm Zuladung.

Köln Mit den steigenden Spritpreisen steigt auch wieder das Interesse am Autoverzicht. Als Alternative zum eigenen Pkw bieten sich zum Beispiel Lastenräder an. Dank Pedelec-Antrieb können sie selbst größeres Gepäck ohne große Mühen bewegen. Die Lastesel packen den Wocheneinkauf, eignen sich als Kindergarten-Shuttle oder als Reiserad für den Campingurlaub.

Die Hersteller bieten für viele Transportaufgaben passende Zubehörlösungen. Ob kompakt und günstig, ob teuer und groß – für jeden Einsatzzweck und Bedarf ist in dieser kleinen Neuheitenübersicht ein passender Typ dabei.

Mit dem Midtail-Cargo Multicharger GT vario 750 bietet Riese & Müller eine kompakte Alternative zu seinen erfolgreichen Long-John-Modellen. Im Kern handelt es um ein Pedelec mit Bosch-Mittelmotor, bei dem jedoch Sitz- und Kettenstreben deutlich in die Länge gehen, was Platz für den XXL-Heckträger schafft. Bis zu 175 Kilogramm Zuladung verträgt das Multicharger, bis zu 65 Kilogramm der vielseitig nutzbare Gepäckträger. Der eignet sich zur Montage großer Packtaschen oder verschiedener Sitzbankformate, welche die Mitnahme von bis zu zwei Kindern oder einer erwachsenen Person erlauben.

Zusätzlich ist ein Cargo-Frontträger zum Transport von Gepäck bestellbar. Der Performance Line CX Motor sorgt für spritzigen Vortrieb, der 750-Wh-Akku für ordentliche Reichweite. Zur Ausstattung des GT vario 750 gehören Magura-Stopper (MT4/MT5), Kiox-Display, Federgabel, Schutzbleche, Beleuchtung, Ständer sowie eine Enviolo-380-Nabenschaltung in Kombination mit Riemenantrieb. In dieser Ausstattungsvariante kostet das Multicharger rund 5.850 Euro.

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    Trotz kompakter Bauweise kann das Quick Haul von Tern viel Gepäck transportieren Mobility Holdings, Ltd.

    Kompakter Lastenesel

    Trotz kompakter Bauweise kann das Quick Haul von Tern viel Gepäck transportieren.

    Zu teuer, zu groß? Eine Alternative bringt im Frühjahr der Fahrradhersteller Tern mit dem kompakten Quick Haul auf den Markt. Wie bei Tern üblich, ist auch für dieses Modell eine breite Palette modularer Gepäcklösungen verfügbar, mit denen sich selbst anspruchsvolle Transportaufgaben bewältigen lassen. Als Antriebe stehen verschiedene Bosch-Motoren und Schaltungen zur Wahl.

    Eine Besonderheit des rund 23 Kilogramm schweren und auf 150 Kilogramm maximale Zuladung ausgelegten Quick Haul ist die Höhenverstellbarkeit von Sattel und Lenker, was eine spontane Anpassung auf Nutzer von 1,50 bis 1,95 Meter Körpergröße erlaubt. Zum Lastenrad wird das Quick Haul dank eines extralangen Heckträgers, der auf 50 Kilogramm Traglast ausgelegt ist und die Montage eines Kindersitzes sowie vertikales Parken erlaubt.

    Das auf 20-Zoll-Rädern stehende Quick Haul ist mit Licht, hydraulischen Scheibenbremsen sowie Schutzblechen ausgestattet. Die Preise starten bei rund 3.000 Euro.

    Das Longtail-Cargobike Stoker wird ab Mai auch in einer elektrisch unterstützten Variante als Estoker angeboten www.voss-spezialrad.de

    Klassisch oder elektrisch

    Das Longtail-Cargobike Stoker wird ab Mai auch in einer elektrisch unterstützten Variante als Estoker angeboten.

    Mit dem Estoker des US-Herstellers Xtracycle kommt ein weiteres Cargobike mit extralangem Heck und E-Antrieb nach Deutschland. Vertrieben wird das neue Modell von Voss Spezialrad. Der Heckträger des Longtails eignet sich für eine Vielzahl anspruchsvoller Transportaufgaben. Xtracycle hat außerdem eine Reihe von speziellen Transportlösungen entwickelt.

    Im Zubehör bestellbar sind verschiedene Sitzbankformate, große Gepäcktaschen oder ein Frontträger, der sich auf Wunsch mit einer maßgeschneiderten Transportbox kombinieren lässt. Das Lastenrad soll 180 Kilogramm Systemgewicht vertragen.

    Dank großvolumiger Reifen lassen sich auch Feldwege oder holprige Straßen befahren. Als Antrieb dient ein EP8-Mittelmotor von Shimano. Rund 5.900 Euro soll das Estoker kosten.

    Hagen Bikes bietet ein Lastenrad im klassischen Long-John-Format Hagen Bikes

    Langer Klassiker

    Hagen Bikes bietet ein Lastenrad im klassischen Long-John-Format.

    Einen klassischen Long-John-Typen hat die frisch in Deutschland gestartete Marke Hagen Bikes im Angebot. Der Tieflader des in Estland produzierenden Fahrradherstellers ist mit Bio- oder E-Antrieb sowie in den drei Standardlängen Mini, Flagship und XL erhältlich.

    In der Basisausstattung bietet das Cargobike eine schlichte Ladefläche, für die optional verschiedene Aufbauten für den Gepäck- oder Kindertransport bestellbar sind. Alle Modelle des Herstellers zeichnen sich durch eine Zuladung von 180 Kilogramm aus. Bei der E-Version unterstützt der S-Mag von Brose in Kombination mit einem 630-Wh-Akku den Fahrer. Rund 70 Kilometer Reichweite soll die Batterie erlauben.

    Kombiniert ist der E-Antrieb mit einer Heavy-Duty-Automatic-Nabe von Enviolo und einem Gates-Riemenantrieb. Wer vollständig auf Muskelkraft setzen will, kann zwischen einer Alfine-Nabe mit 8 Gängen oder einer neunstufigen Kettenschaltung wählen. Die Preise starten bei 2.540 Euro für die muskelbetriebene Variante beziehungsweise 5.340 Euro für die E-Version.

    An sonnigen Tagen soll sich der Sunrider zu 100 Prozent selbst mit Strom versorgen können Need The Globe

    Mit der Kraft der Sonne

    An sonnigen Tagen soll sich der Sunrider zu 100 Prozent selbst mit Strom versorgen können.

    Deutlich teurer, dafür allerdings auch nachhaltiger und außerdem auf große Lasten ausgelegt ist das Lasten-Dreirad Sunrider der holländischen Firma Need The Globe (NTG). Das gut drei Meter lange Pedelec zeichnet sich durch eine große Transportbox auf seiner rund einen Meter breiten Hinterachse aus.

    In das geschlossene Cargoabteil passt rund ein Kubikmeter Gepäck, das bis zu 150 Kilogramm wiegen darf. Der Clou sind jedoch die an den Seiten und auf dem Dach der Transportbox angebrachten Solarpanele, die einen Großteil des für den E-Antrieb benötigten Stroms bereitstellen können. Die PV-Anlage mit 545 Watt Peak deckt an sonnigen Tagen bis zu 100 Prozent des Strombedarfs.

    Der vornehmlich für Logistikunternehmen und Lieferdienste entwickelte Sunrider bietet einen 1,6 kWh großen Akku, für Vortrieb sorgt ein 250-Watt-Pedelec-Motor. Kostenpunkt: 14.500 Euro.

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