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29.11.2022

09:08

Gebrauchtwagen-Check

Lademeister mit Langzeitschwächen – das kann der VW Caddy IV als Gebrauchter

Quelle:dpa

Der VW Caddy ist wegen seiner großen Ladeflächen bei Handwerkern und Familien gleichermaßen beliebt. Doch das Modell hat als Gebrauchtwagen seine Tücken.

Schlagzeug, Angelausrüstung oder der Nachwuchs? Mit solcher und anderer Fracht können Hochdachkombis wie der VW Caddy gut umgehen. dpa

VW Caddy IV (2015 bis 2019)

Schlagzeug, Angelausrüstung oder der Nachwuchs? Mit solcher und anderer Fracht können Hochdachkombis wie der VW Caddy gut umgehen.

Berlin Ob als Kleinlaster genutzt oder als Alltagsauto, das auch in der Freizeit den Pragmatiker geben soll – der VW Caddy kann einiges wegstecken. Als Lademeister hat er sich bewährt, und er wurde in seiner Karosserieform über die Jahre bis auf den gewissen Feinschliff kaum verändert.

Doch bei der Hauptuntersuchung (HU) leistet sich das – zugegeben durch hohe Laufleistungen arg strapazierte – Auto so seine Schwächen.

Modellhistorie: Der betrachtete Caddy IV war als Neuwagen von 2015 bis 2019 im Angebot. Es handelte sich nicht wirklich um eine neue Generation, aber um ein erneutes gründliches Facelift des seit 2003 gebauten Typs 2K, das fortan mit auf Euro-6-Norm gebrachte Motoren unterwegs war. 2018 wurden die Diesel auf Euro-6d-Temp umgestellt.

Karosserievarianten: Das Ur-Modell von 1979 war noch als Pritsche zu haben, der Caddy IV in der Pkw-Version wurde nur noch als Hochdachkombi in zwei Radständen angeboten. Beide Versionen kamen mit wahlweise bis zu sieben Sitzen.

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    Die Heckklappe konnte ganz klassisch nach oben öffnend oder als geteilte Flügeltür-Variante bestellt werden. Ab 2016 wurde der höhergelegte und mit Allrad versehene Caddy Alltrack angeboten.

    Abmessungen (laut ADAC): 4,41 m bis 4,88 m x 1,79 m x 1,79 m bis 1,87 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 750 l bis 3030 l (Maxi-Version, je nach Bestuhlung: 530 l bis 3880 l). Bei der Siebensitzerversion schrumpft das Volumen auf bis zu 120 Liter.

    Stärken: Dank Starrachse und Blattfedern kann der Caddy ordentlich Lasten verarbeiten. Bei der HU schneidet die Frontbeleuchtung überdurchschnittlich gut ab. Gleiches gilt laut „Auto Bild Tüv Report 2022“ für Bremsleitungen und -schläuche.

    Die Abgasuntersuchung (AU) ist selten ein Problem. Fahrwerksseitig geben Antriebswellen sowie Lenkanlage und -gelenke ein ordentliches Bild ab, Rost tritt sehr selten auf.

    Schwächen: Der Report schreibt aber auch: Exemplare ohne Mängel seien „unterdurchschnittlich oft zu finden“. Problemzonen sind demnach die Achsaufhängungen, die schon zur ersten HU zu viele Mängel aufweisen.

    Beim zweiten Check zeigt das Diagramm bei Achsfedern und Dämpfung rot. Rückleuchten aller Baujahre schneiden nur mau ab. Gleich zum ersten Termin leidet der Caddy zudem sehr oft unter stark verschlissenen Bremsscheiben.

    Pannenverhalten: Der ADAC verortet den Caddy IV aller Erstzulassungsjahre in seiner Pannenstatistik auf guten Plätzen während der Vorgänger teils etwas schlechter abschneidet.

    Motoren: Benziner (Drei- und Vierzylinder, Frontantrieb): 62 kW/84 PS bis 96 kW/131 PS; Diesel (Vierzylinder, Allrad- und Frontantrieb): 55 kW/75 PS und 110 kW/150 PS; Erdgas (Vierzylinder, Frontantrieb): 81 kW/110 PS.

    Marktpreise (laut „DAT Marktspiegel“ der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern):

    • Caddy 2.0 TDI Blue Motion Conceptline (2015); 75 kW/102 PS (Vierzylinder); 124.000 Kilometer; 10.700 Euro.
    • Caddy 1.0 TSI BMT Highline (2017); 75 kW/102 PS (Dreizylinder); 79.000 Kilometer; 17.750 Euro.
    • Caddy 1.4 TGI BMT Maxi Conceptline (2016); 81 kW/110 PS (Vierzylinder); 91.000 Kilometer; 14.100 Euro.

    Von

    dpa

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