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10.02.2022

09:44

Elektromobilität

Der feine, kleine Unterschied – das kann der Porsche Taycan Sport Turismo

Von: Michael Specht
Quelle:Spotpress

Porsche legt die Kombi-Variante etwas tiefer und poliert sie optisch auf. So sieht die „dritte Karosserievariante“ des Taycan im Detail aus.

Man muss zweimal hinschauen, besser dreimal, um zu erkennen, was denn da nun um die Ecke biegt, der Cross Turismo oder der 2 Zentimeter tieferliegende Sport Turismo Porsche

Nur kosmetische Änderungen

Man muss zweimal hinschauen, besser dreimal, um zu erkennen, was denn da nun um die Ecke biegt, der Cross Turismo oder der zwei Zentimeter tieferliegende Sport Turismo.

Salzburg Mit ihrer Strategie, dem Kunden möglichst viele Derivate und Varianten von einer Baureihe anzubieten, sind die Marketing-Experten von Porsche bislang gut gefahren. Vor allem bei der Baureihe 911 Carrera läuft dieses Prinzip seit Jahrzehnten prima. Beim jüngst vorgestellten Taycan Sport Turismo aber wollen sich die schwäbischen Autobauer scheinbar selbst zu übertreffen.

Weil an dem Sportkombi gegenüber dem Cross Turismo ein paar Off-road-Dekorelemente fehlen und er, wie die Taycan-Limousine, auch mit Heckantrieb bestellbar ist, spricht Porsche gleich von einer neuen, nun dritten Karosserievariante. Dabei ist die Blechhülle exakt die gleiche wie zuvor. Man muss zweimal hinschauen, besser dreimal, um zu erkennen, was denn da nun um die Ecke biegt, der Cross Turismo oder der 2 Zentimeter tieferliegende Sport Turismo.

Am auffälligsten dürften die Kotflügel sein. Beim Sport Turismo fehlen die schwarzen Kunststoff-Radblenden. Weitere Unterschiede: eine minimal geänderte Front- und Heckschürze sowie der hintere, nun in Wagenfarbe lackierte Dachspoiler. Beim Cross Turismo ist er schwarz. Die Sport-Turismo-Aktion soll gezielt jene Kunden ansprechen, denen der Cross-Look ein wenig zu robust daherkommt und die einen elektrischen Sportkombi lieber im eleganteren Straßen-Outfit haben möchten.

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    Hinzu kommt, der Taycan Sport Turismo bietet die Möglichkeit, wie schon bei der Limousine, nur den Heckantrieb zu wählen. Hier sitzt dann lediglich ein Elektromotor an der Hinterachse. Und statt mit Luftfedern fährt das Basismodell mit Stahlfedern.

    Zudem hat der Käufer die Wahl zwischen zwei unterschiedlich großen Batterien. Der Cross Turismo bietet ihm diese genannten Optionen nicht. So lässt sich der Sport Turismo in der Grundversion mit Heckantrieb und 71-kWh-Akku bereits für 86.495 Euro erstehen. Ein Cross Turismo rollt nicht unter 95.658 Euro vom Hof des Händlers.

    Die Sport-Turismo-Aktion soll gezielt jene Kunden ansprechen, die einen elektrischen Sportkombi lieber im eleganteren Straßen-Outfit haben möchten. Porsche

    Weniger Offroad-Gene

    Die Sport-Turismo-Aktion soll gezielt jene Kunden ansprechen, die einen elektrischen Sportkombi lieber im eleganteren Straßen-Outfit haben möchten.

    Das Interieur ist bekannt Porsche

    Bekanntes Interieur

    Taycan-Kenner erwartet im Innenraum wenig Neues.

    Ende Februar kommt der Taycan Sport Turismo zunächst in der GTS-Variante (ab 132.786 Euro) auf den Markt. Wenige Wochen später folgen vier weitere Ableger: Basis, 4S, Turbo und Turbo S. Letzterer geht mit einem Antrieb an den Start, der sich weit jenseits der normalen Autowelt bewegt: 560 kW/761 PS sind in der Lage, das über zwei Tonnen schweren Kombi-Coupé in weniger als drei Sekunden von null auf 100 km/h zu katapultieren. Porsche lässt sich dieses Power-Paket mit satten 187.288 Euro bezahlen.

    Dass dieser Super-Boost für den Fahralltag nicht zwingend nötig ist, beweist am besten die Basisversion. Schon ihre 300 kW/408 PS lassen nie das Gefühl aufkommen, untermotorisiert unterwegs zu sein. Elektromotoren bieten ja den großen Vorteil, stets ihr maximales Drehmoment von Stand weg zur Verfügung zu stellen. Ein gutes Maß an Souveränität ist damit quasi serienmäßig an Bord.

    Der Taycan Sport Turismo fährt sich entsprechend angenehm, geschmeidig und komfortabel. Verblüffend bleibt seine, in Relation zu Gewicht und Größe, sehr handlichen Fahreigenschaften. Verstärkt wird dieses Gefühl sogar noch, wenn der Taycan mit einer mitlenkenden Hinterachse ausgestattet ist. Der Turbo S hat dieses Feature serienmäßig.

