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24.09.2017

18:34 Uhr

Krachende Wahlniederlage

SPD-Wirtschaftsforum fordert Neuanfang für Genossen

VonHeike Anger

Martin Schulz konnte den Abwärtstrend nicht stoppen, bei der Wahl landet die SPD bei 20 Prozent. Der Mitbegründer des SPD-Wirtschaftsforums, Harald Christ, fordert einen radikalen Schnitt und den Gang in die Opposition.

Schulz über die Wahl

„Heute ist ein schwerer und bitterer Tag“

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BerlinHarald Christ, geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des SPD-Wirtschaftsforums, hat die SPD zu einem Neuanfang aufgerufen. „Der Wähler hat gesprochen und die SPD mit ihrem linken Gerechtigkeitswahlkampf hart abgestraft.“, sagte Christ dem Handelsblatt (Montagsausgabe). Es gelte, Verantwortung zu übernehmen und aus den Fehlern zu lernen. „Es ist nun dringend notwendig, den Kurs zur modernen Fortschrittspartei zu gestalten. Eine linke Volkspartei braucht auch ein Angebot an die Mitte. Nur so kann man siegen“, sagte Christ. „Dafür braucht es überzeugende Köpfe. Es ist Zeit: Für Neues!“, sagte der Vorstand in einem großen Versicherungskonzern, in Anlehnung an den Wahlkampfslogan von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz „Es ist Zeit für mehr Gerechtigkeit.“ 

Christ, einst Wirtschaftsminister im Schattenkabinett von SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeiner, forderte die SPD zum Gang in die Opposition auf: „Die SPD sollte Verantwortung in der Opposition übernehmen. Es wäre eine Katastrophe, wenn die AfD als stärkste Oppositionspartei diese anführt und sich weiterhin gegen eine Große Koalition profilieren könnte.“ Verlieren würde am langen Ende die Demokratie.

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Die SPD hat ersten Prognosen zufolge lediglich 20 Prozent der Stimmen geholt – und damit noch schlechter abgeschnitten als 2013. Es ist das schlechteste Ergebnis der Sozialdemokraten in der Geschichte der Bundestagswahlen. Fraktionschef Thomas Oppermann und die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig, haben sich dafür ausgesprochen, dass Martin Schulz SPD-Parteichef bleibt.

Gleichzeitig hat sich die SPD-Spitze nach dem historischen Absturz einmütig dafür ausgesprochen, in die Opposition gehen. Das erfuhren die Deutsche Presse-Agentur und „Focus“ nach einer Telefonschalte unter Leitung des SPD-Spitzenkandidaten Martin Schulz am Sonntag. Den Gang in die Opposition kündigte auch die stellvertretende Parteivorsitzende Schwesig an: „Das werden wir tun“, sagte Schwesig am Sonntagabend im ZDF.

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