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Fakten zur Bundestagswahl

Mehr Parteien, mehr Kandidaten, neue Wahlkreise

Vor der Bundestagswahl geht es rege zu auf den politischen Bühnen des Landes – nicht nur vorne im Rampenlicht, sondern auch auf versteckteren Schauplätzen. Die zentralen Fakten.

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Wahlberechtigt sind 29,8 Millionen Männer und 31,7 Millionen Frauen – insgesamt 61,5 Millionen Menschen. Das sind rund 400.000 weniger als bei der Wahl 2013. Eine große Bedeutung haben erfahrungsgemäß die Älteren. Bereits 2013 stellten die Ab-60-Jährigen mit 21,3 Millionen gut ein Drittel aller potenziellen Wähler – es sind fast doppelt so viele wie die Unter-30-Jährigen. ( Quelle: Deutsche Presse Agentur) dpa

Wer darf wählen?

Wahlberechtigt sind 29,8 Millionen Männer und 31,7 Millionen Frauen – insgesamt 61,5 Millionen Menschen. Das sind rund 400.000 weniger als bei der Wahl 2013. Eine große Bedeutung haben erfahrungsgemäß die Älteren. Bereits 2013 stellten die Ab-60-Jährigen mit 21,3 Millionen gut ein Drittel aller potenziellen Wähler – es sind fast doppelt so viele wie die Unter-30-Jährigen. (Quelle: Deutsche Presse Agentur)

Bild: dpa

Wie schon 2013 gibt es auch in diesem Jahr rund drei Millionen Erstwähler. Bundeswahlleiter Dieter Sarreither sagte bei der Vorstellung einer aktuellen Statistik am Dienstag in Berlin, die Parteien täten gut daran, die Erstwähler gezielt anzusprechen: „Man kann sie aktivieren.“ Die 30- bis 59-Jährigen wiederum stellten knapp die Hälfte der Wahlberechtigten. Für die Wahl im Herbst haben sich bisher rund 37.000 im Ausland lebende Deutsche in ein Wählerverzeichnis eingetragen - doppelt so viele wie 2013 zu diesem Zeitpunkt. dpa

Wer darf wählen?

Wie schon 2013 gibt es auch in diesem Jahr rund drei Millionen Erstwähler. Bundeswahlleiter Dieter Sarreither sagte bei der Vorstellung einer aktuellen Statistik am Dienstag in Berlin, die Parteien täten gut daran, die Erstwähler gezielt anzusprechen: „Man kann sie aktivieren.“ Die 30- bis 59-Jährigen wiederum stellten knapp die Hälfte der Wahlberechtigten. Für die Wahl im Herbst haben sich bisher rund 37.000 im Ausland lebende Deutsche in ein Wählerverzeichnis eingetragen - doppelt so viele wie 2013 zu diesem Zeitpunkt.

Bild: dpa

Zuletzt rückte der Aufruf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, weder Union, SPD noch Grüne zu wählen, die Wähler mit ausländischen Wurzeln in den Blick. Wahlleiter Sarreither geht von rund 720.000 Wahlberechtigten mit türkischem Hintergrund aus. dpa

Welche Rolle spielen Wähler mit ausländischen Wurzeln?

Zuletzt rückte der Aufruf des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, weder Union, SPD noch Grüne zu wählen, die Wähler mit ausländischen Wurzeln in den Blick. Wahlleiter Sarreither geht von rund 720.000 Wahlberechtigten mit türkischem Hintergrund aus.

Bild: dpa

Laut einer Erhebung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration vom November haben die Türkischstämmigen eine recht stabile Bindung an die SPD (69,8 Prozent). Insgesamt hatten vor vier Jahren 5,8 Millionen Wahlberechtigte einen Migrationshintergrund. Als Partei ihrer Wahl nennen Zuwanderer laut dem Rat zu 40,1 Prozent die SPD, es folgen die Union (27,6), die Grünen (13,2) und die Linke (11,3). dpa

Hat der Boykottaufruf Folgen?

Laut einer Erhebung des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration vom November haben die Türkischstämmigen eine recht stabile Bindung an die SPD (69,8 Prozent). Insgesamt hatten vor vier Jahren 5,8 Millionen Wahlberechtigte einen Migrationshintergrund. Als Partei ihrer Wahl nennen Zuwanderer laut dem Rat zu 40,1 Prozent die SPD, es folgen die Union (27,6), die Grünen (13,2) und die Linke (11,3).

Bild: dpa

Es gibt einen Rekord von 42 Parteien — so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Sieben dieser Parteien wurden erst in diesem oder im vergangenen Jahr gegründet: Allianz Deutscher Demokraten, Bündnis Grundeinkommen, Demokratie in Bewegung, Die Grauen — Generationenpartei, Die Urbane — Eine Hiphop-Partei, Mieterpartei, V-Partei — Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer. dpa

Welche Parteien treten an?