    Auch bei winterlichen Straßenverhältnissen lässt sich der Taycan keine Schwäche anmerken. Die Steuerung des Allradantriebs über die beiden PSM-Motoren läuft perfekt. Im Sportmodus sind sogar leichte Drifts möglich.

    Die Basisvariante kommt auf 300 kW/408 PS Porsche

    Leistungsstarkes Einstiegsmodell

    Die Basisvariante kommt auf 300 kW/408 PS.

    Der Kofferraum fasst bis zu 1.212 Liter Porsche

    Viel Platz

    Der Kofferraum fasst bis zu 1.212 Liter.

    Mit Einführung des Sport Turismo bietet Porsche für die Taycan-Baureihe erstmalig ein elektrisch schaltbares Panorama-Glasdach an (Limousine und Cross Turismo folgen in Kürze). Es arbeitet mit Flüssigkeitskristallen. Sie sitzen in einer Folie. Wird Strom angelegt, ordnen sich die Kristalle in Millisekunden so an, dass die Scheibe transparent wird. Bei „Strom aus“ wird die Scheibe matt. Die Bedienung erfolgt über das Touchpad.

    Überarbeitet wurden auch Komfort- und Sicherheitsausstattungen. Ohne dass der Fahrer im Auto sitzt, kann er über sein Smartphone den Taycan ein- und ausparken lassen, falls die Lücke so eng sein sollte, dass sich die Tür danach nicht weit genug zum Aussteigen öffnen lässt.

    Auch wenn Porsche beim Taycan Sport Turismo von einer dritten Karosserievariante spricht, nur weil ein paar Radlaufblenden fehlen, die neue Variante wird sicher ihre Käufer finden. Denn sie verbindet exzellente Fahreigenschaften mit überdurchschnittlichem Nutzwert. Auch die Langstreckenqualitäten überzeugen. An Schnellladern, zum Beispiel an Ionity-Säulen, zieht sich der Taycan über sein 800-Volt-System in 15 Minuten fast 300 „neue“ Kilometer rein. Ergänzend zum Ionity-Netzwerk plant Porsche zudem, eigene Supercharger entlang der wichtigsten europäischen Verkehrsachsen zu aufzustellen.

    Porsche Taycan Sport Turismo – Technische Daten

    Fünftüriges, fünfsitziges Kombi-Coupé

    • Länge: 4,94 Meter
    • Breite: 1,97 Meter (mit Außenspiegeln: 2,14 Meter)
    • Höhe: 1,41 Meter
    • Radstand: 2,90 Meter
    • Kofferraum: 405 – 1.212 Liter, vorne 84 Liter

    Basis: PSM-Elektromotor

    • Leistung 300 kW/408 PS
    • maximales Drehmoment: 345 Nm
    • Hinterradantrieb
    • 0-100 km/h: 5,4 s
    • Vmax: 230 km/h
    • Batteriegröße netto: 71 kWh
    • Reichweite: 358 - 433 Kilometer
    • Normverbrauch: 24,2 – 20,2 kWh/100 km
    • CO2-Ausstoß: 0 g/km
    • Effizienzklasse: A+
    • Preis: 86.495 Euro

    4S: Zwei PSM-Elektromotoren

    • Gesamtleistung 390 kW/530 PS
    • maximales Drehmoment: 640 Nm
    • Allradantrieb
    • 0-100 km/h: 4,0 s
    • Vmax: 250 km/h
    • Batteriegröße netto: 71 kWh
    • Reichweite: 358 - 441 Kilometer
    • Normverbrauch: 24,6 – 20,4 kWh/100 km
    • CO2-Ausstoß: 0 g/km
    • Effizienzklasse: A+
    • Preis: 107.439 Euro

    GTS: Zwei PSM-Elektromotoren

    • Gesamtleistung 440 kW/598 PS
    • maximales Drehmoment: 850 Nm
    • Allradantrieb, 0-100 km/h: 3,7 s
    • Vmax: 250 km/h
    • Batteriegröße netto: 83,7 kWh
    • Reichweite: 424 - 490 Kilometer
    • Normverbrauch: 24,1 - 21,0 kWh/100 km
    • CO2-Ausstoß: 0 g/km
    • Effizienzklasse: A+
    • Preis: 132.786 Euro

    Turbo: Zwei PSM-Elektromotoren

    • Gesamtleistung 500 kW/680 PS
    • maximales Drehmoment: 850 Nm
    • Allradantrieb
    • 0-100 km/h: 3,2 s
    • Vmax: 260 km/h
    • Batteriegröße netto: 83,7 kWh
    • Reichweite: 424 - 491 Kilometer
    • Normverbrauch: 24,2 – 20,9 kWh/100 km
    • CO2-Ausstoß: 0 g/km
    • Effizienzklasse: A+
    • Preis: 153.968 Euro

    Turbo S: Zwei PSM-Elektromotoren

    • Gesamtleistung 560 kW/761 PS
    • maximales Drehmoment: 1.050 Nm
    • Allradantrieb
    • 0-100 km/h: 2,8 s
    • Vmax: 260 km/h
    • Batteriegröße netto: 83,7 kWh
    • Reichweite: 430 - 458 Kilometer
    • Normverbrauch: 24,0 – 22,5 kWh/100 km
    • CO2-Ausstoß: 0 g/km
    • Effizienzklasse: A+
    • Preis: 187.288 Euro

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