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10.08.2018

06:40 Uhr

Wirtschaftsbücher gibt es viele. Die besten Bücher haben wir für Sie zusammengestellt. Imago

Buchpreis

Wirtschaftsbücher gibt es viele. Die besten Bücher haben wir für Sie zusammengestellt.

Deutscher Wirtschaftsbuchpreis 2018

Das sind die zehn besten Wirtschaftsbücher des Jahres

VonRegina Krieger

Zehn Bücher, zehn Themen: Handelsblatt, die Frankfurter Buchmesse und Goldman Sachs präsentieren die Shortlist des Deutschen Wirtschaftsbuchpreises 2018.

DüsseldorfStößt unsere liberale Weltordnung an ihre Grenzen, ist die Globalisierung gescheitert? Begrenzt der wachsende Populismus in vielen Ländern den freien Handel und fördert eine Renaissance des Protektionismus? Und wie soll man die Entwicklung in der Volksrepublik China einschätzen, die sich immer stärker in Europa einkauft?

Wie geht die Gesellschaft mit Robotics um? Begreift sie Digitalisierung als Chance oder als Bedrohung? Oder sind wir gar technologisch schon abgehängt oder haben uns abhängen lassen? Und was ist mit der Zukunft unserer Arbeit und mit dem neuen Megathema künstliche Intelligenz?

Die zehn Wirtschaftsbücher, die es auf die Shortlist für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis 2018 geschafft haben, widmen sich den großen Themen. Sie sind eine präzise Blaupause der gesellschaftlichen und ökonomischen Debatten der Gegenwart. In ihnen wird analysiert, dokumentiert und vertieft, was seit zwölf Monaten die Topthemen der Gesellschaft sind.

Der Preis

Die Partner

Das beste Wirtschaftsbuch des Jahres suchen und prämieren die drei Partner Handelsblatt, Frankfurter Buchmesse und die Investmentbank Goldman Sachs. In diesem Jahr wird der mit 10.000 Euro dotierte Preis zum zwölften Mal vergeben.

Die Preisverleihung

Eine hochkarätige Jury aus Wirtschaftsvertretern und Ökonomen unter dem Vorsitz von Senior Editor und Handelsblatt-Autor Hans-Jürgen Jakobs wählt aus den zehn Titeln der Shortlist das Siegerbuch. Kriterien sind neue, innovative Blickwinkel bei der Themensetzung, Aktualität des Buches, eine fundierte Analyse, verständliche Sprache und die Fähigkeit, ökonomische Zusammenhänge und das Thema Wirtschaft überhaupt einem breiten Publikum nahezubringen.

Deshalb lautet das Motto des Preises auch „Wirtschaft verstehen“. Bei einer feierlichen Gala im Rahmen der Frankfurter Buchmesse wird der Sieger oder die Siegerin am 12. Oktober gekürt. Die Keynote zur Einstimmung in den Abend hält der frühere Deutsche-Telekom-Chef René Obermann, heute Managing Director und Partner bei Warburg Pincus.

Die Buchmesse

Auf der Frankfurter Buchmesse ist am Tag darauf die Stunde des Preisträgers und des prämierten Buches. Jury-Präsident Hans-Jürgen Jakobs und Jurymitglied Professor Bert Rürup diskutieren mit ihm oder ihr öffentlich über das Siegerbuch und seine Thesen.

Im Anschluss gibt es eine Führung über die Buchmesse für Mitglieder des Handelsblatt-Wirtschaftsclubs. Im vergangenen Jahr wurde der Deutsche Wirtschaftsbuchpreis für einen Weltbestseller verliehen: „Homo Deus. Eine Geschichte von Morgen“ des israelischen Universalgelehrten Yuval Noah Harari, erschienen im Beck-Verlag.

Nicht nur die Finalisten, alle Einsendungen für den mit 10.000 Euro dotierten Deutschen Wirtschaftsbuchpreis waren in diesem Jahr qualitativ und inhaltlich von hochstehendem Niveau. Die Güte der Arbeiten belegt zweierlei: dass die Wirtschaftsbuchverlage und die Publikumsverlage das Interesse der Leser an den großen Themen spüren und aufnehmen – und dass die Buchbranche in Deutschland nicht so leidet, wie es oft den Anschein hat.

