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08.09.2017

17:55 Uhr

Russland-Sanktionen

Kanzlerin Merkel grundsätzlich für Aufhebung

Bundeskanzlerin Angela Merkel strebt offenbar eine Verbesserung der Beziehungen mit Russland an. Die CDU-Chefin könne sich grundsätzlich vorstellen, die Sanktionen aufzuheben. Die Strafmaßnahmen verteidigt sie dennoch.

Die Bundeskanzlerin will die Probleme mit Russland nach wie vor diplomatisch lösen. AP

Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin will die Probleme mit Russland nach wie vor diplomatisch lösen.

StraßburgBundeskanzlerin Angela Merkel ist grundsätzlich bereit, die von der EU im Zuge der Ukraine-Krise gegen Russland verhängten Sanktionen wieder aufzuheben. „Ich arbeite einen großen Teil meines Lebens dafür, dass wir mit Russland wieder vernünftige, gute Beziehungen haben“, sagte Merkel am Freitag in Straßburg auf einer CDU-Veranstaltung. Derzeit versuche man, zusammen mit Frankreich wieder „friedliche Verhältnisse“ in der Ostukraine zu erreichen. „In dem Moment, wo wir das hinbekommen haben, werden wir auch die Sanktionen wieder aufheben“, sagte Merkel.

Die Kanzlerin verteidigte zugleich die Strafmaßnahmen. Denn die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland und dessen Eingreifen in der Ostukraine sei alles andere als eine Petitesse, „sondern das Vergehen gegen die Prinzipien der gesamten Zeit seit dem Zweiten Weltkrieg“, sagte sie. Wenn man Russland dies einmal durchgehen lasse, dann sei ihre Sorge, dass dies mehrfach geschehen könne.

Eine militärische Option gebe es weder im Konflikt mit Russland noch mit Nordkorea. „Es muss durch diplomatische Gespräche gelöst werden, auch wenn es noch so lange dauert“, sagte Merkel.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Frau Annette Bollmohr

08.09.2017, 18:14 Uhr

"Die CDU-Chefin könne sich grundsätzlich vorstellen, die Sanktionen aufzuheben. Die Strafmaßnahmen verteidigt sie dennoch."

Putin und seine Günstlinge sind nicht dasselbe wie "Russland", und Sanktionen und Strafmaßnahmen sind auch zweierlei.

"Kollektivstrafen", wie es Sanktionen, die sich auf die gesamte Bevölkerung nachteilig auswirken de facto sind, darf es daher nicht mehr geben.

Herr Hans Läufer

08.09.2017, 18:38 Uhr

Das Fähnchen registriert einen neuen Wind und reagiert.

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