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Oldtimer im Alltag

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Ein Oldtimer im Graben bei Hinterzarten. Bei dem Unfall wurde der Fahrer nach Polizeiangaben tödlich verletzt. dpa

Ein Oldtimer im Graben bei Hinterzarten. Bei dem Unfall wurde der Fahrer nach Polizeiangaben tödlich verletzt.

Vor allem Hobbyfahrer verursachen häufig Auffahrunfälle. "Sie kennen oft nicht das niedrige Verzögerungspotenzial der Bremsen oder bremsen in der Notsituation zu vorsichtig, um ihr Fahrzeug zu schonen", sagt Gwehenberger. Mindern lässt sich dieses Risiko durch Fahrertrainings für Oldtimer-Besitzer, die von einigen Automobilclubs angeboten werden.

Besonders häufig führen technische Mängel zu Klassiker-Unfällen. Sammelt sich Wasser in der Bremsleitung, können die Bremsen versagen. Auch können in die Jahre gekommene Reifen platzen oder spröde Fahrzeugscheiben das Sonnenlicht brechen und den Fahrer blenden.

Für den Alltagseinsatz eines Klassikers gilt es aber nicht nur die Tücken der Technik zu berücksichtigen: Auch die Schadstoffgesetze zwingen zur Vorsicht. "Echte Oldtimer, also Fahrzeuge mit H- oder 07-Kennzeichen, benötigen keine Feinstaubplakette. Sie sind vom Fahrverbot in den Umweltzonen ausgenommen", gibt AvD-Experte Ritter zwar Entwarnung. Doch für "Youngtimer" gelten in der Regel die gleichen Bedingungen wie für alle anderen Kfz auch: Ohne entsprechende Plakette bleibt für sie die Umweltzone tabu. Deshalb bieten viele Hersteller mittlerweile Nachrüstlösungen für ihre jungen Klassiker an. Wo dies nachweislich nicht möglich ist, kann ein "Youngtimer"-Besitzer laut Ritter eine kostenpflichtige Ausnahmegenehmigung beantragen.

Weiterer Knackpunkt beim Alltagseinsatz sind die Zulassungsregeln: "Das H-Kennzeichen ist für den Dauerbetrieb vorgesehen, jedoch an die Bedingung geknüpft, dass die Fahrzeuge vornehmlich zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes eingesetzt werden", sagt AvD-Experte Ritter.

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    Deshalb könnte man auf dem Weg ins Büro in Erklärungsnotstände geraten. Tabu für die Fahrt zur Arbeit sind Autos mit einem sogenannten 07-Kennzeichen: Sie dürfen nur für Probe- und Überführungsfahrten, für die Teilnahme an Veranstaltungen sowie für Fahrten zu Wartungszwecken genutzt werden. "Zur Werkstatt dürfen Sie also fahren, zum Einkaufen um die Ecke dagegen nicht."

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