MenüZurück
Wird geladen.

23.09.2017

16:58 Uhr

Nachbeben in Mexiko

Häuser und Brücken stürzen ein

Gebäude stürzen ein, Menschen rennen auf die Straße: Ein neues Erdbeben erschüttert Mexiko. Wie schon beim Erdbeben Anfang September ist vor allem die Stadt Juchitán betroffen.

Nach Erdbeben in Mexiko

Dramatische Rettungsaktion: Helfer versuchen Mädchen aus Trümmern zu bergen

Nach Erdbeben in Mexiko: Dramatische Rettungsaktion: Helfer versuchen Mädchen aus Trümmern zu bergen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Mexiko-StadtMehrere Häuser und eine Brücke sind im Süden Mexikos durch das erneute Erdbeben eingestürzt. Wie TV-Sender am Samstag berichteten, wurde wie schon beim Erdbeben vom 7. September besonders die Stadt Juchitán im Bundesstaat Oaxaca schwer getroffen, mindestens acht Gebäude seien hier eingestürzt.

Bei dem Beben vor zwei Wochen mit einer Stärke von 8,1 lag das Zentrum draußen im Pazifik, dieses Mal lag es nur rund 20 Kilometer östlich bei der Stadt Unión Hidalgo, die Stärke wurde mit 6,1 angegeben.

Wie Erdbeben entstehen und warum Mexiko so gefährdet ist

Wie entstehen Erdbeben?

Die feste Gesteinsschicht der Erdoberfläche besteht aus Kontinentalplatten, die in ständiger Bewegung sind. „Man kann sich diese Platten vorstellen wie große Eisflächen auf dem Meer. Manchmal berühren sich und reiben sich aneinander“, sagt Rainer Kind vom Geoforschungszentrum Potsdam. Wenn sich zwei Platten miteinander verhaken, kann es zu Brüchen an ihren Rändern kommen. Dann können sich Gesteinsschichten bis zu mehrere Meter nach oben oder nach unten verschieben – die Erde beginnt zu beben.

Was sind Vor- und Nachbeben?

Ein Bruch am Rand der Kontinentalplatten kann weitere Brüche nach sich ziehen. Sind diese stark genug, kommt es zu erneuten Beben. Man spricht von Vor- und Nachbeben rund um ein stärkeres Hauptbeben. Meist liegen die Zentren dieser Erschütterungen innerhalb einer Zone von etwa 50 mal 20 Kilometern. Für Menschen können Nachbeben besonders gefährlich sein, weil Gebäude bereits an Stabilität verloren haben.

Warum ist Mexiko so häufig betroffen?

Mexiko liegt in einem besonders erdbebengefährdeten Gebiet. Hier schiebt sich die pazifische Cocosplatte unter die nordamerikanische Kontinentalplatte. Die Region ist Teil des Pazifischen Feuerrings, einer hufeisenförmigen Zone entlang der Küsten des Pazifiks, in der tektonische Spannungen häufig auftreten. Erdbeben und Vulkanausbrüche sind die Folge.

Lassen sich Erdbeben vorhersagen?

Bislang muss die Antwort deutlich ausfallen: nein. Die Reibung der Kontinentalplatten ist nicht prognostizierbar. Eine Vorhersage wie beim Wetter ist unmöglich. Sobald sich ein Erdbeben allerdings durch erste Vibrationen ankündigt, können hochsensible Messgeräte eine Warnung aussenden. Es bleiben dann 20 bis 30 Sekunden Zeit, um Feuerwehren zu alarmieren oder Ampeln auf Rot zu stellen.

Kann der Mensch Erdbeben verursachen?

Auf starke Erdbeben wie jüngst in Mexiko hat der Mensch keinen Einfluss. Es handelt sich um Naturkräfte, die seit Jahrmillionen auftreten. Schwache, lokale Erdbeben können allerdings durch Bergbau oder Kernwaffentests ausgelöst werden.

Steigt die Zahl der Erdbeben?

Wissenschaftler erfassen die Erdbebenaktivität seit etwa 100 Jahren systematisch. In diesem Zeitraum ist keine Zunahme beobachtet worden. Zwar unterliegt die Häufigkeit der Erdbeben natürlichen Schwankungen, aber ein allgemeiner Trend lässt sich nicht ausmachen.

Auch in der 700 Kilometer entfernten Millionenmetropole Mexiko-Stadt waren die Erdstöße zu spüren, die Rettungsarbeiten nach dem Beben vom vergangenen Dienstag wurden unterbrochen. Es wurde Alarm ausgelöst.

Die meisten der jetzt eingestürzten Gebäude waren bereits evakuiert worden, weil sie Schäden nach dem Beben vom 7. September aufwiesen – eine ebenfalls bereits beschädigte Brücke in der Stadt Ixtaltepec stürzte ein und soll nach Angaben von Verkehrsminister Gerardo Ruiz Esparza schnell wieder aufgebaut werden.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Carlos Santos

25.09.2017, 10:39 Uhr

NACHBEBEN IN MEXIKO
Häuser und Brücken stürzen ein
Datum:
23.09.2017 14:21 UhrUpdate: 23.09.2017, 16:58 Uhr

.........................

Kommt noch ein dritter Erdbeben mit 2,9 bis 3,3 auf der Richterskala ???

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×