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22.09.2017

16:28 Uhr

Analyse zur Bundestagswahl

Martin Schulz siegt – auf Twitter

VonNora Sonnabend

Kanzlerin Angela Merkel ist auf Twitter weit abgeschlagen. Eine Auswertung des sozialen Netzwerks zeigt, dass die Nutzer lieber über andere Politiker diskutieren. Ganz vorne: SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Auf Twitter öfter erwähnt als Merkel. dpa

Martin Schulz

Auf Twitter öfter erwähnt als Merkel.

BerlinMartin Schulz hat Angela Merkel im Bundestagswahlkampf abgehängt – zwar nicht in den aktuellen Umfragen, aber immerhin im Ranking der am häufigsten erwähnten Spitzenkandidaten auf Twitter. Das ist das Ergebnis einer Analyse, die das soziale Netzwerk selbst durchgeführt hat.

Demnach wurden zwischen dem 20. Juli und dem 21. September mehr als 2,1 Millionen Tweets unter den Hashtags #Bundestagswahl, #BTW, #BTW17 oder #BTW2017 abgesetzt. Allein 140.000 dieser Tweets wurden während Martin Schulz' Auftritt in der ARD-Wahlarena gesendet. Angela Merkels Auftritt in der ARD-Wahlarena rief weniger als halb so viele Reaktionen hervor.

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Auch im Twitter-Ranking der im August und September meist erwähnten Spitzenkandidaten nimmt die Bundeskanzlerin, die im Gegensatz zu allen anderen Kandidaten keinen eigenen Twitter-Account hat, lediglich Platz vier ein. Auf Platz zwei und drei liegen Alice Weidel (AfD) und Christian Lindner (FDP). An fünfter und sechster Stelle nach Merkel folgen Cem Özdemir (Die Grünen) und Sahra Wagenknecht (Die Linke).

Eine Analyse des Social-Media-Analytics-Anbieters Talkwalker zeigt zudem, mit welchen Themen die Parteien auf Twitter häufig in Verbindung gebracht wurden: Außenpolitik war sowohl bei der Union als auch bei der SPD das meistdiskutierte Thema – bei der Union mit 14,2 Prozent, bei den Sozialdemokraten mit 15 Prozent. Außerdem wurde in Tweets zu CDU/CSU häufig die Europäische Union erwähnt (13,8 Prozent), in Tweets zur SPD das Thema Sicherheit (11,8 Prozent).

Auch bei den Grünen war die Außenpolitik am häufigsten Thema (12,9 Prozent), fast genau so oft wie Umwelt (12,7 Prozent). Das Politikfeld Wirtschaft lag mit 11,2 Prozent etwa auf gleicher Höhe wie bei Union und SPD. Bei der FDP hingegen war es mit 12 Prozent Spitzenreiter.

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Bei der Linken und der AfD gab es – im Gegensatz zu den anderen Parteien – deutlich hervorstechende Schwerpunkte: Bei der Linken wurde am häufigsten das Thema Sicherheit erwähnt (17,5 Prozent), bei der AfD die Immigration (21,7 Prozent).

Auch über das Alter der Nutzer, die im Vorfeld der Bundestagswahl twitterten, gibt die Analyse des Dienstleisters Talkwalker Aufschluss: Mit 44,1 Prozent beteiligten sich vor allem 25- bis 34-Jährige unter den eingangs erwähnten Hashtags. 25,3 Prozent waren 18 bis 24 Jahre alt, 21 Prozent 35 bis 44 Jahre

Auch das Handelsblatt misst vor der Bundestagswahl den Puls in den sozialen Netzwerken – hier geht es zum Stimmungsbarometer im Bundestagswahl-Special.

Kommentare (1)

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Herr Tomas Maidan

22.09.2017, 17:22 Uhr

Schulz macht eine gute Figur. Im Kern scheint ja auch Merkels Herz relativ weit links zu schlagen. Ich verstehe überhaupt nicht, wieso Merkel auf einmal mit der FDP regieren will. Das passt doch überhaupt nicht. Schwarz-Grün, oder eben CDU-SPD sind eine wesentlich stimmigere Kombination als Schwarz-Gelb.

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