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21.09.2017

21:31 Uhr

Bundestagswahlkampf 2017

Merkel will Löhne in Pflegeberufen zur Chefsache machen

Kanzlerin Merkel warnt vor einer Abwanderung des Pflegepersonals – und will die Löhne auf Industrieniveau anheben. SPD-Kanzlerkandidat Schulz wirft der CDU-Chefin nun vor, zu lange mit einer Reform gewartet zu haben.

„Arbeit mit Menschen ist genauso gut zu bezahlen wie Arbeit an den Maschinen.“ Reuters

Angela Merkel

„Arbeit mit Menschen ist genauso gut zu bezahlen wie Arbeit an den Maschinen.“

Berlin/GießenBundeskanzlerin Angela Merkel will die Löhne für Arbeit in den Pflegeberufen denen von Industrieeinkommen anpassen. „Arbeit mit Menschen ist genauso gut zu bezahlen wie Arbeit an den Maschinen“, sagte die CDU-Chefin am Donnerstag auf einer Wahlveranstaltung in Gießen. Daran müsse man schrittweise arbeiten. Zugleich kritisierte sie den Lohnunterschied in Pflegeberufen in Ost- und Westdeutschland. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz kritisierte, dass Merkel zwölf Jahre lang Zeit gehabt habe, die Pflege zur Chefsache zu machen.

In den vergangenen Tagen waren Defizite in der Pflege zeitweise zum Schwerpunkt im Wahlkampf geworden. Sowohl Merkel als auch Schulz hatten Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen und Löhnen für die Mitarbeiter in Pflegeberufen versprochen. Die große Koalition hatte bereits eine Neuberechnung des Patientenschlüssels, die Anhebung des Pflegebeitrages und eine Neuordnung der Pflegeausbildung beschlossen.

Das TV-Duell in Zahlen

2

Die Zahl der Kandidaten – Merkel und Schulz

4

Zahl der Moderatoren – In zwei Paaren, je eine Frau und ein Mann: Maybrit Illner (ZDF) und Peter Kloeppel (RTL), Sandra Maischberger (ARD) und Claus Strunz (ProSieben/SAT.1)

5 – Zahl der Kanzlerduelle

Inklusive 2017, allesamt im Studio B in Adlershof.

8 – Zahl der Kameras

Kameras im Studio, die für die Aufzeichnung betrieben werden.

20.15 Uhr

Beginn der Live-Ausstrahlung

50

Ungefähre Zahl der beteiligten Fernseh-Mitarbeiter im Studio, in der Regie, der Maske, am Licht, in der Produktion und als Aufnahmeleiter

90

Voraussichtliche Dauer des TV-Duells in Minuten

635,56

Quadratmeter groß ist das Studio B in Adlershof

700

Ungefähre Zahl der Journalisten aus aller Welt, die im Pressezentrum neben dem Studio das TV-Duell verfolgen werden

17,64 Millionen

Zahl der Zuschauer beim TV-Duell 2013

20,98 Millionen

Zahl der Zuschauer beim TV-Duell 2005, bisheriger Rekord

Merkel warnte im MDR während einer Fragerunde mit Radiohörern vor einer Ost-West-Kluft. „Das geht inzwischen zwischen den neuen Ländern und den südlichen alten Ländern wahnsinnig auseinander“, sagte sie. „Das wird gravierende Folgen haben, weil dann die jungen Menschen natürlich dort hingehen, wo besser bezahlt wird. Und das wird wiederum in den Regionen in den neuen Ländern, wo gerade so viele Ältere wohnen, dramatische Konsequenzen haben.“

Sie kündigte an, mit den Ministerpräsidenten und den Gesundheitsministern über das Problem zu reden.

„Dass Frau Merkel nach zwölfjähriger Kanzlerschaft - also sozusagen mit einer Schrecksekunde von zwölf Jahren - festgestellt hat, dass sie die Pflege zur Chefsache machen muss, das ist schon ein dreistes Stück“, kritisierte Schulz. Sie habe das Thema lange ignoriert. Die SPD wolle einen „Neustart“ in der Pflege und strebe mehr Pflegeplätze, ein besser ausgebildetes Personal und eine bessere Bezahlung an.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Frau Elke Fischer

22.09.2017, 10:30 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Herr Leo Löwenstein

22.09.2017, 11:50 Uhr

Das bedeutet nur, dass alles bleibt wie es ist.

Herr Holger Narrog

22.09.2017, 12:16 Uhr

In einer Marktwirtschaft ist es Angelegenheit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern Löhne und Gehälter auszuhandeln. Im Sozialismus werden diese von Partei und Staat festgelegt.

Da Frau Merkel unter Ulbricht und Honecker sozialisiert wurde erstaunt es nicht, dass sie sich jetzt in die Lohnfindung einzumischen gedenkt.

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