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10.08.2018

19:19 Uhr

Schießerei

Zwei Polizisten und zwei weitere Menschen in Kanada erschossen

Mindestens vier Menschen sind bei einer Schießerei in Kanada ums Leben gekommen. Ein Verdächtiger befindet sich mit schweren Verletzungen im Gewahrsam.

Die Gewalttat reiht sich in eine Serie von Gewalttaten ein. AP

Einsatz in Fredericton

Die Gewalttat reiht sich in eine Serie von Gewalttaten ein.

FrederictonBei Schüssen in der ostkanadischen Stadt Fredericton sind vier Menschen getötet worden. Zwei der Toten seien Polizisten, teilte die Polizei der Stadt in der Provinz New Brunswick am Freitag über Twitter mit. Eine verdächtige, schwer verletzte Person sei in Gewahrsam genommen worden und werde behandelt. Weitere Opfer seien zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht worden. Details zur Art der Verletzungen gab es zunächst nicht.

Die Schießerei ereignete sich in einer Wohnanlage. Der Bewohner David MacCoubrey sagte in einem Telefoninterview, er habe etwa 20 Schüsse gehört und sich auf seinem Küchenboden versteckt. Die Polizei habe „alle Wohnungen im Gebäude durchsucht. Es klang so, als hätte es in der Hofgegend angefangen.“ Er sei um 7.00 Uhr (Ortszeit) in seiner Wohnung am Brookside Drive wach geworden als er drei Schüsse zehn Meter von seinem Bett entfernt gehört habe. MacCoubrey sagte, seine Wohnanlage bestehe aus vier Gebäuden. Die Schüsse seien vermutlich aus der Mitte der Anlage gekommen.

Die Polizei sperrte die Gegend weiträumig ab und riet Anwohnern, in ihren Häusern oder Geschäften zu bleiben. Travis Hrubeniuk, der in der Nähe wohnt, sagte, Bewohnern sei geraten worden, sich im Innern von Gebäuden mit verschlossenen Türen aufzuhalten. „Dies ist das erste Mal, dass ich überhaupt von irgendeinem schweren Verbrechen oder Gewaltverbrechen in dieser Stadt gehört habe“, sagte der Bewohner.

Der Bürgermeister von Fredericton, Mike O'Brien, drückte via Twitter, seine Trauer über den Tod der „zwei tapferen Polizisten“ aus. Fredericton hat etwa 60.000 Einwohner. Viele der Anwohner sagten, sie seien erstaunt über den Vorfall gewesen, der sich ereignete als sie morgens zur Arbeit gehen oder ihre Kinder in einen Kindergarten in der Nähe des Gebäudekomplexes bringen wollten. Die Menschen hätten in ihren Autos gesessen oder nahe den Absperrungen gestanden und auf Neuigkeiten gewartet, sagte Bill Henwood, dessen Bestattungsinstitut sich im abgesperrten Bereich befand. Das sei nichts, was man in Fredericton erwarte, sagte er.

Die Schüsse von Fredericton reihen sich in eine Serie von Gewalttaten ein. Im vergangenen Monat hatte ein Mann in einem belebten Viertel Torontos um sich geschossen. Dabei waren zwei Menschen ums Leben gekommen. Im April hatte ein weiterer Mann in Toronto einen Lieferwagen auf einen Gehweg gesteuert und vorsätzlich Passanten überfahren. Zehn Menschen kamen um. Eine Pressekonferenz zu den Schüssen in Fredericton sollte im Lauf des Freitags stattfinden.

Von

ap

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