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03.01.2022

17:43

Autohersteller

Hyundai und Kia peilen Absatz von über sieben Millionen Autos an

Die südkoreanischen Fahrzeugbauer rechnen für 2022 mit einem höheren Absatzziel. Auch weitere Autohersteller zeigen sich optimistisch.

Mehrere Autobauer peilen höhere Absatzziele an. AP

Hyundai Sonata

Mehrere Autobauer peilen höhere Absatzziele an.

Seoul Der VW-Konkurrent Hyundai Motor und die kleinere Schwester Kia blicken zuversichtlich auf das neue Jahr. Die beiden südkoreanischen Autohersteller rechnen damit, 2022 die Schwelle von sieben Millionen Autos wieder übertreffen zu können, nachdem sie dieses Ziel im vergangenen Jahr noch verfehlt hatten. Das Absatzziel liegt demnach bei zusammen 7,47 Millionen Autos. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Unternehmen am Montag vorlegten. Die Hyundai Motor Group ist der weltweit fünftgrößte Autokonzern.

Das Verkaufsziel liegt um zwölf Prozent höher als die 6,67 Millionen Autos, die beide Unternehmen im vergangenen Jahr abgesetzt hatten. Die Autoindustrie war stark von der globalen Chipknappheit betroffen, die die Auslieferung von Fahrzeugen zum Teil stark verzögerte.

Es werde erwartet, dass sich 2022 die Nachfrage auf dem weltweiten Automarkt erholen werde, teilte Hyundai Motor mit. Vor diesem Hintergrund wolle das Unternehmen durch „optimierte Geschäftsstrategien für jede Region“ 4,32 Millionen Autos verkaufen. Allein auf den Auslandsmärkten rechnet Südkoreas Branchenführer damit, 3,59 Millionen Autos absetzen zu können.

Im vergangenen Jahr sei es gelungen, „den Übergang zur Elektrifizierung“ dank der Einführung des Elektromodells Ioniq 5 in Schwung zu bringen, hieß es. Hyundai Motor will bis zum Jahr 2025 einen Anteil von zehn Prozent des Weltmarkts für batteriebetriebene Elektrofahrzeuge erreichen.

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    Weitere Autobauer wie Tesla und Nio hatten optimistische Prognosen bekanntgegeben. Der Elektroauto-Hersteller Tesla brachte in den letzten drei Monaten des Jahres eine Rekordzahl von 308.600 Fahrzeugen an die Kunden. Im gesamten Jahr kommt Tesla damit auf gut 936.000 Auslieferungen, ein Plus von 87 Prozent im Vergleich zu 2020.

    Tesla: Jährliches Plus von 50 Prozent

    Der Autobauer will auf lange Sicht ein jährliches Plus von mindestens 50 Prozent bei den Auslieferungen halten. Die neuen Fabriken in Grünheide bei Berlin und in Texas sollen die nötigen Kapazitäten dafür schaffen. Bisher baut Tesla seine Fahrzeuge im Stammwerk im kalifornischen Fremont sowie im neuen Werk in Shanghai.

    Der Quartalsrekord kam überraschend für Analysten, die mit 263.000 Autos gerechnet hatten. Im Vorjahresquartal hatte Tesla gut 180.000 Fahrzeuge ausgeliefert und im dritten Vierteljahr 2021 knapp 242.000. Die Tesla-Aktien starteten dank der Rekordzahlen mit einem Kurssprung ins neue Jahr: Im US-Handel schnellten die Papiere am Montag kurz nach dem Handelsstart um 10,2 Prozent auf zwischenzeitlich 1164,47 Dollar nach oben. Damit näherten sie sich ihrem Rekordhoch von 1243 Dollar von Anfang November.

    Die Kompaktwagen Model 3 und Model Y machen weiterhin den Löwenanteil des Tesla-Geschäfts aus. Davon wurden im Schlussquartal fast 297.000 Fahrzeuge ausgeliefert und im gesamten Jahr gut 911.000, wie Tesla am Sonntag mitteilte. Die teureren und größeren Wagen Model S und Model X, die im vergangenen Jahr erneuert wurden, machen den Rest aus. Den Produktionsbeginn des Elektro-Pickups „Cybertruck“ verschob Tesla unter Verweis auf die Engpässe in der Lieferkette auf dieses Jahr.

    Auch die Absatzzahlen der chinesischen Fahrzeug-Hersteller Nio und Xpeng gaben den Unternehmen Auftrieb. Nio verdoppelte den Absatz 2021 auf 91.429 Einheiten. Bei Xpeng summiert sich das Plus auf 263 Prozent auf rund 98.000 Fahrzeuge. Der anhaltende Elektroauto-Boom ermuntert Anleger zum Einstieg bei Nio. Die in den USA notierten Aktien der chinesischen Fahrzeug-Hersteller steigen vorbörslich um bis zu sechs Prozent.

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