Gerade hat der Börsenverein des Deutschen Buchhandels neue Zahlen veröffentlicht: Der Umsatz der Branche ist 2017 demnach zwar um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, liegt aber mit 9,13 Milliarden Euro auf einer stabilen Linie, die sich seit 15 Jahren kaum ändert. Genau 72.499 neue Bücher gab es in Erstauflage.

Für den Wirtschaftsbuchpreis, der zum zwölften Mal verliehen wird, geht es um Titel, die seit September 2017 erschienen sind. Aus den zehn Finalisten, von denen die Hälfte der aktuellen Herbstproduktion vor der Buchmesse entstammt, wählt eine hochkarätige Jury (siehe „Die Jury“) das beste Wirtschaftsbuch des Jahres.

Die Bücher haben eine Klammer: Zehn Jahre nach dem Ausbruch der großen Wirtschaftskrise ist eine enorme Unsicherheit geblieben. Sie begann damals mit dem Gefühl, nur zu reagieren statt zu agieren. Es gab viele Aufarbeitungen der Krise, gute Bücher, aber bis heute ist das Unbehagen beim Blick auf die Zukunft geblieben.

Dagegen hilft Information durch Lektüre. „Wenn es einen Überlebenden im Trudel unserer Umwälzungen auszumachen gälte – es wäre entgegen allen Unkenrufen, die seinen Untergang vorhersagten, das Buch, sei es in Print oder anderen Erscheinungsformen und Geschäftsmodellen“, sagte Jury-Mitglied Ann-Kristin Achleitner im vergangenen Jahr in ihrer Keynote bei der Preisverleihung.

Der Sieger von 2017, der israelische Universalgelehrte Yuval Noah Harari, hat mit seinem Buch „Homo Deus – eine Geschichte von Morgen“ exakt die Denkanstöße vorgegeben, die die Wirtschaftsbuchautoren in diesem Jahr aufgegriffen haben. Er hat die Folgen des technisch-zivilisatorischen Umbruchs vermessen und „eine Debatte gestartet, die von uns allen fortgeführt werden muss“, so urteilte die Jury.

Was passiert, wenn künstliche Intelligenz unsere eigenen kognitiven Fähigkeiten überholt, wenn Google und Facebook unsere politischen Einstellungen besser kennen als wir selbst? Was wird aus dem Wohlfahrtsstaat, wenn Computer die Menschen vom Arbeitsmarkt verdrängen, fragte Harari. Und: Kommen aus dem Silicon Valley am Ende nicht nur neue Geräte, sondern auch neue Religionen?

Die Jury

Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner

Lehrstuhl für Entrepreneurial Finance, Technische Universität München (TUM).

Dr. Simone Bagel-Trah

Aufsichtsratsvorsitzende der Henkel AG & Co. KGaA.

Juergen Boos

Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Dr. Wolfgang Fink

Vorsitzender des Vorstands, Goldman Sachs AG.

Lutz Goebel

Geschäftsführender Gesellschafter der Henkelhausen GmbH & Co. KG, Ehren-Präsident des Verbands „Die Familienunternehmer“.

Bodo Hombach

Präsident der Bonner Akademie für Forschung und Lehre praktischer Politik (BAPP).

Prof. Dr. Bert Rürup

Präsident des Handelsblatt Research Institute.

Prof. Dr. Malcolm Schauf

Präsident des Bundesverbands Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb).

Dr. Susanne Schmidt

Ökonomin und Autorin.

Vorsitz: Hans-Jürgen Jakobs

Senior Editor und Autor des Handelsblatts.

Die Autoren suchen Antworten. Jedes der zehn Bücher wird in den kommenden Wochen bis zur Buchmesse auf der Literaturseite des Handelsblatts ausführlich vorgestellt. Die Rezensionen sowie alle weiteren Infos zum Preis sind unter www.deutscher-wirtschaftsbuchpreis.de zu finden.

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