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12.05.2022

14:33

Mild-Hybride

Sparen mit Schwachstrom – das können Fiat 500X Hybrid und Fiat Tipo Hybrid

Von: Tomas Hirschberger
Quelle:Spotpress

Ohne Elektrounterstützung läuft heute nichts mehr. Das weiß auch Fiat und bringt den 500X sowie den Tipo mit Mild-Hybrid. Der Stromschlag fällt dabei ganz milde aus.

Fahrbericht: Fiat 500X Hybrid und Fiat Tipo Hybrid  - Sparen mit Schwachstrom Fiat

Fiat 500X Hybrid

Dank Mildhybrid soll das Modell sparsamer unterwegs sein.

Pisa Mild-Hybride sind für die Automobilhersteller so etwas wie Light-Produkte für die Lebensmittelindustrie. Sie lösen zwar nicht wirklich Probleme, beruhigen aber zumindest das gute Gewissen. Für die von CO2-Strafzahlungen geplagten Autobauer ist der Mild-Hybrid das momentan kostengünstigste und effizienteste Mittel, um den Flottenverbrauch um ein paar Gramm zu drücken. Da hilft jeder Stromschlag.

Unter den vielen elektrifizierten Newcomern sind aktuell auch zwei Italiener. Fiat bringt in diesen Tagen den Crossover 500X sowie den kompakten Tipo als Mild-Hybrid und löst damit sein Versprechen ein, für jedes Modell zumindest eine emissionsärmere Version anzubieten. Bei 500X und Tipo wird es aktuell bei diesen beiden Hybrid-Varianten bleiben, die anderen Benziner und auch der Diesel fallen aus dem Programm.

Die Kraftquellen der beiden Teilzeitstromer sind dabei identisch. Beide Modelle verfügen über Frontantrieb und paaren einen 1,5-Liter großen Vierzylinder-Turbobenziner mit einem 15 kW/20 PS starken Elektromotor. Der E-Motor, der nicht wie bei vollwertigen Hybriden als alleinige Antriebsquelle, sondern vielmehr als Starter-Generator fungiert, sitzt zwischen Motor und dem Siebengang-Automatikgetriebe und kann auf ein 48-Volt-Bordnetz zurückgreifen. Die Leistung beträgt 96 kW/130 PS, das maximale Drehmoment 240 Newtonmeter.

Den kleinen, 0,8 kWh starken und nur 13,5 Kilo leichten Akku platziert Fiat zwischen den Vordersitzen. Das gleiche System hat Alfa übrigens gerade im neuen Tonale vorgestellt.

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    Die Aufgaben des gemischten Doppels, die sich äußerlich nur durch das Hybrid-Logo am Heck von ihren Brüdern unterscheiden, sind klar definiert. Der E-Motor soll die Italo-Kumpel ein wenig beim Anfahren unterstützen. Zudem verspricht Fiat, zum Beispiel im Stau, eine vollelektrische Schleichfahrt von bis zu drei Kilometern. Dabei wird der Verbrenner gänzlich ausgeschaltet.

    Der 500X Hybrid startet in der bereits gut ausgestatteten Club-Version bei 28.990 Euro Fiat

    Günstiger Einstieg

    Der 500X Hybrid startet in der bereits gut ausgestatteten Club-Version bei 28.990 Euro.

    Die Kraftquellen der beiden Teilzeitstromer sind dabei identisch. Beide Modelle verfügen über Frontantrieb und paaren einen 1,5-Liter großen Vierzylinder-Turbobenziner mit einem 15 kW/20 PS starken Elektromotor. Fiat

    Kein Sprinter

    Die Kraftquellen der beiden Teilzeitstromer sind dabei identisch. Beide Modelle verfügen über Frontantrieb und paaren einen 1,5-Liter großen Vierzylinder-Turbobenziner mit einem 15 kW/20 PS starken Elektromotor.

    Einparken und Rangieren können 500X und Tipo ebenfalls komplett elektrisch. Der neue Antrieb verfügt praktischerweise über eine sogenannte Kriechfunktion, bei Fiat E-Creeping genannt, mit der es im Stop-and-Go-Verkehr ohne Druck aufs Gaspedal vorwärts geht. Das Nachladen der Batterie erfolgt übers Rekuperieren, hierbei gewinnt das Hybridsystem beim Bremsen und Rollen Energie zurück.

    Von all dem bekommt man hinterm Steuer nur ansatzweise etwas mit. Bei 500X und Tipo ist spürbar, dass die Italiener die Spielart mit elektrischer Unterstützung schon ein paar Jahre betreiben. So richtig harmonisch wirkt die neue Doppelstrategie dennoch nicht. Was in erster Linie an der nicht mehr ganz taufrischen Siebengang-Automatik liegt. Bei beiden Kandidaten wirkt sie unentschlossen und eher gemütlich in ihren Reaktionen.

