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19.05.2011

21:40 Uhr

Schlecht gezwitschert

Secret Service zieht bei Twitter über US-Sender her

Der US-Geheimdienst Secret Service braucht im Umgang mit Twitter offenbar noch Nachhilfe. Eine "unangemessene" Kurznachricht über den US-Sender Fox News sorgte nun für Aufsehen.

Erst seit einigen Tagen ist der Secret Service bei Twitter aktiv. Quelle: dpa

Erst seit einigen Tagen ist der Secret Service bei Twitter aktiv.

New YorkEin Mitarbeiter zog im offiziellen Kanal des Dienstes bei dem Kurzmitteilungsdienst versehentlich über den US-Sender Fox News her. „Musste Fox für eine Geschichte mitverfolgen. Kann mit dem Gequassel nicht klarkommen“, hieß es in der Nachricht am Mittwoch, wie unter anderem der US-Sender CBS News berichtete. Der Dienst, der unter anderem US-Präsident Barack Obama bewacht, ist erst seit zehn Tagen bei Twitter aktiv.

Der Tweet wurde zwar wenig später gelöscht. Kurz zuvor hatten aber noch einige der rund 20.000 Twitter-Mitleser („Follower“) des Secret Service auf den Beitrag geantwortet und Screenshots gemacht.

Der Geheimdienst entschuldigte sich für die Kurznachricht. Ein Angestellter mit Zugang zum Twitter-Konto des Secret Service habe „einen nicht genehmigten und unangemessenen Tweet“ verschickt, wie ein hochrangiger Geheimdienst-Offizieller sagte. Der Angestellte habe angenommen, dass das Konto nicht öffentlich gewesen sei.

Erst Anfang der Woche hatte der Secret Service wegen des Umgangs mit einem Facebook-Eintrag ein schlechtes Bild abgegeben. Ein 13 Jahre alter US-Schüler war von einem Beamten des Geheimdienstes verhört worden. Grund war ein Eintrag des Jungen auf seiner Facebook-Seite nach der Tötung des Al-Kaida-Anführers Osama bin Laden. Der 13-Jährige hatte in seinem Profil bei der Internet-Plattform geschrieben, dass US-Präsident Barack Obama nun vorsichtig sein müsse, weil sich Selbstmordattentäter möglicherweise rächen könnten.

Der Secret Service ist vor allem für den Schutz hoher Amtsträger wie des US-Präsidenten verantwortlich, hat aber auch Vollmachten etwa zur Bekämpfung von Finanzkriminalität.

 

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dpa

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