Es gibt einen Rekord von 42 Parteien — so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Sieben dieser Parteien wurden erst in diesem oder im vergangenen Jahr gegründet: Allianz Deutscher Demokraten, Bündnis Grundeinkommen, Demokratie in Bewegung, Die Grauen — Generationenpartei, Die Urbane — Eine Hiphop-Partei, Mieterpartei, V-Partei — Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer.

Bild: dpa

Insgesamt sind es 4828 Kandidaten — so viele wie seit 1998 nicht mehr. Wahlleiter Sarreither wertet das als klaren Hinweis gegen Politikverdrossenheit. Beruflich tätig sind mit 1757 die meisten in den Bereichen Unternehmensorganisation/Recht/Verwaltung, gefolgt von Gesundheit/Soziales/Lehre/Erziehung (683). 520 Bewerber verzeichnet der Wahlleiter unter dem Punkt Wiederkandidatur — sie kandidieren also erneut für den Bundestag. 348 Kandidaten sind Studenten, Azubis oder Schüler. dpa

Welche Bewerber treten an?

Insgesamt sind es 4828 Kandidaten — so viele wie seit 1998 nicht mehr. Wahlleiter Sarreither wertet das als klaren Hinweis gegen Politikverdrossenheit. Beruflich tätig sind mit 1757 die meisten in den Bereichen Unternehmensorganisation/Recht/Verwaltung, gefolgt von Gesundheit/Soziales/Lehre/Erziehung (683). 520 Bewerber verzeichnet der Wahlleiter unter dem Punkt Wiederkandidatur — sie kandidieren also erneut für den Bundestag. 348 Kandidaten sind Studenten, Azubis oder Schüler.

Bild: dpa

Mit 1323 Bewerbern gehört ein Großteil der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen an. Der jüngste Bewerber wird nach eigenen Angaben erst einige Tage vor der Wahl 18: der in Berlin geborene Schüler Floris Beer, der für Die PARTEI in Fürstenwalde antritt. Die älteste Kandidatin ist die 89-jährige ehemalige Autorin und Schauspielerin Barbara Rütting, die für die V-Partei für Veränderung in Bayern antritt. dpa - picture alliance

Wer ist der jüngste, wer der älteste Kandidat?

Mit 1323 Bewerbern gehört ein Großteil der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen an. Der jüngste Bewerber wird nach eigenen Angaben erst einige Tage vor der Wahl 18: der in Berlin geborene Schüler Floris Beer, der für Die PARTEI in Fürstenwalde antritt. Die älteste Kandidatin ist die 89-jährige ehemalige Autorin und Schauspielerin Barbara Rütting, die für die V-Partei für Veränderung in Bayern antritt.

Bild: dpa - picture alliance

Ihr Anteil an allen Kandidatinnen und Kandidaten liegt mit 29 Prozent deutlich höher als 2013 (25,8 Prozent). Mit 71 Prozent weist der Wahlkreis Bad Kissingen den höchsten Frauenanteil bei den Direktkandidaten auf — in 29 Wahlkreisen stehen hingegen nur Männer als Direktkandidaten zur Wahl. dpa

Wie viele Frauen bewerben sich?

Ihr Anteil an allen Kandidatinnen und Kandidaten liegt mit 29 Prozent deutlich höher als 2013 (25,8 Prozent). Mit 71 Prozent weist der Wahlkreis Bad Kissingen den höchsten Frauenanteil bei den Direktkandidaten auf — in 29 Wahlkreisen stehen hingegen nur Männer als Direktkandidaten zur Wahl.

Bild: dpa

Bei den Landeslisten liegt der Frauenanteil übrigens insgesamt höher als bei den Direktkandidaten. Unter den momentan im Bundestag vertretenen Parteien haben die Grünen mit 46,9 Prozent den größten Frauenanteil bei den Kandidaten, die CSU mit 22,2 Prozent den geringsten. dpa - picture alliance

Geht es auch anders?

Bei den Landeslisten liegt der Frauenanteil übrigens insgesamt höher als bei den Direktkandidaten. Unter den momentan im Bundestag vertretenen Parteien haben die Grünen mit 46,9 Prozent den größten Frauenanteil bei den Kandidaten, die CSU mit 22,2 Prozent den geringsten.

Bild: dpa - picture alliance

Thüringen hat Bewohner verloren — und nun auch einen von neun Wahlkreisen. Sechs Wahlkreise wurden hier neu eingeteilt und umbenannt. Bayern hat im Gegenzug zu den bisher 45 Wahlkreisen einen weiteren erhalten. Wie 2013 gibt es 299 Wahlkreise in Deutschland. dpa - picture alliance

Was hat sich bei den Wahlkreisen getan?

Thüringen hat Bewohner verloren — und nun auch einen von neun Wahlkreisen. Sechs Wahlkreise wurden hier neu eingeteilt und umbenannt. Bayern hat im Gegenzug zu den bisher 45 Wahlkreisen einen weiteren erhalten. Wie 2013 gibt es 299 Wahlkreise in Deutschland.

Bild: dpa - picture alliance

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