    Wer kräftig Gas gibt, wartet eine lange Gedenksekunde auf eine passende Antwort. Die fällt dann recht spontan und nicht ganz leise übers Auto her. Wie ein ausgedehntes Turboloch aus vergangenen Tagen. Was zur Folge hat, dass sich weder 500X noch Tipo nach 130 PS anfühlen. Der versprochene E-Boost beim Kickdown fällt dann auch wie ein eher harmloser Schlag mit Schwachstrom aus.

    Die Stärken des Systems liegen zweifellos im gemütlichen Dahingleiten bei gleichmäßigem Tempo. Dann ist der Hybrid in seinem Element, leise und harmonisch. Fiat gibt an, dass der Verbrenner bei Verbrauchsfahrten nach WLTP-Zyklus bis zu 47 Prozent der Zeit im Leerlauf vollständig entkoppelt ist, bei Stadtfahrt soll der Anteil sogar auf 62 Prozent steigen. So sinkt der Verbrauch nach der Papierform um elf Prozent. Heißt in der Theorie: 6,6 Liter pro 100 Kilometer für den 500X, beim Tipo sollen es nur 5,5 l/100 km sein. Beides Werte, die bei unserer ersten Testfahrt jeweils um einen guten Liter höher lagen.

    Für den Tipo Hybrid City Life sind als Fünftürer 28.490 Euro fällig, für den Kombi sind es 29.990 Euro Fiat

    Spar-Kombi

    Für den Tipo Hybrid City Life sind als Fünftürer 28.490 Euro fällig, für den Kombi sind es 29.990 Euro.

    Die Leistung beträgt 96 kW/130 PS, das maximale Drehmoment 240 Newtonmeter Fiat

    Elektro mit Turboloch

    Die Leistung beträgt 96 kW/130 PS, das maximale Drehmoment 240 Newtonmeter.

    Zum Tipo scheint der Hybrid-Antrieb übrigens besser zu passen. Einfach, weil er das modernere Auto ist. Mit einem Fahrwerk, das Fahrbahnschäden souveräner ausbügelt und einer Lenkung, die ihren Führungsaufgaben mit größerer Akkuratesse nachkommt. Beim 500 X hingegen merkt man, dass er nicht mehr der Junior im Fiat-Team ist. Die Federung ist eher straff, aber weit davon entfernt, den wankelmütigen Crossover mit sportlichem Ehrgeiz durch schnelle Kurven zu geleiten. Was die ziemlich indirekte Lenkung ohnehin überfordert.

    Gehen wir an die Kasse: Der 500X Hybrid startet in der bereits gut ausgestatteten Club-Version bei 28.990 Euro, für den Tipo Hybrid City Life sind als Fünftürer 28.490 Euro fällig, für den Kombi sind es 29.990 Euro. Preislich gehen die elektrifizierten Fiat-Brüder also weiterhin als Light-Produkte durch.

    Fiat 500 X Club – Technische Daten

    Fünftüriger Crossover mit Frontantrieb

    • Länge: 4,26 Meter
    • Breite: 1,80 Meter
    • Höhe: 1,60 Meter
    • Radstand 2,57 Meter
    • Kofferraum 350 - 1.000 Liter
    • 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 15 kW/20 PS E-Motor
    • 48 Volt-Bordnetz
    • Leistung 96 kW/130 PS bei 5.250 U/min
    • maximales Drehmoment 240 Nm bei 1.500 min.
    • Siebengang-Automatikgetriebe
    • 0-100 km/h: 9,4 s
    • Vmax: 194 km/h
    • Verbrauch: 6,6 Liter/100 km (kombiniert nach WLTP)
    • CO2-Emissionen: 149 g/km
    • Preis ab 28.990 Euro

    Fiat Tipo Hybrid

    Fünftürige Kompaktlimousine mit Frontantrieb

    • Länge: 4,37 Meter
    • Breite: 1,79 Meter
    • Höhe: 1,49 Meter
    • Radstand 2,63 Meter
    • Kofferraum 440 Liter
    • 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 15 kW/20 PS E-Motor
    • 48 Volt-Bordnetz
    • Leistung 96 kW/130 PS bei 5.250 U/min
    • maximales Drehmoment 240 Nm bei 1.500 min.
    • Siebengang-Automatikgetriebe
    • 0-100 km/h: 8,8 s
    • Vmax: 207 km/h
    • Verbrauch: 5,1 Liter/100 km (kombiniert nach WLTP
    • CO2-Emissionen: 117 g/km
    • Preis: ab 28.490 Euro

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